Erde 2010: Das Interview

Ein ungewöhnlicher Jahresrückblick

Gewaltige Überschwemmungen, heftige Erdbeben, zerstörerische Feuer, vernichtende Ölkatastrophen: Das Jahr 2010 hatte es in sich. Was sich für uns Erdenbewohner als dramatische Ereignisse ins Gedächtnis einprägte, war aus Sicht der Erde kaum bemerkenswert, das Übliche eben. Sie hätte von diesem Jahr nichts Besonderes zu berichten. Oder doch?

Harald Lesch geht dem Befinden der Erde auf den Grund. So entsteht ein ungewöhnlicher Jahresrückblick, der die erstaunliche Vielfalt der Ereignisse 2010 in einem neuen Licht präsentiert. Bahnbrechende Entdeckungen, verheißungsvolle Expeditionen und geniale Erfindungen versprechen ein Kaleidoskop, das unseren Planeten schillern lässt.

Das Jahr im Rückblick

Die Erde
Earth Day - Erdkugel Quelle: imago


Selten erschütterten so viele Naturkatastrophen geballt die Nachrichtenwelt wie 2010. Was waren die Auslöser? Für die Wetterkatastrophen in Pakistan und Russland trägt Mutter Erde nicht allein die Verantwortung. Sie entwickelten sich aus einem engen Geflecht zwischen den natürlichen Vorgängen auf unserem Planeten und den Handlungen seiner Bewohner. mehr ...

Langsam aber sicher verändern wir unsere Welt, das Gesicht der Erde, dauerhaft. Sind Jahrhundertflut und Jahrtausendhitze Vorboten des Klimawandels, ist die Veränderung bereits in vollem Gange? Kann der Blick aus Sicht der Erde Licht in dieses Dunkel bringen?

Gehören Naturkatastrophen bald zum Alltag?


Im Juli 2010 lässt eine noch nie da gewesene Hitzewelle mit Rekordtemperaturen ganze Landstriche in Russland abbrennen. Kurze Zeit später ertrinkt Pakistan in einer Jahrhundertflut. Die beiden Katastrophen fordern neben enormen Sach- und Umweltschäden Tausende von Opfern.

Experten sehen einen direkten Zusammenhang zwischen der globalen Erwärmung und einer Zunahme an extremen Wetterphänomenen. Ist der Klimawandel schuld an Naturkatastrophen wie den verheerenden Waldbränden in Russland oder den Überschwemmungen in Pakistan? mehr ...

Pulverfass Island


Die Erde "hustet" und der Mensch sieht sich einer Katastrophe gegenüber. Der Ausbruch des isländischen Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen hat unsere technisierte Welt aus den Fugen gekippt. Erstmalig in der Geschichte der Luftfahrt wurde Europa vom Rest der Welt aufgrund eines Naturereignisses abgeschnitten.

Für die Erde ist die Macht der Vulkane aber nichts Neues. Sie gehört selbstverständlich zu ihrer Geschichte, dabei ging es in früheren Zeiten erheblich heftiger zu. mehr ...

Die schlummernde Ölpest

Ölplattform im Golf von Mexiko nach Brand gesunken.
Ölplattform im Golf von Mexiko Quelle: ap


Was kümmert es die Erde, wenn wir Menschen beängstigende Entwicklungen verzeichnen? Selbst die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird sie verkraften. Aber die Folgen für das Leben im Meer könnten verheerend sein. Dabei haben wir gerade in diesem Jahr eine Inventur der Ozeane abgeschlossen.

Schätzungsweise 80 Prozent der Ozeane gelten als erforscht. Ob wir die jetzt noch verborgenen Lebewesen auch entdecken, wird ein Wettlauf mit der Zeit. Denn am Meeresgrund schlummert eine lang unterschätzte Gefahr. mehr ...

Wie viel Neandertaler steckt in uns?


Lange galt der Neandertaler als tumber Fehlversuch der Evolution. Doch im Jahr 2010 rückten ihn Forscher in ein neues Licht. Sie konnten erstmalig Erbgut aus seinen morschen Knochen gewinnen und entschlüsseln. Die Enthüllungsarbeit verändert das bis heute überlieferte Bild des Neandertalers.

Nach der gängigen Theorie traf der Neandertaler vor mehreren 10.000 Jahren auf den modernen Menschen, unseren direkten Vorfahren, den Homo Sapiens Sapiens. Mensch und Neandertaler kämpften um denselben Lebensraum, und nur einer behauptete sich - doch das ist nicht die ganze Wahrheit. mehr ...

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