Die Wahrheit über Sex

Sind wir Sklaven der Hormone?

Ist die "schönste Nebensache der Welt" nur das Ergebnis hormoneller Zustände? Was steckt hinter diesen Steuermechanismen? Und: Was macht Sex nicht nur zu einem Vergnügen, sondern zu einem für eine Spezies überlebensnotwendigen Verhalten?

Intimes junges Paar
Intimes junges Paar Quelle: imago/INSADCO

Harald Lesch geht in "Abenteuer Forschung" der Frage nach, wie groß der kleine Unterschied tatsächlich ist und was ihn letztlich ausmacht. Die Suche nach Antworten führt zu erstaunlichen Erkenntnissen. Forscher sind den Faktoren auf der Spur, die im Verlauf der Embryonalentwicklung die Weichen stellen.

Wenn der Schein trügt

X-Chromosomen Text 1 Quelle: ZDF


Also, im Grunde ist doch alles klar, es gibt zwei geschlechtliche Varianten: Frauen und Männer. Aber was macht eine Frau zur Frau und einen Mann zum Mann? Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, wie es auf den ersten Blick scheint. Schaut man nämlich genauer hin, in die Chromsomen und die Hormone, also ins Reich der Moleküle, dann erkennt man, dass der äußere Schein trügen kann.

Ob das eine Rolle spielt? Und ob! Die Diskussionen um das Geschlecht der 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya macht die Problematik deutlich: Erst nach wochenlangen Untersuchungen wird sich klären lassen, ob Caster Semenya als Frau angesehen wird und ihre Goldmedaille behalten darf oder nicht. mehr...

Den Hormonen auf der Spur

Kind mit Puppe Text 2 Quelle: ZDF


Gab es noch in den 1950er-Jahren Wissenschaftler, die der Meinung waren, dass die Erziehung den Hauptunterschied zwischen Jungen und Mädchen ausmacht und die Geschlechtsrolle prägt, gelten inzwischen die biologischen Faktoren als maßgebend. Die Ausprägung des Geschlechts und die geschlechtliche Identität sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels vieler Faktoren, und Hormone nehmen dabei eine Schlüsselstellung ein.

Wie kommt es eigentlich zur Ausbildung der unterschiedlichen Geschlechter und wann entwickelt sich unser Verständnis dafür? Die Forschungsergebnisse sind hier recht eindeutig. Zu Beginn unseres Lebens sind wir eben keine unbeschriebenen Blätter, die durch Erziehung, Umwelt und Kultur erst beschrieben werden, sondern wir kommen mit Veranlagungen und einer biologischen Grundausstattung auf die Welt, die uns von vorneherein für immer prägt. mehr...

Was dirigiert die Partnerwahl?

Küssen Text 3 Quelle: ZDF


Egal, in welcher Kultur wir leben und wie sehr wir uns auch den natürlichen Vorgaben zu widersetzen versuchen: Unsere Existenz dient alleine der Vermehrung unserer Art. Damit wir diese Aufgabe erfüllen können, sind Männlein und Weiblein mit unterschiedlichen Hormonen ausgerüstet.


Wir sind zwar nicht Sklaven der Hormone, aber Hormone sind als Impulsgeber für die "technische und biochemische Ausstattung der jeweiligen Geschlechtsvariante" unerlässlich. mehr...

Die Sache mit der Fortpflanzung

GenetischeProben, Text 4 Quelle: ZDF


Das geschlechtliche Verlangen erscheint uns selbstverständlich. Dabei ist es eigentlich nur ein Trick der Evolution, um die Nachkommenschaft zu sichern. Denn ohne den mächtigsten aller animalischen Triebe würden wir aussterben.


Hormone sind bei der Partnerwahl mit im Spiel, wenn es darum geht, wer der Beste unter den Bewerbern - oder die Geeignetste unter den Bewerberinnen ist. Es sind Botenstoffe im Gehirn, die bei Verliebten für den Ausnahmezustand sorgen. Bei Partnern in langen Beziehungen steigt der Spiegel an sogenannten Bindungshormonen im Blut. mehr...

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