Der kosmische Supergrill

Woher kommt die Gammastrahlung?

Die Gefahr aus dem Weltraum ist nicht nur in Science-Fiction-Romanen zu finden, sondern wird zunehmend auch in wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Je mehr wir über das Universum lernen, desto klarer wird: Die Sicherheit, in der wir uns auf unserem Heimatplaneten wiegen, ist trügerisch. Gammastrahlen könnten unseren Planeten beispielsweise innerhalb kurzer Zeit nahezu unbewohnbar machen.

Hypernova
Hypernova

Gammastrahlung ist die gefährlichste Form von Strahlung und ein verräterischer Hinweis auf Atombombenexplosionen. Als Ende der 1960er-Jahre extrem hohe Gammastrahlung gemessen wurde, verdächtigte das amerikanische Militär zuerst die Sowjets geheimer Atombombentests. Bis eine Untersuchung schließlich zeigte, dass die Gammastrahlen tatsächlich aus dem Weltraum kamen.

Entstehung einer Supernova

Supernovas gerieten daraufhin als Hauptverdächtige ins Visier der Experten. Eine Supernova ist ein Riesenstern, mindestens achtmal so groß wie die Sonne, dem der nukleare Brennstoff ausgegangen ist. Während der Lebenszeit verhindert der Strahlungsdruck aus dem Inneren, dass der Stern unter seiner eigenen Masse zusammenbricht.


Doch nachdem der Riese ausgebrannt ist, geschieht das Unvermeidliche: Der Gigant kollabiert, um sich darauf in einer Explosion vollständig selbst zu vernichten. Dabei schleuderte er Wellen aus Staub und Strahlung in das Weltall. Eine sogenannte Supernova entsteht.

Aktenzeichen XY ungelöst

Allerdings sind die Fachleute mit ihrer Erklärung nicht ganz zufrieden: Das registrierte Strahlungssignal dauerte nur kurz und war viel zu intensiv für eine Supernova. Hätte die Strahlung die Erde statt nur wenige Sekunden einige Minuten lang getroffen, wäre es zur Katastrophe gekommen. Die Gammastrahlung hätte unsere Zivilisation lahmgelegt, alle Elektronik ausgeknockt - aber nicht nur das. Ihre zerstörerische Kraft hätte die Folgen jeder Atombombe in den Schatten gestellt. Die genaue Ursache für die gemessenen Signale blieb somit im Dunkeln.

Gammastrahlung
Strahlung Stern Text 3

Jahrzehnte später suchen Wissenschaftler immer noch nach der Quelle der Gammastrahlung. Gab es vielleicht ein anderes, ein äußerst seltenes kosmisches Ereignis - eine Hypernova? Eine Hypernova entsteht, wenn ein Stern mit mehr als 30 Sonnenmassen stirbt. Die Folgen sind über weite Entfernungen zu spüren und können das Leben auf der Erde bedrohen.

Gefahr durch Gamma Ray Bursts

Bei einer Hypernova entstehen an den Polen des sterbenden Riesen zwei scharf fokussierte Strahlenbündel - sogenannte Gamma Ray Bursts. In zehn Sekunden können solche Strahlen mehr Energie abgeben, als die Sonne in zehn Milliarden Jahren aussendet. Verfehlen die Strahlen die Erde, offenbart sich das Ereignis nur durch das Verschwinden des Sterns. Geriete die Erde aber in ihren Fokus, wäre die Gammastrahlung nicht zu übersehen.

Sie ionisierte die Atmosphäre und erzeugte im Nachthimmel spektakuläre Lichter. Die Strahlung würde aber auch schlagartig das Ozon in der Atmosphäre vernichten. In der Folge könnte tödliche Weltraumstrahlung ungehindert die Erde bombardieren und alles höhere Leben auslöschen.

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