Schlauer als erlaubt

Aufmarsch der Maschinen

Wissen | Leschs Kosmos - Schlauer als erlaubt

Harald Lesch mit einem ausführlichen Kommentar zur Sendung "Schlauer als Erlaubt: Aufmarsch der Maschinen" - Abenteuer Forschung vom 24.04.2012.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.07.2017, 13:32

Forschungseinrichtungen übertrumpfen sich mit Nachrichten, wer den schnellsten Rechner, den "Supercomputer" in Betrieb nimmt. Roboter sollen immer und immer "intelligenter" werden. Doch kommen wir Menschen mit dem Tempo überhaupt noch mit?

In Abenteuer Forschung blickt Harald Lesch auf eine erstaunliche Welt von morgen, die schon bald zum Heute werden könnte. "Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los", lässt Goethe in einer Ballade seinen Zauberlehrling ausrufen. Dieses Zitat scheint erstaunlich aktuell. Werden wir die "Geister" im Griff behalten?

Wenn der Terminator zur Realität wird

Vision: Roboter mit Gefühlen
Werden Robioter auch bald fühlen können?

Seit es uns Menschen gibt, machen wir uns Vorstellungen von der Zukunft. Die menschlichen Fantasien waren dem Stand der Technik dabei immer viele Schritte voraus. Doch etwas hat sich geändert. Die Wirklichkeit ist dabei, die Visionen einzuholen. Moderne "Heinzelmännchen", die lästige Hausarbeit verrichten, Roboter als Pflegepersonal für Kinder und Senioren, oder darf es ein autonomes Fahrzeug sein?

Die Wissenschaft präsentiert uns Maschinen, die ein bisschen so sind wie wir - nur schlauer. Sofort denken wir an Endzeitvisionen, wie sie sich etwa in den "Terminator"-Filmen abspielen. Neben der Vision, dass wir uns Maschinen schaffen, die uns Arbeit abnehmen und uns gar umsorgen, wächst die Befürchtung: Entgleitet uns die Kontrolle? Entsteht aus Computern und Robotern, die uns doch eigentlich dienen sollten, eine neue "herrschende Klasse"?

mehr zum Thema ... Der Fluch des Fortschritts

Fusion von Mensch und Maschine

Protesenhand hält Kaffeetasse
Eine moderne Prothese.

Die Entwicklung in der Prothesentechnik verläuft rasant. Es gibt kaum noch ein Körperteil, das heute nicht bereits ersetzt oder in seiner Funktion unterstützt werden kann. Herz, Kehlkopf, Augen und Ohren lassen sich zum Beispiel aufrüsten. Bislang beschränkt sich die Medizin darauf, Behinderten oder Kranken ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch es könnte nur ein kleiner Schritt sein, bis die Prothesen ihre natürlichen Vorbilder überflügeln.

Wollen wir in Zukunft den Robotern überlegen bleiben, müssen wir vor allem ein Organ tunen: das Gehirn. Und sogar hierfür gibt es bereits Techniken, mit denen sich gezielt Bereiche beeinflussen lassen, um Krankheiten zu therapieren. Lässt sich mit diesen Techniken auch unsere Intelligenz steigern?

Wann werden Roboter die besseren Menschen?

Roboterfrau
Große Ähnlichkeit mit Menschen bringt Robotern wenig Sympathie.

Entwickler versuchen Roboter äußerlich dem Menschen möglichst ähnlich zu gestalten: mit einem aufrechten Gang, Mimik und einem menschenähnlichen Verhalten. Dabei nimmt unsere Sympathie zu den menschlichen Maschinen mit steigender äußerlicher Ähnlichkeit nicht zu. Werden Roboter irgendwann auch Gefühle zeigen können?

In Logik und Schnelligkeit sind uns Maschinen längst überlegen. Im Jahr 1997 feierte der Schach-Computer "Deep Blue" einen Triumph über den menschlichen Geist. Dabei ist der Computer doch "Menschenwerk". Macht künstliche Intelligenz Maschinen schlauer, als die Konstrukteure selbst?

mehr zum Thema ... Menschliche Maschinen

Sekundenrausch an den Börsen

Graphik: Weltkugel mit Verbindung New York - London
300 Millionen für sechs Millisekunden.

Auf den Finanzmärkten ist Schnelligkeit wichtiger denn je. Es gilt: Wer zuerst über brandheiße Informationen aus der Wirtschaftswelt verfügt, kann sein Wissen zu Geld machen. Ohne die Hilfe von Maschinen ist dieser Wettlauf heute nicht mehr zu gewinnen. Millisekunden entscheiden über das Wohl und Wehe der Anleger.

Viele überlassen deshalb den Handel gleich ganz den Computern. Programme analysieren die Entwicklungen der Vergangenheit und übertragen sie auf aktuelle Ereignisse. Dann handeln die Maschinen blitzschnell. Sie kaufen und verkaufen Positionen in wenigen Millisekunden. Selbst die Länge der Leitungen spielt dabei eine Rolle: Händler installieren ihre Rechner so nah wie möglich an den Rechenzentren der Börsen, um die entscheidende Millisekunde schneller zu sein.

mehr zum Thema ... Sekundenrausch an den Börsen.

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