Die heimliche Invasion

Fremde Arten breiten sich aus

Wissen | Leschs Kosmos - Die heimliche Invasion

Zahlreiche Tierarten erobern schleichend neue Territorien. Die Eindringlinge verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Manche bedrohen die Gesundheit der Menschen. Und nichts scheint sie aufzuhalten.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2015

Weltweit erobern zahlreiche Tierarten schleichend neue Territorien – auch in Deutschland. Die Eindringlinge verursachen weltweit Schäden in Milliardenhöhe. Manche bedrohen sogar die Gesundheit der Menschen, bedrohen Wälder oder Lebensgemeinschaften im Nordmeer. Nichts scheint sie aufzuhalten. Und wenn sie sich erst einmal eingenistet haben, wird man sie nur schwer wieder los.

Harald Lesch enthüllt den enormen Aufwand, mit dem gegen Königskrabben, Feuerameisen und andere invasive Arten gekämpft wird, und zeigt Strategien, wie man die lästigen Einwanderer in Schach halten kann.

Unscheinbare Falter auf dem Vormarsch

In weniger als 100 Jahren hat der Pinien-Prozessionsspinner Frankreich bis zur Bretagne erobert. Dabei kommt er ursprünglich aus Südspanien. Der Schmetterling wird sich im Zuge des Klimawandels weiter nach Norden ausbreiten, davon gehen die Forscher aus. In Zukunft könnte er auch nach Deutschland einwandern. Im Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs, dem größten Forst Europas, wachsen vor allem Seekiefern. Im Winter 2010 zeigten sich an einem Drittel der Kiefern starke Schäden, vier Prozent waren völlig kahl. 800 Raupen können einen sieben Meter hohen Baum im Laufe nur eines Winters entnadeln.

Die unscheinbaren Tierchen sind nicht nur eine Gefahr für Kiefern: Sobald eine Raupe sich bedroht fühlt, setzt sie ihre Waffe ein – Brennhaare. Die winzigen Härchen enthalten ein Nesselgift. Schwirren sie durch die Luft, sind sie eine Gefahr für Tiere und Menschen. Die Brennhaare können Hautausschlag auslösen, Asthmaanfälle oder Allergien. Selbst die isolierten Haare bleiben zwölf Jahre lang giftig. Auch die Gespinste der Raupen sind voller Brennhaare und können deshalb nur mit viel Aufwand entfernt werden.

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