Und plötzlich ist der Garten weg

Wenn sich plötzlich der Boden auftut

Wissen | Terra Xpress - Und plötzlich ist der Garten weg

Dass sich mancherorts plötzlich riesige Löcher auftun, ist keine Seltenheit in Deutschland, denn es brodelt unter der Erde: ob bei spektakulären Bauarbeiten in der Hauptstadt oder beim Bergbau.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.02.2019, 00:00

Überall in Deutschland gibt es Tunnel, Schächte und Höhlen. Seit Jahrhunderten wurde bis zum heutigen Tag überall eifrig gegraben, gesprengt, untertunnelt und ausgehöhlt. "Terra Xpress" zeigt, warum deshalb so manches Gebäude unaufhaltsam vor sich hin bröckelt und sich zum Schrecken der Anwohner auf manchen Grundstücken urplötzlich riesige Löcher auftun.

Ein riesiges Loch im Garten

Im sächsischen Buchholz, mitten in einem Wohngebiet, öffnet sich die Erde, zunächst zaghaft, dann ist das Loch im Garten 20 Meter breit und 15 Meter tief. "Terra Xpress" zeigt die Betroffenen und die Suche der Experten nach den Ursachen. Und die Anwohner bangen, ob sie in ihren Häusern bleiben dürfen oder nicht.

Eine Aufgabe für die Ewigkeit

Die schlimmsten Bergbauschäden verzeichnet das Ruhrgebiet: Ganze Landstriche sind bis zu 20 Meter weit abgesunken. Besonders betroffen: die Essener Nordstadt. Im Stadtteil Karnap gehören überflutete Kellerräume eines ganzen Straßenzuges zum Alltag, die Bewohner greifen schon zur Selbsthilfe. Auch in den ehemaligen großen Bergwerken muss das Wasser ständig abgepumpt werden, ohne Pumpen droht das ganze Ruhrgebiet irgendwann ein riesiger See zu werden. Es ist eine Aufgabe für die Ewigkeit.

Eine Herkulesaufgabe

Auch in Berlin rumort es gewaltig unter der Erde. Wo oben Touristen flanieren, bahnt sich unter der Erde eine 75 Meter lange Tunnelbohrmaschine ihren Weg. Besonders spektakulär: Teile des schlammigen Untergrunds werden mit Stickstoff tiefgefroren, um sicher arbeiten zu können und ein Abrutschen großer Gebäude zu verhindern. Vom Brandenburger Tor bis zur Museumsinsel muss das Bauteam unter anderem die Spree, mehrere historische Gebäude und eine der lebhaftesten Kreuzungen Berlins unterqueren - eine Herkulesaufgabe. "Terra Xpress" begleitet Projektleiter Jörg Seegers, der gleichzeitig drei Riesenbaustellen überwachen muss.

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