#service vom 14. November 2016

Verbraucher | WISO - #service vom 14. November 2016

Teure Kfz-Versicherung für Senioren, Abzocke bei der Pflege, Keine Darlehensgebühren beim Bausparen, Zeit für den Heiz-Check.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.11.2017, 19:25

Teure Kfz-Versicherung für Senioren

Vermeidbare Unfälle älterer Autofahrer treiben die Prämien für Senioren in die Höhe – die müssen bei der Kfz-Versicherung oft deutlich draufzahlen. Und zwar auch dann, wenn sie schon lange unfallfrei Auto fahren und einen hohen Schadenfreiheitsrabatt haben. Das Vergleichsportal Verivox hat ausgerechnet, dass ein 47-Jähriger durchschnittlich 433 Euro zahlt und ein 77-Jähriger 738 Euro. Damit ist die Versicherung des Älteren satte 70 Prozent teurer! Grund dafür sind die Schadensmeldungen der Senioren, die in den letzten drei Jahren deutlich angestiegen sind. Gerade ältere Autofahrer sollten deshalb Preise vergleichen und überlegen, ob sie bei einem anderen Versicherungsunternehmen nicht bessere Konditionen finden. Denn die sogenannten „Senioren-Zuschläge“ sind nicht überall gleich hoch. Tipps der Verbraucherzentralen, weitere Infos auch beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), was beim Versicherungswechsel zu beachten ist: GDV

Abzocke bei der Pflege

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt dringend vor dem Deutschen Pflegekreis. Diese Organisation verschickt Briefe, die so aussehen, als seien sie von einer Behörde oder der Pflegekasse. Darin wird angeblich Hilfe angeboten für die Ermittlung der neuen Pflegegrade und die Beantragung von Zusatzleistungen. Tatsächlich werden Verbraucher aber dazu verleitet, einen Vertrag abzuschließen über die Lieferung von Pflegehilfsmitteln. Unterschreiben Sie nichts, dieses Angebot ist nicht seriös! Die Zuteilung der Pflegegrade erfolgt automatisch, sagt die Verbraucherzentrale. Bei Fragen sollten sich Versicherte immer zuerst an die Pflegekasse wenden.  Warnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, mehr Infos zum Thema Pflege gibt es bei den Verbraucherzentralen und beim Bundesministerium für Gesundheit oder hier.

Keine Darlehensgebühren beim Bausparen

Bausparkassen dürfen bei der Auszahlung von Darlehen keine Gebühren verlangen. Solche Klauseln sind unzulässig, sagt der Bundesgerichtshof. Das heißt, dass jetzt Tausende von Bausparern ihr Geld zurückverlangen können. Und das auch möglichst bald tun sollten, raten Verbraucherschützer. Schließlich müsse man damit rechnen, dass ältere Verträge schon bald verjährt sind. Gebühren aus 2013 könnten wahrscheinlich nur noch bis Ende diesen Jahres zurückgefordert werden. Bei den Verbraucherzentralen gibt es dafür einen Musterbrief. Bundesgerichtshof, Az.: XI ZR 552/15 – die Entscheidung liegt noch nicht gedruckt vor.

Zeit für den Heiz-Check

Das Energieteam der Verbraucherzentralen berät Privatleute, wie sie ihre Heizungsanlage optimieren können. Kostenpunkt: 40 Euro. Der Energieberater kommt ins Haus und überprüft Kessel, Rohre und Wärme-Dämmung. Mit den Ergebnissen kann man dann sein Heizsystem besser einstellen oder eventuell einzelne Teile der Anlage austauschen. Bei einem Einfamilienhaus zum Beispiel lassen sich mit dem Heiz-Check bis zu 150 Euro pro Jahr einsparen. Weitere Infos bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen.

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