Das neue Gesicht der Wissenschaft im ZDF

Harald Lesch im Porträt

Physiker, Astronom, Naturphilosoph, Autor - und genau der Richtige, um bei einem Millionenpublikum Interesse für naturwissenschaftliche Inhalte zu wecken: Ab 3. September 2008 präsentiert Harald Lesch in der Nachfolge von Joachim Bublath das Wissenschaftsmagazin "Abenteuer Forschung".

Professor Harald Lesch im neuen Studio von "Abenteuer Forschung" Quelle: Thomas R. Schumann/ZDF

Prof. Harald Lesch ist eine Ausnahmeerscheinung: ein Forscher, dem es richtig Spaß macht, über seine Arbeit zu sprechen - "und zwar auf Deutsch und ohne Fachausdrücke", wie er selbst sagt. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut ist froh, den Münchner Hochschulprofessor für Astrophysik für das erfolgreiche Sendeformat gewonnen zu haben: "Ich bin sicher, dass es mit ihm gelingen wird, wichtige Zukunftsthemen einem breiten Publikum nahezubringen."

Experte und Vermittler

Harald Lesch Porträt Quelle: Thomas R. Schumann/ZDF


Harald Lesch wurde am 28. Juli 1960 in Gießen geboren. Nach dem Abitur 1978 an der Theo-Koch-Schule in Grünberg (Hessen) studierte er Physik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Dort wurde er 1987 promoviert. Bis 1991 war Harald Lesch Forschungsassistent an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl. Von 1991 bis 1995 arbeitete er am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie, 1992 hatte er außerdem eine Gastprofessur in Toronto. 1994 wurde er an der Universität Bonn habilitiert.

Seit 1995 hat er einen Lehrstuhl für Theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität inne. Außerdem unterrichtet er seit 2002 Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie (SJ) in München. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören relativistische Plasmaphysik, Bioastronomie, Schwarze Löcher und Neutronensterne.

Harald Lesch auf Sendung

Die Fernsehzuschauer kennen den Astronomieprofessor als Moderator von Sendungen wie "alpha-centauri" und "Von Alpha bis Omega", die der Bildungskanal des Bayerischen Fernsehens, BR-alpha, ausstrahlt. Dort erzählt er seit 1998 fesselnde Geschichten aus dem Weltraum, über die Entstehung der Sterne und andere astronomische Phänomene.


Ohne Computersimulationen, Studiotricks und aufwändige Grafiken gelingt es ihm, komplizierte Zusammenhänge allein durch Sprachgewalt, didaktisches Geschick, Temperament und Überzeugungskraft anschaulich zu machen. Für sein wissenschaftliches Werk, aber auch für seine Verdienste in der Wissenschaftsvermittlung wurde Lesch mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Auszeichnungen und Preise

Veröffentlichungen (Auswahl)





- 1988 Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für die Dissertation "Nichtlineare Plasmaprozesse in aktiven galaktischen Kernen"
- 1994 Bennigsen-Foerder-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen für "Heizung galaktischer Hochgeschwindigkeitswolken durch magnetische Rekonnexion"
- 2004 Preis für Wissenschaftspublizistik der Grüter-Stiftung
- 2005 Communicator-Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft
- 2005 Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft






- Die kürzeste Geschichte allen Lebens. Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen (mit Harald Zaun). Piper, München 2008
- Kosmologie für helle Köpfe (mit Jörn Müller). Goldmann: München 2006
- Physik für die Westentasche. Piper: München 2003
- Big Bang, zweiter Akt (mit Jörn Müller). Bertelsmann: München 2003
- " Kosmologie für Fußgänger (mit Jörn Müller). Goldmann: München 2001



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