Giftiger Lesestoff

Buchtipps zum Thema der Sendung

Zu allen Zeiten waren Gifte ein probates und beliebtes Mittel, um die Mächtigen der Welt zu stürzen, missliebige Kontrahenten zu beseitigen oder die eigenen Ehemänner und Ehefrauen los zu werden. Aber auch ohne dass damit eine böse Absicht verbunden ist, sind wir heutzutage praktisch täglich von natürlichen oder künstilch hergestellten Giftstoffen umgeben. Hier finden Sie einige Buchtipps zum Thema der Sendung.

Buchtipps Gifte
Buchtipps Gifte Quelle: dpa

Constanze Schäfer, Brigitte Marschall-Kunz

Gifte und Vergiftungen

in Haushalt, Garten, Freizeit
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2008


Jährlich werden in Deutschland über 100.000 Vergiftungsunfälle gezählt. Die Ursachen sind in allen Bereichen zu finden. Zu den bekannteren zählen Haushaltsreiniger und überdosierte Medikamente. Doch wer denkt schon an die Gefahr von Zahnpasta, Muskatnuss und Tulpen? Denn auf die Menge kommt es an und auf das Alter des Konsumenten.

Der Leitfaden zu Giften und Vergiftungen beschäftigt sich mit der ganzen Bandbreite der toxischen Substanzen, von Arzneimitteln über Kosmetika bis hin zu Lebensmittel. Infos über die toxische Dosis, Symptome und Hilfsmaßnahmen sind im Notfall schnell zu finden. Dabei gehen die Autoren auch auf die Besonderheiten von Unfällen bei Kindern ein. Da das Buch größtenteils in Stichworten geschrieben ist und recht viele Fachbegriffe aus Medizin und Chemie enthält, dient es weniger als spannende Lektüre, sondern eher als Nachlagewerk für Haushalt, Apotheken und Ärzte.

Louis Lewin

Die Gifte in der Weltgeschichte

Tosa Verlagsgesellschaft, Wien 2007


Gift wird oft als eine typische weibliche Waffe bezeichnet, und tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Büchern, die sich diesem Thema widmen. Darüber hinaus gilt Gift historisch betrachtet als Mittel der Schwachen, der Hinterlistigen oder Feigen, die sich nicht zu erkennen geben wollen, oder die körperlich nicht in der Lage sind, ihrem Feinde im Kampf offen entgegen zu treten. In der Geschichte wurde Gift gerne und ausgiebig genutzt, daher war man stets bemüht, sich in jeder erdenklichen Form vor den tödlichen Mixturen der Giftmischer zu schützen.

Auf welche Weise man Gifte entdeckt, zusammengemischt und eingesetzt hat, beschreibt Louis Lewin sehr anschaulich in seinem Buch. Es ist ein ausführlicher giftiger Streifzug durch die Geschichte von der Antike bis zur Neuzeit. Dabei erzählt der Autor nicht nur von hinterlistigen und berühmten Giftmördern und ihren hochgestellten Opfern, sondern erkärt unter anderem auch, wie Gifte als Mittel der Kriegführung und beim Strafvollzug eingesetzt wurden. Das Buch ist in viele kleinere und größere Abschnitte gegliedert und kann daher als historisches Nachschlagewerk zum Thema Gift betrachet werden.

Max Daunderer

Gifte im Alltag

C.H.Beck Verlag, 2005


Über die giftige Wirkung von Schlangen, Spinnen & Co hat man schon gehört. Das Risiko, von einem dieser Tiere gestochen oder gebissen zu werden, ist in unseren Breitengraden jedoch eher gering. Von sehr viel größerer Bedeutung für unsere Gesundheit sind die so genannten Alltagsgifte. Denn Erkenntnisse der letzten Jahre zeigen, dass viele Allergien, Krankheiten und psychische Störungen keine zivilisationstypischen Erscheinungen sind. Vielmehr sind die Krankheiten oft Folge von Schadstoffen in unserer Umwelt.

Mit diesen chronischen Vergiftungen beschäftigt sich der Toxikologe Max Daunderer in seinem Ratgeber. Neben einer Einführung zum Basiswissen rund um das Thema, enthält das Buch ein ABC der wichtigsten Alltagsgifte wie zum Beispiel Lösungsmittel, Autoabgase oder Pestizide. Zu jedem Gift finden sich dort kurze Stoffbeschreibungen und Wirkungsweisen, sowie Maßnahmen, die bei einer Vergiftung zu treffen sind. Auch nützlich: Mit Tabellen lassen sich Krankheitssymptome den jeweiligen Giften zuordnen. Informationen zur industriellen Nutzung und Herstellung der Stoffe machen das Buch nicht nur zur Ergänzung der Hausapotheke interessant.

Dieter Eichler

Gefährliche Meerestiere erkennen

BLV Verlagsgesellschaft, 2005


Sie lieben das Meer? Sie baden, schnorcheln oder tauchen auch noch gerne? Dann sollten Sie - so verlockend die maritimen Gefilde auch sind - die Gefahren, die dort lauern, kennen. Und damit sind nicht nur Haie und Co. gemeint. Es gibt Arten, die sind zwar hübsch anzusehen, jedoch sollte man sie meiden. Dazu gehört etwa das Petermännchen. Ein niedlicher Name, passend zum kleinen Erscheinungsbild. Die Giftinjektionen des im Sandgrund getarnten kleinen Fisches sind nicht ungefährlich und vor allem äußerst schmerzhaft. Auch einer Seewespe, einer von 16 Würfelquallenarten, sollte man nicht zu nahe kommen. Bei Kontakt drohen extreme Schmerzen und Ertrinkungsgefahr durch Bewusstseinsverlust.


Respekt vor der fremden Unterwasserwelt ist also angeraten, denn das Waffenarsenal mancher faszinierend schöner Meeresbewohner wird leicht unterschätzt und kann tödlich sein. Dieter Eichler beschreibt umfassend und leicht verständlich die Gefahren durch Meerestiere. Portraits der jeweiligen Arten geben einen systematischen Überblick und man erfährt klar und übersichtlich, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen und spezifischen Therapien angezeigt sind, wenn der Unfall bereits passiert ist.

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