Schokopudding: Teuer oder billig

Welche Marke schneidet am besten ab?

Verbraucher | WISO - Schokopudding: Teuer oder billig

Schokopudding mit Sahne ist ein Dessert-Klassiker. Selbstkochen muss man ihn aber schon lange nicht mehr. Seit etwa 50 Jahren gibt es Schokopudding auch fix und fertig im Plastikbecher. Doch welcher schneidet in unserem Test am besten ab?

Beitragslänge:
9 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.10.2017, 19:25

Ein klassischer Schokopudding wird aus Milch, Schokolade, Stärke und Zucker gemacht. In etwa stecken diese Zutaten auch in Fertigpuddings. Doch statt Schokolade enthalten sie in der Regel das günstigere Kakaopulver und außerdem den Zuckerersatz Glukose-Fructosesirup. „Glucose-Fruktosesirup ist einfach dafür da, dass ich keinen teuren Zucker nehmen muss. Es hat eine höhere Süßkraft. Ich kann’s mit Wasser bisschen mehr panschen, um einfach die Füllmenge aufzufüllen, habe aber den gleichen süßen Geschmack“, erklärt Sternekoch Christian Sturm-Willms. Hinzu kommen noch jede Menge Zusatzstoffe, die unter anderem für Haltbarkeit und standfeste Sahne sorgen.

Desinfektionsmittel im Pudding?

In der Produktion von Puddings werden tierische Rohstoffe wie Milch und Sahne eingesetzt, die mikrobiell empfindlich sind. Bei der Verarbeitung kommt es also auf Hygiene an. Von der Melkanlage bis zu den Produktionsanlagen werden daher Desinfektionsmittel eingesetzt. „Wenn da nicht richtig gespült wird, kann es zu Rückständen an Desinfektionsmitteln kommen“, erklärt Lebensmittelexpertin Dr. Alexandra Hahn. Bekannte Rückstände sind quartäre Ammoniumverbindungen (QAV), die Übelkeit auslösen können. Auch Rückstände von Chlorat und Perchlorat sind möglich, beide können die Jodaufnahme in die Schilddrüse beeinträchtigen.

Zwar findet WISO tatsächlich Chlorat-Rückstände in Fertigpuddings. Allerdings gilt selbst für den höchsten Wert, den das Labor ermittelt hat: „Man müsste tatsächlich 25 Puddings à 200 g essen, das sind fünf Kilogramm Pudding auf einen Tag verteilt, um tatsächlich gesundheitsschädliche Auswirkungen zu spüren“, so Alexandra Hahn.

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