Der Fortschritt schlägt zurück

Welchen Risiken sind wir ausgesetzt?

Der technische Fortschritt hat uns weit gebracht - zu weit? Viele Menschen fühlen sich von der rasanten Entwicklung in unserer Zeit erdrückt. Die Angst geht um, dass wir unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt werden: Pestizide im Essen, Gifte in der Luft, gefährliches Gen-Food auf dem Teller. Zivilisationskrankheiten scheinen unaufhaltsam auf dem Vormarsch zu sein. Was ist dran an der Fortschrittsangst, die viele immer wieder beschleicht?

Mann mit Gasmaske sitzt vor einer Gebäudewand Quelle: Getty Images

"Was kann man überhaupt noch essen?" ist eine oft gestellte Frage. Inhaltsstoffe in Lebensmitteln aus der "Chemieküche" der Industrie machen Angst. Sie werden für die stete Zunahme von Allergien verantwortlich gemacht. Auch Produkte, die mit Gentechnik in Verbindung stehen, gelten als bedenklich und werden von der Mehrheit strikt abgelehnt. Für viele steht fest: Fortschritt macht krank. Aber stimmt das überhaupt?

Schwierige Risikobewertung

Die Erfolgsbilanz unserer Industriegesellschaft ist eigentlich beeindruckend: Die Lebenserwartung steigt stetig. Die Medizin hat es geschafft, große Seuchen zu besiegen. Unser Angebot an Nahrungsmitteln war noch nie so vielfältig wie heute. Aber nur bei den wenigsten verbreitet sich ein Gefühl von Sicherheit. Denn die Gefahren, die uns heute umgeben, stellen uns vor eine neue Herausforderung: Die Risiken unserer Zeit werden immer komplexer, die Unterscheidung zwischen statistisch belegbarer und gefühlter Bedrohung ist für den Einzelnen oft schwierig.

Brennendes Flugzeug Quelle: Getty Images

Wie kommen wir zu einer Einschätzung darüber, was riskant und was vertretbar oder gar völlig unbedenklich ist? Wie entsteht unser Urteil über das Ausmaß eines Risikos? Die Suche nach den Antworten führt bis tief in die menschliche Vergangenheit: Die Vorgeschichte des Menschen als Jäger und Sammler liefert interessante Erklärungsansätze, warum zum Beispiel ein Raucher mehr Angst vor Pestiziden hat als vor der nächsten Zigarette und weshalb sich ein Extremsportler zwar auf steile Klippen hinaufwagt, das Flugzeug aber als lebensgefährliches Transportmittel meidet.

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