Kunststoffe

Die dunkle Seite des Erfolgs

Kunststoffe gelten als universelle Werkstoffe, mit denen sich für die verschiedensten Anwendungen die richtige Antwort finden lässt. Die rasante Ausbreitung der Kunststoffe hat allerdings Konsequenzen, die erst allmählich zutage treten. Insbesondere die lange Haltbarkeit der Kunststoffe ist eine große Hypothek für unseren Planeten.

Harald Lesch widmet sich in "Abenteuer Forschung" den Stoffen aus der Retorte, ohne die unser modernes Leben nicht denkbar wäre. Kunststoffe eröffnen uns seit Jahrzehnten scheinbar unendliche Möglichkeiten. Doch welcher Preis ist dafür zu zahlen? Und: Was können wir tun, damit dieser bezahlbar bleibt?

Hormonell wirkende Stoffe


Seit Jahrzehnten beobachten Ärzte in der westlichen Welt eine beunruhigende Veränderung. Immer mehr Paare bleiben ungewollt kinderlos. Die Fruchtbarkeit, vor allem der Männer, nimmt langsam, aber stetig ab.


Auf der Suche nach den Ursachen führt eine Spur zu Chemikalien, die eine ähnliche Wirkung haben wie Geschlechtshormone: zu speziellen Bestandteilen von Kunststoffen. Eine Vielzahl an maßgeschneiderten Zusatzstoffen hat "Nebenwirkungen", die erst jetzt offenbar werden.mehr ...

Wie Plastik die Welt eroberte


"Kunst"-Stoff revolutionierte einst die Industrie als neues technisches Material und erfüllte die Gesellschaft in den 1950er- und 1960er-Jahren mit einem Hochgefühl. Er galt als der "Stoff der tausend Möglichkeiten". Die Welt war begeistert von den abwaschbaren Oberflächen, die nicht verrotten oder verrosten, und die Gegenstände waren so leicht und bunt und schön. mehr ...

Alles begann mit der Faszination eines Stoffes, der einst aus dem Saft des mittelamerikanischen Kautschukbaums gewonnen wurde. Als Entdecker und Eroberer erkannten, welches Potenzial der Stoff hat, den Urvölker zum Abdichten ihrer Boote verwendeten, startete ein dramatischer Wettlauf: Zunächst sollten Plantagen mit Kautschukbäumen den stetig wachsenden Bedarf decken. Schließlich entwickelten Chemiker Methoden, synthetischen Kautschuk herzustellen. Der Beginn einer unvergleichlichen Entwicklung: Kunststoff eroberte alle Lebensbereiche und prägte das Lebensgefühl einer Generation.

Endlager Ozean


Wenige Jahrzehnte sind seit der weltweiten Vermarktung von Plastik vergangen, und schon sammelt sich Plastikmüll im Nordpazifik auf einer Fläche so groß wie Mitteleuropa. Die extreme Haltbarkeit von Kunststoffen, die wir als positive Eigenschaft des Materials sehr schätzen, entpuppt sich bei der Entsorgung als Fluch.

Plastikmüll, der nicht verbrannt oder recycelt wird, hat gute Chancen, früher oder später in den Ozeanen zu landen. Für Meeresbewohner, die darin ihre Beute sehen, werden die Kunststoffe zur gefährlichen Falle. Welche Folgen das auf Dauer haben kann, ist noch nicht abzuschätzen.mehr ...

Ersehnte Hilfe gegen die Ölpest


Immer wieder lösen Ölunfälle weltweit Empörung aus, und es drängt sich die Frage auf, ob sich die Natur davon je wieder wird erholen können. Doch in den Ozeanen gibt es auch natürliche Austritte von Erdöl. Hier suchen Forscher nach bislang unbekannten Organismen, die Erdöl auf natürliche Weise abbauen.

Ziel ist es, die "Selbstheilungskräfte" der Natur zu nutzen, um sie bei einer Katastrophe einsetzen zu können. Erste Erfolge im Labor gibt es bereits, doch können die Methoden auch im offenen Meer angewandt werden? mehr ...

Biomaterialien auf dem Vormarsch


Plastik hat eine enorme Karriere hingelegt. Das Material umgibt uns in allen Lebensbereichen, auch da, wo wir es nicht vermuten. In nur 100 Jahren sind wir komplett abhängig von Stoffen geworden, mit denen wir unsere natürliche Umwelt zerstören. Wie schaffen wir es, aus diesem Teufelskreis herauszukommen?

Zur Herstellung von traditionellem Plastik ist Erdöl unerlässlich. Doch der Rohstoff ist knapp, und die gefertigten Güter sind nicht nur im Gebrauch, sondern auch als Abfall sehr widerstandsfähig. Man müsste Kunststoffe schaffen, die biologisch abbaubar sind und so dem normalen Kohlenstoffkreislauf wieder zugeführt werden können - natürliche "Kunst"-Stoffe. mehr ...

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