Gefährliches Wissen - Forschung für den Terror

Wissen | Leschs Kosmos - Gefährliches Wissen - Forschung für den Terror

Harald Lesch mit einem ausführlichen Kommentar zum Thema der Sendung "Gefährliches Wissen - Forschung für den Terror"

Beitragslänge:
11 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.07.2017, 00:00

20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges kehrt die nukleare Bedrohung plötzlich zurück. Während der Iran an einer Atombombe zu basteln scheint, testet Nordkorea Langstreckenraketen. Doch reichen die technischen Mittel eines armen Landes aus, um uns mit einer Atombombe zu bedrohen? Und wie können wir uns dagegen schützen?

Harald Lesch verfolgt in Abenteuer Forschung eines der brisantesten Themen unserer Zeit und wirft einen Blick hinter die Kulissen: Welche Voraussetzungen erfordert der Bau einer nuklearen Bombe? Wer verfügt über geeignete Uranvorkommen? Und was, wenn nukleares Material in die Hände von Terroristen gerät?

Machtfaktor für die einen - Albtraum für die anderen

Bombentransport
Der Ausgangpunkt jeder Bewaffnung ist Angst vor möglichen Angreifern.

Der Kalte Krieg ist vorbei, aber die atomare Gefahr ist zurück. Bei einem Angriff auf eine Metropole mit modernen Atomwaffen würden die Folgen alles bisher Bekannte in den Schatten stellen. Schon in wenigen Sekunden wären Millionen Menschenleben ausgelöscht. Die Auswirkungen von Fallout und Verstrahlung lassen sich kaum abschätzen. Droht in Zukunft wirklich ein atomarer Anschlag – etwa vom Iran?

Seit fünf Jahren laufen im Iran die Zentrifugen zur Anreicherung von Uran auf Hochtouren. Schon im „Manhattan-Projekt“ zum Bau der ersten Atombombe entfielen 90 Prozent des Aufwands auf die Herstellung hochreinen Urans 235. Ist das nötige spaltbare Material hoch angereichert und in ausreichender Menge verfügbar, ist es zu einer funktionsfähigen Bombe nur noch ein kleiner Schritt.

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Star Wars im 21. Jahrhundert

Grafik: Abschuß einer Rakete in 400  Kilometer Höhe
Die Verteidigerrakete soll im Weltraum den Angreifer rammen.

In der besten aller Welten wären alle daran interessiert, den neuen Irrsinn atomarer Bewaffnung  zu verhindern, in dem sie selbst auf die Atombombe verzichteten. Doch leider wird das so schnell wohl nicht passieren. Deshalb ist es notwendig, sich vor der neuen Bedrohung zu schützen.

Irans Mittelstreckenraketen reichen bereits heute bis Europa. Seit Jahren versuchen die Amerikaner, einen Schutzschild gegen nukleare Raketenangriffe aufzubauen. Doch wie lässt sich eine Rakete abwehren, die für ein Bodenradar so schwer zu orten ist wie eine Heuschrecke und die auch noch mit 20-facher Schallgeschwindigkeit fliegt?

Die Tücke von Panikwaffen

Sprengsatz
Ein Sprengsatz mit nuklearem Material hätte verheerende Folgen.

Trotz des Rüstungspotenzials mancher Staaten gilt ein Angriff mit einer Waffe von der Dimension einer Atombombe derzeit als unwahrscheinlich. Aber man muss gar nicht zu Raketen greifen, um bei uns Angst und Schrecken zu verbreiten – eine kleine „schmutzige Bombe“ tut es auch.

Mit simplen Techniken können selbst kleine Terrorgruppen unseren Alltag komplett verändern. Es genügen kleine Mengen an radioaktivem Material, ein einfacher Sprengsatz und Zugang zu einer für die Zündung geeigneten Stelle. Doch woher könnte das radioaktive Material für eine solche Bombe stammen? Zwei Beispiele zeigen, wie einfach der Zugang zu radioaktivem Material sein kann.

Bikini-Atoll – das strahlende Paradies

Bikini-Atoll
Das Bikini-Atoll hat eine traurige Vergangenheit.

Fast genauso gefürchtet wie die unmittelbare Zerstörungskraft von Kernwaffen ist die damit verbundene radioaktive Verseuchung, die eine Explosion zur Folge hätte. Die Langzeitwirkungen von Atombomben lassen sich am Bikini-Atoll im Südpazifik studieren.

Das Atoll war in den 1940er und 1950er Jahren Schauplatz von über 20 Atombomben-Explosionen. Heute kann man dort zwar wieder bedenkenlos am Strand spazieren gehen. Doch aus gutem Grund ist das Bikini-Atoll noch immer unbewohnt.

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