Der Anfang allen Lebens

Energiequelle Sonne

Was wir nachts am Himmel sehen, sind vor allem Sterne. Unsere Galaxie, die Milchstraße, enthält alleine 200 Milliarden der glühenden Gasriesen. Der wichtigste Stern für uns ist die Sonne. Sie ist der Stern im Zentrum unseres Planetensystems. Aus der Ferne betrachtet, zeigt die Sonne eine relativ glatte und ruhige Oberfläche. Bei näherem Hinschauen jedoch offenbart sie ein anderes Gesicht.

Die Entstehungsgeschichte der Sonne war dramatisch. Vor 4,6 Milliarden Jahren kollabierte eine Gaswolke. Das Zentrum dieser Materiewolke verdichtete sich immer mehr: So entstand unsere Sonne. In ihrer Umgebung bildeten sich kleinere Materiezentren. Daraus formten sich Brocken, die immer wieder kollidierten, somit immer weiter wuchsen und schließlich die ersten Planeten bildeten.

Brocken kollidieren Quelle: ZDF

Von der Urerde zum blauen Planeten

Erde aus dem All Quelle: ZDF


Von der Entstehung der Erde, der sogenannten Urerde, bis zum heutigen Erscheinungsbild durchwanderte unser Planet Jahrmillionen der Entwicklung. Heute präsentiert sich unser blauer Planet als eine Symphonie aus Formen und Farben. Vom All aus betrachtet bietet die Erde Bilder, die abstrakten Kunstwerken ähneln. Aus der Nähe zeigt sich, wie unsere Zivilisation die Erde verändert hat, und die Veränderung geht stetig weiter.

Aber wie konnte überhaupt Leben auf der Erde entstehen? Eine entscheidende Voraussetzung war die günstige Position innerhalb unseres Sonnensystems. Die Sonne erwärmte die frühe Erde gerade stark genug, sodass die Bedingungen für erste, einfache Lebensformen entstehen konnten. Vielleicht begann alles in einer heißen Quelle oder im Meer. Sogenannte Stromatolithen in Westaustralien gelten als die ältesten Fossilien. Die Kolonien von Mirkoorganismen sind 3,5 Milliarden Jahre alt.

Stromatolithen Quelle: ZDF

Vielfalt der Lebensformen

Qualle Art. 4 Quelle: ZDF


Später, etwa vor 2,1 Millionen Jahren, entstanden Vielzeller. Nach und nach entwickelten sich immer komplexere Organismen, das Leben eroberte die Ozeane der Welt. Erste Skelette formten sich. Vom einfachen Vielzeller bis zum heutigen Meeressäuger dauerte es Millionen Jahre. Auch auf dem Land war die Energie der Sonne der Motor zur Entstehung der unterschiedlichsten Lebensformen.

Durch die Entwicklung der Photosynthese mit Sonnenenergie ergaben sich Voraussetzungen für ganz neues Leben. Insekten, Reptilien, Vögel und Säugetiere eroberten die unterschiedlichsten Lebensräume auf der Erde. Über alle sechs Kontinente breiteten sich Tiere und Pflanzen aus. Angepasst an unterschiedlichste Bedingungen - an Savannen oder Wüsten ebenso wie an die Kälte der Pole. Es scheint keine Region auf der Erde zu geben, in der sich Leben nicht erfolgreich behauptet. Unser zentraler Stern, die Sonne, ist ein Glücksfall für unseren blauen Planeten. Denn die Entstehungsgeschichte der Erde ist eng mit der Geschichte unseres Sonnensystems und im Besonderen der Energie der Sonne verknüpft.

Der rote Riese

Betrachtet man die Sonne aus der Nähe, blickt man in ein Inferno aus Hitze und Licht. Sie ist ein höllischer Reaktor, ihr zähflüssiger Kern ein Hexenkessel. Bei 15 Millionen Grad Celsius verwandelt sich in einer permanenten Kernreaktion, einer Fusion, Wasserstoff in Helium. Dieser Prozess erzeugt Energie, die hunderttausend Jahre benötigt, um an die Oberfläche zu gelangen.

Doch dieser Prozess ist nicht endlos. Der "Fusionsofen" im Innern wird unsere Sonne noch fünf Milliarden Jahre lang weiter strahlen lassen, dann wird der Wasserstoffvorrat der Sonne aufgebraucht sein. In der Endphase bläht sich die Sonne durch weitere Erwärmung und Expansion auf ihren hundertfachen Durchmesser auf. Sie wird zu einem roten Riesen, der alle ihm benachbarten Planeten verschlingt. Eine weitere Milliarde Jahre später kollabiert sie dann zu einem unscheinbaren weißen Zwerg.

Lebensmotor Sonne

Erde mit Strahl, LN Quelle: ZDF


Die Erde ist im Vergleich zur Sonne winzig, sie würde über eine Million Mal in die Sonne passen. Die riesige Gaskugel ist so enorm groß, dass sie 99,9 Prozent der Masse unseres Sonnensystems in sich vereint. Das Sonnenlicht benötigt acht Minuten und 20 Sekunden, um auf die Erde zu kommen. Seine gefährliche, harte Strahlung wird von der Atmosphäre abgeschirmt.

Die Oberfläche der Sonne, die Photosphäre, ist ständig in Bewegung. Die brodelnde und explosive Gaskugel schleudert immer wieder Materie in den Weltraum. Das Maß der Sonnenaktivität wirkt sich auch auf unser Klima aus. Der Abstand zwischen Erde und Sonne schafft ideale Bedingungen. Die Sonne heizt die ihr zugewandte Erdseite mäßig auf, während sich die abgewandte Seite wieder abkühlt. Das Licht der Sonne bestimmt den Rhythmus auf der Erde, und ihre Energie ist die Quelle allen Lebens.

Weiter mit: Dem Urknall auf der Spur

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