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Camper privat vermieten

Darauf sollte man achten

von Sina Gross

Ein kleines Ferienhaus auf vier Rädern: Für viele ist der Urlaub im Wohnmobil eine tolle Alternative. Doch die Anschaffungskosten für ein solches Gefährt sind hoch. Um zumindest einen Teil der Kosten wieder reinzuholen, kann man den eigenen Camper vermi...

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.03.2021

Wohnmobile boomen, Camping ist in – über alle Altersklassen hinweg und in allen Größen. Noch nie wurden in Deutschland so viele Reisemobile verkauft wie im vergangenen Jahr. Und das, obwohl man viel Geld auf den Tisch legen muss. Der Durchschnittspreis lag laut Camping-Fachverband bei über 73.000 Euro für neu zugelassene Wohnmobile. Da denkt mancher über Einnahmequellen nach: Warum nicht den eigenen Camper über Internetportale vermieten? So lässt sich zumindest ein Teil des Kaufpreises refinanzieren oder auch der Unterhaltskosten decken.

Camper vermieten - aber wo?

Möglich ist das über PaulCamper, Share-a Camper und Yescapa sowie Campanda oder Goboony. Manche Plattformen wie beispielsweise PaulCamper haben klare Regeln und Bedingungen, die alle Teilnehmer befolgen müssen. Sie wickeln die Bezahlung ab und bieten sogar Versicherungsschutz an. Denn in Deutschland dürfen nur Fahrzeuge vermietet werden, die speziell dafür zugelassen sind.

An welche Versicherung sollte ich denken?

Wer seinen Camper nur ab und zu vermieten möchte, kann ihn über Vermietportale tageweise versichern. Dabei behält der Besitzer seine normale Versicherung, die auch im Schadensfall während der Vermietung nicht steigt. Wer sein Reisemobil häufiger oder außerhalb eines Portals an Freunde oder Familie verleihen möchte, kann eine Selbstfahrer-Vermietversicherung abschließen. Nachteil: Die jährliche Versicherungssumme kann bis zu 2.500 Euro kosten. Außerdem müssen die Mobile dann jährlich zur Hauptuntersuchung. Sie lohnt sich daher nur, wenn man mit entsprechend hohen Mieteinkünften rechnen kann.

Die Kosten für die Versicherung sowie Extras wie die Reinigung fließen in den Mietpreis ein. Den können Sie wie die Verfügbarkeit selbst festlegen. Ebenso wie Details, ob Rauchen oder Tiere erlaubt sind, welche Länder und wie viele Kilometer gefahren werden dürfen. Dabei helfen Vergleichsrechner auf den Vermietungsportalen. Wichtig ist auch eine Kaution für die Abdeckung kleinerer Schäden oder der fehlenden Reinigung.

An wen vermiete ich am besten?

Wem Sie Ihr Wohnmobil überlassen, können Sie selbst entscheiden. In der Regel gilt in Deutschland ein Mindestalter von 21 Jahren. Die meisten Camper wiegen unter 3,5-Tonnen und dürfen daher mit dem Führerschein Klasse B gefahren werden. Checken Sie vorab, ob der Mieter einen entsprechenden Führerschein besitzt und Ihr Wohnmobil führen darf. Große Wohnmobile über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht werden oft nur an Personen über 25 vermietet und erfordern den Führerschein der Klasse C bzw. 3 nach dem alten Führerscheinsystem.

Vor der Vermietung sollten Sie die Mieter gründlich in die Funktionsweise Ihres Campers einweisen. Dazu gehören Informationen, wie die Gasflasche gewechselt oder die Toilette entleert wird. Ebenso technische Details zum Fahrzeug - also beispielsweise die Höhe oder falls vorhanden die Funktionsweise der Rückfahrkamera, die das Rangieren übersichtlicher macht.

Camper vermieten: Protokolle helfen

Neben dem Mietvertrag, der in der Regel über die Portale geschlossen wird, ist ein Über- und Rückgabeprotokoll wichtig. Das müssen beide Seiten unterschreiben. Darin sollten neben der Ausstattung des Fahrzeugs und den Rückgabebedingungen alle vorhandenen Schäden vermerkt werden, damit es am Ende des Urlaubs keine böse Überraschung gibt.

Finanzamt: Muss ich Einnahmen versteuern?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Vermiettätigkeit beim Finanzamt anzugeben. Allerdings muss nur der Gewinn versteuert werden. Einkommensteuer wird nicht fällig, solange die Vermieteinnahmen nur die laufenden Kosten decken wie Versicherung und Reparaturen. Ab einem jährlichen Reingewinn über 256 Euro sollten Vermieter sich aber den Rat eines Steuerberaters holen, ob eine Gewerbeanmeldung sinnvoll ist.

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