Zeitzünder

Wer entschärft die Bevölkerungsbombe?

Die kommenden 40 Jahre werden uns vor die größte Herausforderung stellen, der die Erdbevölkerung je begegnet ist: Noch nie hat sich die Bevölkerung so rasant vermehrt, noch nie zuvor haben so viele Menschen auf unserem Planeten gelebt. Laufen wir Gefahr, die Belastungsgrenze der Erde zu überschreiten? Und: Welche Möglichkeiten haben wir, Einfluss zu nehmen?

Menschenmasse
Menschenmasse Quelle: ZDF

Vor 2000 Jahren lebten 300 Millionen Menschen auf der Erde, und es dauerte 1600 Jahre, bis sich diese Zahl verdoppelte; heute sind dafür nur 50 Jahre nötig. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts nimmt die Zahl der Weltbevölkerung und die Geschwindigkeit, mit der sie wächst, rapide zu. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 über neun Milliarden Menschen leben.

Ein Katastrophenszenario

Eine steigende Einwohnerzahl bedeutet steigenden Platz-, Energie- und Nahrungsbedarf und das bei gleichzeitig wachsender Ressourcenknappheit, wachsender Umweltbelastung und wachsender Klimaverschlechterung. Die Brisanz ist seit Langem bekannt. Es ist jedoch längst zu spät, diese Bevölkerungsentwicklung noch zu stoppen. Selbst wenn der Mensch planend eingreift, verlaufen die Prozesse sehr träge. Das Bevölkerungswachstum unterliegt einer Eigendynamik.

Die Megacity Mumbay in Indien.
Bombay, Text 1 Quelle: ZDF

Es gibt Steuerungsmechanismen in der Natur, die den Kollaps einer Population verhindern. Die Biologie kennt nur in Ausnahmefällen oder bei niederen Lebensformen ungebremstes Wachstum bis zur völligen Erschöpfung des Lebensraumes. Sowohl im Tierreich als auch bei uns Menschen lassen sich Regulationsstrategien ausmachen, die einer Überbevölkerung und deren Folgen vorbeugen. Lässt sich daraus vielleicht eine Lösung des Problems der Überbevölkerung ableiten?

Wachsendes Ungleichgewicht

Auch das immer größer werdende soziale Ungleichgewicht in der Welt hat verheerende Konsequenzen. Während in den Schwellen- und Entwicklungsländern die Bevölkerung geradezu explodiert, nimmt sie in den Industriestaaten langsam aber stetig ab. Experten befürchten, das Konfliktpotenzial wird weiter zunehmen, das in dieser Entwicklung liegt.


In "Abenteuer Forschung" geht Harald Lesch der Frage nach, welche Konsequenzen das rasante Bevölkerungswachstum in den kommenden vier Jahrzehnten nach sich ziehen wird. Und er begibt sich auf die Suche nach Strategien, mit denen die Menschen der kritischen Entwicklung begegnen können und sich die "Bevölkerungsbombe" doch noch entschärften lässt.

Weiter mit: Die einen haben Land, die anderen Geld

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