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Sicher im Internet einkaufen

von Sina Groß

Online-Shops schießen wie Pilze aus dem Boden – doch Vorsicht! Hinter vermeintlich seriösen Internetshops verbergen sich immer häufiger betrügerische Fake-Shops. WISO verrät, wie Sie die erkennen und sich vor Betrug schützen!

Beitragslänge:
4 min
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Die Webseite wirkt seriös, der Onlineshop wirbt mit Markenware zu unschlagbar günstigen Preisen und glänzenden Produktfotos, das Kleingedruckte ist professionell formuliert, Impressum und Gütesiegel sind vorhanden. Trotzdem kann dahinter ein „Fake Shop“ stecken, eine gefälschte Verkaufsplattform, die täuschend echt wirkt, aber nur auf Betrug aus ist.

In der Regel existieren dann weder Shop noch Ware, sondern lediglich die Internetpräsenz. Einziges Ziel: das Geld der Verbraucher, warnt Dr. Kirsti Dautzenberg, Marktwächterin "Digitale Welt" bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Die Betreiber gehen äußerst raffiniert vor und stellen teilweise sogar Kopien echter Websites ins Netz, die beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen lassen. Das macht es schwer, Fake-Shops zu erkennen. Genauso schwierig ist das Löschen solcher Plattformen, da die Täter oft aus dem Ausland agieren und schnell mit einer neuen Seite auftauchen.

Anzeichen für Fake-Shops

Anhand bestimmter Merkmale können Sie unseriöse Onlineshops bereits im Vorfeld erkennen. Je mehr davon zutreffen, desto wahrscheinlicher handelt es sich um einen Fake-Shop, so Dr. Kirsti Dautzenberg:

  • "Oftmals locken die Shops mit niedrigen Preisen,
  • es gibt kaum Kontaktmöglichkeiten,
  • die Unternehmeridentität ist unklar.
  • Außerdem fehlt in vielen Fällen das Impressum oder ist unvollständig,
  • die Kundenbewertungen auf der Internetseite sind immer "sehr gut" und erwecken den Eindruck, es handele sich um einen anerkannten Shop.
  • Ein Warnsignal ist auch, wenn im Browser in der Adresszeile das Kürzel "https" mit Vorhängeschloss fehlt
  • und wenn von mehreren Bezahlmöglichkeiten während des Bestellvorgangs nur Vorkasse, Direktüberweisung oder der Versand per Nachname übrig bleiben."

Probleme nach dem Onlinekauf?

Die meisten Menschen fallen auf Fake-Shops herein, weil sie unaufmerksam sind, im Stress zu schnell bestellen und bezahlen oder schlicht nach der Optik des Onlineshops und dem Preis gehen. Dadurch können mehrere Probleme auf Sie zukommen.

Zunächst ist Ihr Geld in der Regel weg. Dafür bekommen Sie entweder gar keine Ware oder minderwertige Plagiate geschickt, die das bezahlte Geld nicht wert sind. Das größere Problem sind jedoch meist Ihre übermittelten Daten. In vielen Fällen müssen Sie Ihre Kreditkartendaten angeben. Diese wird oft mit einem höheren Kaufbetrag belastet als auf der Webseite angegeben.

Damit nicht genug: Neben Ihren Kreditkartendaten besitzen die Betrüger auch Ihre Adresse und Ihren richtigen Namen, die sie an Cyberkriminelle weiterverkaufen können. Lassen Sie Ihre Kreditkarte daher in jedem Fall sperren.

Sichere Zahlungsmethoden

"Der Kauf auf Rechnung ist die sicherste Zahlungsmethode, da erhalten Sie erst die Ware und überweisen dann das Geld", erklärt Dr. Kirsti Dautzenberg von der Verbraucherzentrale Brandenburg. "Online-Bezahlverfahren wie PayPal oder Paydirekt bieten oft einen Käuferschutz an, was auch diese Verfahren relativ sicher macht".

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In der Regel gilt das auch für Zahlungen per Lastschrift sowie Kreditkarte, da diese meist innerhalb einer Frist von acht Wochen storniert werden können." Wer per Kreditkarte bezahlt hat, sollte diese grundsätzlich sperren lassen, um vor weiterem Datenmissbrauch geschützt zu sein.

„Auf gar keinen Fall sollte man per Vorauskasse zahlen", warnt Dautzenberg. "Leider ist das oft die einzige Zahlmethode, die tatsächlich möglich ist auf der Seite. Zahlungen per Vorauskasse via Überweisung lassen sich schwer rückgängig machen. Zum einen spielt die Zeit gegen den Kunden, was auch die Fake-Shop-Betreiber wissen. Sie versuchen deshalb, Kunden gezielt hinzuhalten.

Zum anderen müssen Sie sich als Verbraucher in der Regel an den Händler wenden, was im Betrugsfall schwer möglich ist. Dann bleiben nur zivilrechtliche Schritte. Dies stellt sich allerdings oft als schwierig heraus, wenn Impressum mit richtiger Adresse sowie Ansprechpartner fehlen, um eine Klageschrift zu schicken.

Im Betrugsfall schnell handeln

Wer nach einer Online-Bestellung feststellt, dass er auf einen Betrüger hereingefallen ist, sollte schnell handeln. Denn je länger Ihre Zahlung zurückliegt, umso geringer ist die Chance, sie stoppen zu können. Nehmen Sie daher Kontakt zu Ihrer Bank auf und lassen Sie Ihre Bankkarte sperren, da Sie die Daten an unbekannte Dritte weitergegeben haben.

Als Nächstes sollten Sie Beweise sichern. Kaufverträge, Bestellbestätigungen, E-Mails und Belege sowie ein Screenshot der Webseite des Fake-Shops: alles könnte wichtig sein. Gehen Sie damit zur Polizei und erstatten Strafanzeige wegen Betrugs. Das geht auch bei Firmen mit Sitz im Ausland. Nur wenn Fake-Shops gemeldet werden, können diese auch konsequent gesperrt oder gelöscht werden.

Kontakt zur Polizei

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