Drillen oder chillen?

Der Weg zum Superkind

Kindererziehung scheint heute eine echte Wissenschaft zu sein. Und vor allem stellt sich die Frage: wann fängt man damit an? In USA besucht man schon die "Pränatal-Universität", aber vielleicht genügt ja auch Drill vom Kleinkindalter an und andere setzen auf Psychopharmaka für ihre Kids. Spannende Versuche geben Aufschluss darüber was wirklich sinnvoll ist.

Professor Harald Lesch sucht in dieser Folge von "Abenteuer Forschung" nach Antworten fernab aller Erziehungsratgeber und erklärt, wie die Wissenschaft den Weg zum Superkind finden will.

Wie sinnvoll ist frühkindliche Förderung?

Kinder mit Chinesischen Zeichen
Schon die Kleinsten lernen chinesische Zeichen.

Eltern sind verunsichert: Immer mehr Frühförderungsangebote überschwemmen den Markt. Von pränataler Musikbeschallung, zweisprachigen Kindergärten bis zu Algeb-ra und Physik für Dreijährige. Und wenn dann noch Zeit bleibt: Klavierstunden. Doch was davon ist sinnvoll, und wann ist die Grenze zur Überforderung überschritten?

Kindererziehung scheint heute eine echte Wissenschaft zu sein. Aus der Schwangerschaft wird bereits die erste Ausbildungsphase für den neuen Erdenbürger. Neun Monate im Bauch der Mutter Ruhe und Geborgenheit? Das war einmal. In den USA besuchen manche Eltern mit ihrem ungeborenen Kind eine sogenannte "Pränatal-Universität". Eine gezielte Ansprache soll dem Baby schon im mütterlichen Bauch einen Startvorteil verschaffen. Eine schlaue Strategie fürsorglicher Eltern oder Hysterie?

mehr zum Thema ... Frühkindliche Förderung

Drill von Anfang an

Chinesische Schüler beim Yoga
Drill und Disziplin hat in China System. Quelle: dpa

In vielen Ländern Asiens stehen Fleiß, Drill und Disziplin im Mittelpunkt der schulischen Förderung. Eine erfolgreiche Strategie, wenn man internationalen Vergleichs-tests Glauben schenkt. In der PISA-Studie belegen die asiatischen Schulen lange vor den europäischen Spitzenplätze. Ist unsere liberale Erziehung eine Sackgasse in der globalisierten Welt?

Wie, fragen sich Eltern, sollen sie ihren Goldschatz denn fordern, damit sie ihn richtig fördern? Wie lässt sich Erfolg garantieren auf der großen Bühne des Lebens? Die wenigsten Eltern wollen der Entwicklung ihrer Kinder einfach freien Lauf lassen.

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Klüger durch Hirndoping

Verschiedenen bunte Pillen
Psychopharmaka für Höchstleistungen Quelle: dapd

In einer Gesellschaft, die so sehr auf Leistung getrimmt ist wie die unsere, kommen alle an ihre Grenzen, auch und gerade Kinder und Jugendliche. Überforderung wird zum Normalfall. Da liegt es nahe, im Tablettenschränkchen etwas zu suchen, was den Kleinen ohne großen Aufwand auf die Sprünge helfen könnte.

Es ist ein Menschheitstraum: eine Pille einwerfen und mühelos zum Überflieger wer-den. In dem amerikanischen Triller "Ohne Limit" geht es genau um so ein Wunder-mittel, das schlau und erfolgreich macht. Doch diese Vision scheint schon Realität zu werden. Am deutlichsten zeigt sich der Trend in den USA: An manchen Elite-Universitäten schlucken hier schon bis zu 25 Prozent der Studenten Psychopharmaka, um ihren Geist zu Höchstleitungen zu pushen.

Das Schokoriegel-Orakel

Mädchen sitzt vor Schokolade
Geduld als Testbarometer

Wovon hängt der Erfolg eines Menschen im Leben eigentlich ab? Generationen von Wissenschaftlern machen sich Gedanken darüber, wie man Intelligenz - und damit den zu erwartenden Erfolg im Leben - messen könne. Bekannt sind Intelligenztests, die Auskunft geben sollen über das allgemeinen intellektuelle Leistungsvermögen eines Menschen.

Aber so richtig überzeugend ist das nicht, denn - selbst wenn manche Aufgaben ein Maß für den IQ sein könnten - ein hoher IQ ist noch kein Garant für ein erfolgreiches Leben. Viel interessanter sind da schon einige höchst erstaunliche Ergebnisse aus der Verhaltensforschung. Und die Aufgabenstellung ist erstaunlich schlicht. Man braucht dazu nur Schokolade?

Was wir von Ratten lernen

Grafik einer Ratte
Eine Studie an Ratten bringt neue Erkenntnisse

Ausgerechnet Ratten haben unser Verständnis von der Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung revolutioniert. von ihnen kann man lernen, was Mutterliebe asulösen kann.
Versuche zeigen, dass das Verhalten der Eltern Rückwirkungen auf das Gehirn und seine Möglichkeiten der Krisen- und Konfliktbewältigung hat.

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