Erde außer Atem

Wie viel Kohlendioxid verträgt unser Planet?

Die chemische Formel CO2 ist in aller Munde - alle Lebewesen atmen Kohlendioxid. Ohne dieses Gas wäre unsere Existenz auf der Erde unmöglich. Heute leidet Kohlendioxid jedoch unter einem schlechten Image. Es scheint als "Klimakiller" unser Leben zu bedrohen. Wie gerechtfertigt ist dieser Vorwurf und was sind die vielversprechendsten Maßnahmen, um auf die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre Einfluss zu nehmen?

Erde wird von Sonne bestrahlt (Trick)
Erde wird von Sonne bestrahlt (Trick) Quelle: ZDF

Das Leben auf der Erde verdanken wir einem glücklichen Zufall: Das Gas Kohlendioxid liegt genau in der richtigen Konzentration vor, um uns eine schützende Atmosphäre mit lebensfreundlichen Temperaturen zu bescheren. Als Träger von Kohlenstoff, dem wichtigsten Baustein allen Lebens, ist es aber auch an allen biologischen Kreisläufen beteiligt.

CO2 unter Verdacht

Sturmwelle am Meeresufer
Sturmwelle Quelle: ZDF


Doch es gibt noch ein anderes, furchterregendes Gesicht des unsichtbaren Gases: In hoher Dosis tötet es binnen Minuten. Verheerende Katastrophen wurden dadurch schon verursacht - die bisher spektakulärste ereignete sich 1986 am Lake Nyos, einem vulkanischen Kratersee in Afrika. Was weiß man von der Entstehung natürlicher CO2-Vorkommen und wo ist mit Risiken zu rechnen? Wissenschaftler versuchen, die Gefahr, die von solchen Quellen ausgeht, zu kontrollieren.

Ins öffentliche Interesse ist CO2 aber gerückt, seitdem es als Treibhausgas für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Glaubt man den Prognosen, steuern wir auf eine Zukunft mit Wirbelstürmen, Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen zu. Jährlich gelangen circa 400 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre, und nur drei Prozent davon stammen aus anthropogenen Emissionen. Kann dieser geringe Anteil überhaupt ausreichen, um das Erdklima aus dem Gleichgewicht zu bringen? Und gibt es überhaupt ein Klima im Gleichgewicht?

Wie können wir das Klima schützen?

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Erde vom Feuerball bis zum Eisplaneten schon die verschiedensten Klimata "erlebt" hat. Allein der moderne Mensch hat sich an das ungewöhnlich stabile Klima der vergangenen Jahrtausende angepasst. Jede Abweichung von dieser Norm würde für uns großen Schaden bedeuten und enorme Anpassungsleistungen notwendig machen.


Die Rolle, die Kohlendioxid für die Veränderungsprozesse spielt, steht im Mittelpunkt vieler Forschungsprojekte auf der ganzen Welt. Aber welche Maßnahmen die Bilanz von CO2 zu beeinflussen, sind sinnvoll und welche entpuppen sich als blinder Aktionismus? Professor Harald Lesch geht der wahren Geschichte des "Atems der Erde" auf den Grund und stellt Lösungsansätze vor, mit denen die Wissenschaft dem Klimaproblem begegnet - dezentral, in kleinen Schritten und auf lokale Gegebenheiten abgestimmt.

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