#service vom 7. November 2016

Verbraucher | WISO - #service vom 7. November 2016

Themen: Krank ist krank, Väter: Recht auf Umgang, Mogel-Packung gekürt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.11.2017, 19:25

Krank ist krank

Wer krank ist, muss nicht arbeiten. Und er muss dann auch nicht zu einem Personalgespräch erscheinen, sagt das Bundesarbeitsgericht. Im konkreten Fall war ein Arbeitnehmer mehrere Wochen lang krankgeschrieben. Daraufhin hatte ihn der Arbeitgeber zum Personalgespräch bestellt. Das lehnte der Angestellte ab. Deshalb wurde er abgemahnt. Zu Unrecht, heißt es beim Bundesarbeitsgericht. Wer krank ist, ist krank – und muss nicht im Betrieb erscheinen.

Anders liegt der Fall, wenn erwachsene Kinder krankgeschrieben sind und arbeitslos werden. Dann muss der Kranke tatsächlich persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit vorbeikommen, sagt der Bundesfinanzhof. Nur dann gibt es für arbeitssuchende junge Erwachsene zwischen 18 und 21 auch weiterhin Kindergeld. Bundesarbeitsgericht, Az.: 10 AZR 596/15 und Bundesfinanzhof, Az.: III R 19/15

Recht auf Umgang

Leibliche Väter haben das Recht, ihre Kinder zu sehen. Und zwar auch dann, wenn die Eltern, bei denen die Kinder groß werden, das strikt ablehnen. Der Fall eines Mannes aus Nigeria war schon vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verhandelt worden. Denn der Vater fordert seit der Geburt der Zwillinge ein Umgangsrecht mit seinen Kindern. Da die Mutter nach der Affäre mit dem Nigerianer wieder zu ihrem Ehemann zurückgekehrt war, hatte die Familie jeden Kontakt zu den Babies verweigert. Laut Bundesgerichtshof haben Kinder aber ein Recht darauf, ihre wahre Abstammung zu erfahren. Bundesgerichtshof, Az.:  XII ZB 280/15

Mogel-Packung gekürt

Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Hamburg bemängeln die neue Verpackung der Pasta Sauce von Mirácoli. Der Preis ist der gleiche, aber es ist weniger drin. Das ergibt eine versteckte Preiserhöhung von 32,5 Prozent. Hersteller Mars sagt, das neue Sortiment habe mit 400 Gramm ein einheitliches, gängiges Verpackungsformat. Wem solche Veränderungen auffallen, sollte sie den Verbraucherschützern melden. Dort gibt es eine umfangreiche Liste mit Mogel- und Müllpackungen. Weitere Produkte mit versteckten Preiserhöhungen bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Stellungnahme Mars Foods: „Unsere neuen Mirácoli-Pasta-Saucen haben ein einheitliches Verpackungsformat: das 400-Gramm-Glas ist die gängige Größe bei Pasta-Saucen, wie uns unabhängige Marktforschung bestätigt hat. Der Preis pro 100g muss am Regal ausgezeichnet sein – transparent und vergleichbar. Wir sind überzeugt, unseren Verbrauchern Produkte nach ihrem Geschmack mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.
Wer eine Pasta-Sauce kauft, setzt vor allem auf eins: Sie soll so schmecken, wie er es erwartet. Wir haben in diesem Jahr unser Mirácoli Pasta-Saucen-Sortiment nach umfangreicher externer Marktforschung auf den Kopf gestellt und bieten jetzt 13 leckere Sorten an – inklusive vieler neuer und verbesserter Saucen-Rezepturen, vom „Klassiker“ bis „Bio“. Unsere Produkte stehen für höchste Qualität und besten Geschmack, und alle Mirácoli Pasta-Saucen sind garantiert ohne künstliche Konservierung-, Farb-, und Aromastoffe hergestellt. 
Von Juni bis September 2016 hatten die Konsumenten die Gelegenheit, unsere Mirácoli Pasta-Saucen gratis zu testen und sich vom Geschmack zu überzeugen. Mehrere zehntausend Verbraucher haben diesen Anreiz genutzt und wir freuen uns sehr, mit unserem Sortiment den Geschmack so vieler Menschen zu treffen.“

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