Die Eroberung des Jenseits

Ein ewiges Wunder

Kein Wissenschaftler kann ein Instrument ersinnen, um damit das Jenseits sichtbar zu machen oder diese Welt experimentell zu erforschen. Die Grenze zwischen unserem Diesseits und dem Jenseits bleibt ein Rätsel. Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Das Reich der Toten ist für uns unerreichbar – und unausweichlich. Seit Anbeginn der Menschheit zieht es uns in seinen Bann.

Harald Lesch nimmt die Zuschauer mit auf eine aufregende Reise zu den Grenzen dessen, was Wissenschaft erforschen und erklären kann. Und womöglich ist diese Forschungsreise gerade deswegen besonders spannend.

Eine Reise in die Ewigkeit

Königin Teje
Die Mumie von Königin Teje liefert den Forschern neue Erkenntnisse.

Jede Kultur hat ihre eigenen Riten und Geschichten, die den Weg über die letzte Grenze beschreiben und begleiten. Die alten Ägypter glaubten, dass die Seele im Jenseits zu ihrem Körper zurückkehrt, aber nur, wenn sie den Körper wiedererkennen kann. Für das Seelenheil der Pharaonen verfeinerten die Ägypter deshalb über Jahrtausende die hohe Kunst der Mumifizierung.

Der Archäologe Stephen Buckley will die altägyptischen Geheimrezepte rekonstruieren. Wie hielt man die Prozesse der Verwesung auf, die in einem Leichnam sonst binnen Stunden einsetzen? Nur ein außergewöhnliches Experiment kann das faszinierende Rätsel der ägyptischen Mumien lüften.

Kryokonservierung

In einer Gesellschaft, die den Tod verdrängt, ist der Traum vom ewigen Leben eine treibende Kraft für Medizin und Wissenschaft. Einige Menschen glauben, eines Tages werde die Medizin in der Lage sein, alle Krankheiten zu heilen und das Altern aufzuhalten. So manch einer versucht deshalb, seinen Körper über die Zeit hinweg zu retten. Das Zauberwort dafür: Kryokonservierung.

Kryoniker lassen sich nach dem Tod bei Temperaturen von minus 196 Grad Celsius konservieren. Bereits 1967 warb die Gesellschaft für Kryonik in Arizona für eine ganz neue Methode, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen: Man könne sich nach seinem Tod einfrieren lassen und bekäme so die Chance auf Wiedererweckung. Die Vision: Eines Tages wird es möglich sein, aus diesem Frost-Schlaf zu erwachen … und nach dem Tod ein zweites Leben zu beginnen. Die Geschäftsidee funktionierte. Heute lagern bereits mehr als 200 Eismumien in den Hightech-Sarkophagen der Anbieter.

Die Zombies von Haiti

Frauen in Haiti bei einem Voodoo-Ritual
Für die Haitianer sind Zombies Opfer eines bösen Zaubers.

Schauergeschichten über sogenannte Untote, die als seelenlose Zombies Angst und Schrecken verbreiten, üben eine besondere Faszination aus. Doch der schaurig-schöne Mythos erscheint manchen Menschen als erschreckende Wirklichkeit.

Im Voodoo-Land Haiti ist man überzeugt, dass Zombies wirklich existieren. Schwarzmagier, sogenannte Bokor, sollen die Macht haben, Menschen in lebende Zombies zu verwandeln. Wie sie das tun, ist eine Wissenschaft für sich und ein gut gehütetes Geheimnis. Schließlich bedeutet dieses Wissen Macht. ... mehr zum Thema Die Zombies von Haiti

Ersatzteillager Mensch

Spenderherz in Kühlbox
Spenderorgane sind Mangelware, doch Forscher arbeiten an Alternativen.

In den letzten 100 Jahren hat sich unsere Lebenserwartung fast verdoppelt. Nicht zuletzt durch Organtransplantationen können viele Menschenleben gerettet werden. Doch die Wartelisten für Spenderorgane sind lang. So bekommt beispielsweise nur jeder dritte Deutsche auf der Warteliste auch tatsächlich ein Spenderherz. Und weltweit sterben jährlich 15.000 Patienten, während sie auf ein Organ warten.

Außerdem bergen Transplantationen ein Risiko für den Empfänger, denn das Immunsystem bekämpft das Fremdorgan und muss lebenslang medikamentös gehemmt werden. Aber neueste Entwicklungen auf dem Sektor der medizinischen Ersatzteile scheinen das Unmögliche möglich zu machen: Regenerative Medizin – Organe aus dem Reagenzglas. ... mehr zum Thema PLACEHOLDER

Der Blick ins Jenseits

Was uns tatsächlich nach unserem Tod erwartet, wir wissen nicht. Hinweise, wie es im Jenseits aussehen könnte, stammen aus Berichten von Menschen, die minutenlang als klinisch tot galten. Einige von ihnen sahen ein verlockendes Licht, empfanden ein tiefes Gefühl des Friedens oder hatten sogar den Eindruck, ihren Körper zu verlassen und die Geschehnisse an ihrem Krankenbett von oben zu betrachten. Sie hatten eine Nahtod-Erfahrung. Haben sie tatsächlich einen Blick über die letzte Grenze werfen können?

Kampfpiloten und Astronauten beim Beschleunigungstraining berichten von Erlebnissen, die den Nahtod-Erfahrungen erstaunlich ähnlich sind. Grund genug für die Forscher, beide Extremsituationen zu vergleichen. Was ist dran an dem vermeintlichen Blick ins Jenseits?

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