Fisch ist aus!

Von vollen Netzen und leeren Meeren

Lange Zeit galten die Meere als eine unerschöpfliche Quelle für Fisch und Meeresfrüchte. Doch heute halten immer mehr Fischarten dem Druck der Überfischung nicht mehr stand und drohen, aus den Ozeanen zu verschwinden. Längst reichen Fangquoten und -verbote nicht mehr aus, um die gefährdeten Bestände erneut aufzubauen.

Fische im Netz
Fische im Netz Quelle: ZDF

Harald Lesch berichtet in "Abenteuer Forschung: Fisch ist aus!" über das Ringen um eine schwindende Ressource. Er geht auf die Suche nach neuen Erkenntnissen über das Verhalten der Tiere des Ozeans, und er beleuchtet Versuche, mit neuem Wissen und durch Technik einen Weg aus der Misere zu finden.

Überfischung der Meere

Schon jetzt hat die intensive Befischung viele Fischbestände stark dezimiert. Doch das ist nicht die einzige Konsequenz. Der immer stärker werdende Fischereidruck greift sogar in die Evolution der Meeresbewohner ein und verändert ihr Fortpflanzungsverhalten.


Hoffnung für die bedrohten Bestände kommt aus der Fischereiindustrie selbst: neue, schonendere Techniken werden entwickelt, die sich spezifische Verhaltensweisen der Fische zunutze machen. Kann die Meeresforschung den Exodus vieler Arten noch verhindern?

Aquakultur der Zukunft

Schon seit Längerem sucht man nach Alternativen, um den immer noch steigenden Fischbedarf zu decken. Die Fischzuchtbranche boomt wie keine andere, und die Fortschritte auf diesem Gebiet sind verblüffend. Bereits jetzt stammt die Hälfte aller Speisefische aus Zuchtbetrieben.


Auch werden ständig neue Arten für die Massenaufzucht erforscht und immer raffiniertere Zuchtmethoden entwickelt. Deutsche Wissenschaftler und Ingenieure bauen momentan die modernste Fischzuchtanlage der Welt - erstaunlicherweise fernab vom Meer.

Teufelskreis Fischfutter

Doch der Boom der Aquakultur hat eine zweite Plünderungswelle in den Meeren ausgelöst. Der enorme Futterbedarf vieler Farmfische wird wiederum durch Fische gedeckt und erhöht so noch den Druck auf die Fangfischerei.


Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Neue Futtermittel sollen helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen. Die Anstrengungen, die die Wissenschaft dabei unternimmt, zeigt, wie wichtig Fisch als Nahrung für uns ist.

Große Jagd nach kleinen Tierchen

Die Suche nach neuen Meeresressourcen wird immer intensiver. Um Fischfutter für Zuchtfische zu gewinnen, setzt man auch auf die Kleinsten in den Weltmeeren.


Neue Hoffnungsträger sind winzige Krebschen, Vertreter des Zooplanktons. Doch einige Forscher warnen vor einem bedenkenlosen Abschöpfen und den Gefahren, die dieser massive Eingriff in die Nahrungskette mit sich bringt.

Verschwenderische Fangmethoden

Die Fischressourcen der Ozeane werden knapp. Dennoch werden jährlich etwa 30 Millionen Tonnen aller gefangenen Fische tot wieder über Bord geworfen - als Beifang.


Intensive Forschungen zu selektiveren Fangmethoden und nachhaltiger Fischerei sollen versuchen, dem entgegenzuwirken.

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