Der X-Faktor

Kurven, Orgasmen und weitere weibliche Rätsel

Wissen | Leschs Kosmos - Der X-Faktor

Harald Lesch mit einem Kommentar zur Sendung Abenteuer Forschung: Der X-Faktor: Kurven, Orgasmen und weitere weibliche Rätsel

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.03.2017, 13:47

Für viele Männer ist die Frau ein Rätsel. Wenn sie wütend ist, fängt sie an zu heulen. Wenn sie sich freut, auch. Statt logischen Schlüssen zählt bei ihr nur das Gefühl - meint zumindest mancher Mann. Wie zutreffend sind die Klischees über die Geschlechterunterschiede? Und woher kommt die Verschiedenheit der Geschlechter und welche Bedeutung hat sie?

Harald Lesch folgt wissenschaftlich-analytisch den Erkenntnissen, die das Geheimnis Frau lüften sollen. Doch noch sind manche Rätsel ungelöst: Was macht der X-Faktor - das eine X-Chromosom mehr im weiblichen Erbgut - tatsächlich aus?

Vom Sinn der schönen Kurven

Von allen weiblichen Wesen dieser Welt ist die Frau des Homo sapiens das mysteriöseste. Schon die kurvenreiche Form ihres Körpers ist auffällig. Kein anderes Säugetier verfügt immerzu über pralle Brüste. Bei Affen-, Hundeweibchen und Co. schwellen sie nur an, wenn sie auch tatsächlich zur Milchproduktion gebraucht werden.

Allein die weibliche Version des Homo Sapiens leistet es sich, immerzu ausgeprägte Rundungen zu haben. Welche evolutionäre Bedeutung hat also die Brust einer Frau? mehr zum Thema ... Vom Sinn der schönen Kurven

Warum ist bei uns die Frau der Pfau?

Model auf Laufsteg
Model BI 2

In der Tierwelt ist die Rollenverteilung meist klar geregelt: die Männchen sind das schönere Geschlecht. Es muss auf sich aufmerksam machen durch schickes Gefieder, Balztänze, Röhren, Gehörn und andere Gebaren. Die Weibchen sehen dagegen oft schlichter aus, kümmern sich dafür aber um den Nachwuchs.

Und beim Menschen? Die Frau scheint ein Pechvogel der Evolution zu sein, geschlagen mit einer Doppelbelastung. Sie ist diejenige, die schwanger wird und meist auch die Kinder versorgt. Trotzdem soll sie auch diejenige sein, die sich für ihren Partner schön machen muss. Warum eigentlich?

mehr zum Thema ... Bilderserie: Warum ist bei uns die Frau der Pfau?

Was ist dran an den Steinzeitklischees?

Neandertaler zerlegen Wild
Der männliche Neandertaler gilt als Ernährer.

Der Alltag in der Steinzeit war scheinbar klar geregelt: Die Männer durchstreiften auf der Suche nach Beute tagelang die Wälder. Mit dem wertvollen Fleisch, das sie heranschafften, waren sie die Haupternährer ihrer Sippe. Die Frauen kümmerten sich im Schutz der Höhle vor allem um den Nachwuchs. Auf den ersten Blick ein einleuchtendes Bild. Doch wie genau widerspiegelt dieses Bild die Wirklichkeit?

Hinweise auf die Art der Arbeitsteilung in der Steinzeit fanden Archäologen erstmals in Grabstätten aus der Jüngeren Steinzeit. Die unterschiedlichen Grabbeigaben von Männern und Frauen schienen das angenommene Rollenschema zu bestätigen: In Gräbern von Männern entdeckten die Forscher Waffen für die Jagd und bei Frauen Töpfe für die Vorratshaltung und zum Kochen. Aber beweisen diese Funde tatsächlich das Modell von Hausfrau und Familienernährer?

mehr zum Thema ... Stimmt das Steinzeitklischee?

Gender-Medizin

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, das ist Menschenrecht. Aber vor den Gesetzen der Natur ist das nicht so. Ob Herzschwäche, Nierenfunktion oder die Rolle der Hormone: Geschlechter reagieren verschieden. Der berühmte "kleine Unterschied" zwischen Mann und Frau ist vor allem medizinisch gesehen gar nicht so klein. Das hat Konsequenzen für Diagnose und Therapie.

er weibliche Körper funktioniert nach eigenen Regeln. Auf Medikamente reagieren Frauen oft völlig anders als Männer. Und selbst Krankheiten können bei ihnen andere Symptome zeigen - mit lebensgefährlichen Folgen. Die medizinische Forschung hat das lange ignoriert. Inzwischen aber haben Forscher Erkenntnisse gewonnen, die nicht ohne Konsequenzen für die medizinische Therapie bleiben können.

mehr zum Thema ... Der große kleine Unterschied

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