Mythen, Monster, Weltrekorde

Geheimnisvolle Tiefsee

Die Oberfläche des Mars ist uns vertrauter als die Landschaft am Grund der Meere. Zwar hat man in diesem Jahr ein zehnjähriges Forschungsprojekt zum Leben in den Ozeanen abgeschlossen und Tausende neue Arten entdeckt, doch ist die Gestalt des Meeresbodens noch immer weitgehend "Terra incognita".

Professor Harald Lesch stellt die Pioniere der Tiefseeforschung vor, berichtet über seltsame Wesen in der Dunkelheit und die neuesten Forschungsergebnisse zu diesem schwer erreichbaren Lebensraum.

Wettlauf in die Tiefe


Die Meere, lange Zeit mythenumwoben, sind bis heute immer noch ein faszinierender und geheimnisvoller Lebensraum, der Abenteurer und Entdecker lockt. Lange Zeit glaubten die Menschen, dass kein Leben unter den Bedingungen der Tiefsee existieren kann. Ozeane galten ab einer Tiefe von 500 Metern als unbelebt. mehr ...

Erst Ende des 19. Jahrhunderts unternahmen wagemutige Pioniere Expeditionen, um mehr über die Tiefsee zu erfahren. Damals war an ein Abtauchen zum Meeresboden noch nicht zu denken. Die Forscher versuchten von der Meeresoberfläche aus, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Erst durch den technischen Fortschritt war es den Menschen möglich in die Ozeane hinabzutauchen. Es entwickelte sich ein regelrechter Wettlauf in die Tiefe - die Erforschung der Tiefsee wurde zur Nebensache.

Seltsame Kreaturen


Was Forscher heute mithilfe von speziellen Tauchbooten und Robotern noch bis in 10.000 Meter Tiefe entdecken, zeigt uns eine fremd anmutende, bizarre Welt. Sie begegnen in der Tiefe seltsamen Kreaturen mit faszinierenden Überlebensstrategien.


So ist die Tiefsee nicht vollständig dunkel: Lichter blitzen immer wieder auf, wie Irrlichter in der ewigen Nacht. Sie werden von Tieren erzeugt und dienen der Nahrungssuche, dem Anlocken von Partnern oder der Verteidigung. Ein mystisches Blitzgewitter mit oft dramatischen Folgen. mehr ...

Kartierung des Meeresbodens


Forscher wollen die einzigartigen Landschaften in der Dunkelheit der Tiefsee genau erkunden. Doch U-Boote oder Tauchroboter verfügen nur über einen begrenzten Lichtstrahl, zu klein, um die einzigartigen Landschaften genau auszuspähen. Es bietet sich nur ein Blick wie durch ein Schlüsselloch. Wie können Forscher trotzdem eine genaue Karte des Meeresbodens erstellen?

Mit Sonaren und mithilfe von Satelliten sind Wissenschaftler dabei, ein immer genaueres Bild der Landschaft zu erstellen, die unter Wasser verborgen ist. Bei einem virtuellen Spaziergang auf dem Meeresboden sind kilometertiefe Täler zu erkunden und der höchste Berg der Erde ist - nach neuen Messungen - nicht der Mount Everest, sondern "Big Island", eine hawaiianische Insel. mehr ...

Hexenküche Meeresboden


Am Meeresboden des Pazifiks gibt es ein gewaltiges Massiv aus aktiven Vulkanen und viele Risse und Gräben, aus denen heißes Magma quillt. Wissenschaftler sind den unterseeischen Aktivitäten auf der Spur. Wie wirken sich diese geologischen Zeitbomben auf das Leben unter Wasser aus und wie machen sie sich für uns an Land bemerkbar?

Auch die Inseln von Hawaii entstanden einst durch unterseeische Vulkane, die sich ihren Weg an die Meeresoberfläche bahnten. Forscher vermuten einen sogenannten Hot Spot unter der Insel Big Island. Über einem Hot Spot schmilzt die Erdkruste auf und Magma tritt aus. Big Island hat seine Existenz fünf Vulkanen zu verdanken, von denen einige noch aktiv sind. Sie lassen die Insel weiter wachsen. mehr ...

Korallenpracht in der Finsternis


Mit Korallen verbindet man üblicherweise tropische, lichtdurchflutete Gewässer, in denen sich farbenfroh schillernde Korallenriffe wie prächtige Blumenfelder ausbreiten.


Inzwischen weiß man, dass nahe Verwandte dieser bunten Gebilde auch in völliger Dunkelheit und kalten Strömungen gedeihen. Doch kaum haben Forscher sie entdeckt, sind sie auch schon bedroht durch schädliche Umwelteinflüsse. mehr ...

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