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Zahnzusatzversicherung, wann lohnt's sich?

Geringere Kosten für Zahnbrücken, Implantate oder Zahnersatz

von Lena Breuer

Zahnbehandlungen sind teuer. Gerade wenn es um Zahnbrücken, Implantate oder Zahnersatz geht. Für Patienten kann das eine Selbstbeteiligung von mehreren Tausend Euro bedeuten. Eine Zahnzusatzversicherung soll solche Kosten reduzieren. Wann lohnt sich das?

Beitragslänge:
5 min
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Der Besuch beim Zahnarzt ist für viele bereits ein unangenehmes Wagnis – und am Ende ist es meist nicht nur unangenehm oder schmerzhaft, sondern auch richtig teuer. Gerade wenn es um Zahnbrücken, Implantate oder Zahnersatz geht, steigen die Preise oft in schwindelerregende Höhen und der Patient steht vor mehreren Tausend Euro Selbstbeteiligung.

Deshalb haben mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland eine Zahnzusatzversicherung. Von 2005 bis 2016 hat sich die Anzahl der privaten Zusatzpolicen verdoppelt. Die Versicherungen sind beliebt – aber es gibt viel zu beachten.

Zahnzusatzversicherung Erfahrungen

Zahnzusatzversicherungen können sich lohnen – das hängt aber sehr von individuellen Faktoren ab:

  • Wenn sich aus dem Gespräch mit Ihrem Zahnarzt ergibt, dass in den nächsten Jahren aufwändige Zahnbehandlungen wie Wurzelbehandlungen oder Implantate notwendig sind – dann sollten Sie über eine Zahnzusatzversicherung nachdenken.
  • Denn: Die gesetzlichen Versicherungen zahlen grundsätzlich nur die Hälfte der Kosten für die sogenannte Regelversorgung.
  • Die umfasst einfache und zweckmäßige Behandlung, die aus medizinischer Sicht ausreichend ist – wie zum Beispiel einfache Kronen oder eine Brücke aus Metall. Alles was darüber hinaus geht, wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchung

Aufgepasst: Die Höhe der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen richtet sich auch danach, ob Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gegangen sind – und sich das in Ihrem Bonusheft widerspiegelt. Bei einem Bonusheft mit Vorsorgeuntersuchungsstempeln mehr als zehn Jahre hinweg übernimmt die Krankenkasse 65 Prozent der Regelversorgung.

Zahnzusatzversicherung wann abschließen?

  • Experten empfehlen den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung in jüngeren Jahren, zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.
  • Versicherungen kommen für bestehende Zahnschäden und angekündigte Behandlungen in der Regel nicht auf.
  • Bei jüngeren Patienten sind die Zähne in der Regel noch weitgehend in Ordnung, so dass ein Abschluss in gesunden Tagen ein größeres Leistungsspektrum im fortschreitenden Alter mit einschließt – aber natürlich zahlen Sie dann auch länger.

Zahnzusatzversicherung nach Diagnose

Wichtig: Wenn Sie bereits mit einer Behandlung begonnen haben, zahlen die meisten Versicherungen nicht mehr. Sprechen Sie den Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses also gut mit Ihrem Zahnarzt ab. Und seien Sie immer ehrlich bei der Angabe von Vorerkrankungen – sonst kann die Versicherung die Zahlung komplett verweigern.

Zahnzusatzversicherung Empfehlung

Woran erkenne ich eine gute Versicherung? Eine gute Zahnzusatzversicherung

  • übernimmt bis zu 75 Prozent der Rechnung – Tarife mit 100 Prozent Erstattung sind überproportional teuer.
  • hat nur kurze bis gar keine Wartezeiten.
  • erbringt schnell die volle Leistung.
  • kostet 11- 66 Euro im Monat.

Zahnzusatzversicherung mit Sofortleistung

  • Achten sie auf Wartezeiten. Manche Versicherungen zahlen erst nach dem Ablauf einer meist mehrmonatigen Frist – es gibt aber auch Tarife ohne Wartezeiten. Achten Sie auf sogenannte Erstattungsgrenzen. Damit werden die Leistungen der Versicherung in den ersten Jahren gedeckelt – eine Erstattungsgrenze in den ersten drei Jahren ist die Regel. Schauen sie bei der Art der Leistungen genau hin. Zahnzusatzversicherungen sind am sinnvollsten, wenn es um Zahnersatz geht, manche Versicherungen schließen die aber genau aus.

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