Asyl im Universum

Flucht vor kosmischen Gefahren

Wissen | Leschs Kosmos - Asyl im Universum

Harald Lesch mit einem ausführlichen Kommentar zur Sendung "Asyl im Universum".

Beitragslänge:
9 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.02.2017, 10:26

Die moderne Astronomie studiert ein ganzes Potpourri an möglichen kosmischen Gefahrenquellen, die unseren blauen Planeten in den Tiefen des Alls zustoßen könnten. Sind wir darauf vorbereitet? Wie kommen wir hier weg, wenn es ernst wird, und vor allem - wohin? Überzeugende Gründe dafür, weshalb sich die Menschheit neben der Erde ein zweites Standbein im Weltall verschaffen sollte.

In Abenteuer Forschung führt Harald Lesch die Zuschauer auf eine spannende Reise durch sein eigenes Forschungsgebiet - auf der Suche nach einem Asyl der besonderen Art.

Flucht zum Mars

Vision: Astronaut auf dem Mars
Eine Vision: Aufbau einer Marskolonie.

Wenn wir das Überleben der Menschheit langfristig sichern wollen, dann kommen wir in ferner Zukunft um die Besiedelung fremder Welten nicht herum. Die Suche nach einer zweiten Erde ist in vollem Gange.
Dabei haben wir noch nicht einmal die Schwierigkeiten bewältigt, die uns allein der Weg zum Nachbarplaneten Mars beschert. Und doch hat die Wissenschaft schon heute konkrete Lösungen für eine der wichtigsten Herausforderungen, denen sich die Menschheit womöglich je wird stellen müssen.

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Wie das Universum entstand

Darstellung: Urknall
Der Urknall - der Beginn des Universums

Vor 13,7 Milliarden Jahren entstand das Universum in einer gigantischen Explosion, dem Urknall. Es folgten etwa 400 Millionen Jahre Einförmigkeit: nichts als eine Gaswolke aus Wasserstoff und Helium, die gleichmäßig expandierte. Und beinahe wäre es das schon gewesen: ein Nebel, der immer größer, kälter und dünner wird. Doch es kam anders.

Die größte Geschichte aller Zeiten, die Entwicklung des Universums, verdankt sich kleinen Abweichungen von der Perfektion. Ohne diese Abweichungen im Netz der Materie wäre unser Universum ein öder dunkler Raum ohne Sterne und Galaxien geblieben. Unsere Welt und wir selbst wären in einem allzu perfekten Universum erst gar nicht entstanden.

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Der kosmische Supergrill

Hypernova
Ein Riesenstern im Todeskampf

Die Gefahr aus dem Weltraum ist nicht nur in Science-Fiction-Romanen zu finden, sondern wird zunehmend auch in wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Je mehr wir über das Universum lernen, desto klarer wird: Die Sicherheit, in der wir uns auf unserem Heimatplaneten wiegen, ist trügerisch. Gammastrahlen könnten unseren Planeten beispielsweise innerhalb kurzer Zeit nahezu unbewohnbar machen.

Gammastrahlung ist die gefährlichste Form von Strahlung und ein verräterischer Hinweis auf Atombombenexplosionen. Als Ende der 1960er-Jahre extrem hohe Gammastrahlung gemessen wurde, verdächtigte das amerikanische Militär zuerst die Sowjets geheimer Atombombentests. Bis eine Untersuchung schließlich zeigte, dass die Gammastrahlen tatsächlich aus dem Weltraum kamen.

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Aufbruch zu den Sternen

Gliese umkreist rote Sonne
Exoplaneten umkreisen die rote Sonne Gliese

Wollen wir vorsorgen und dem Risiko vielleicht doch einmal drohender kosmischer Katastrophen ganz entkommen, dann bleibt uns nur der Weg zu fernen Sternen - zu einem Platz, der einen noch größeren Sicherheitsabstand zu Gefahrenzonen im Universum hat. Und die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für eine Ersatz-Erde läuft bereits auf vollen Touren.

Im Visier der Astronomen ist Gliese 581d, ein großer, felsiger, erdähnlicher Planet. Er umkreist seine Sonne in einem günstigen Abstand. Das lässt vermuten, dass es flüssiges Wasser auf ihm geben könnte. Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Auf der Erde gibt es Leben in den bizarrsten Formen und unter den merkwürdigsten Bedingungen: ohne Sauerstoff, ohne Sonnenlicht - aber nie ohne Wasser.

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Das wahre Ende

Schwarzes Loch wälzt sich durch das Universum.
Endet die Erde in einem Schwarzen Loch?

Dass sich auf der Erde das Leben fast ungestört bis hin zu reflektierenden Wesen entwickeln konnte, verdanken wir einem Glücksfall. Das Universum hat uns bisher weitgehend in Ruhe gelassen. Wir leben in einer der besten Lagen in der Milchstraße.

Die kosmischen Zusammenhänge sind heute dank intensiver Forschungen weitgehend bekannt. Diese Forschungen liefern aber auch klare Vorhersagen für unser kosmisches Schicksal, für das Schicksal der Erde. Das meistgefürchtete Ende in Science-Fiction-Filmen ist ein riesiges, alles verschlingendes Schwarzes Loch. Wird unsere Erde eines Tages in solch einem hungrigen Monster enden?

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