Vorsicht Taschendiebe!

Wie Gauner ihre Opfer austricksen

Überall dort, wo viele Menschen aufeinander treffen, wie auf Bahnhöfen, in Kaufhäusern oder in Fußgängerzonen halten Taschendiebe Ausschau nach potentiellen Opfern. Die Langfinger haben viele Tricks auf Lager und arbeiten meist zu zweit oder zu dritt - ablenken, zugreifen, abhauen. Eine geschickte Handbewegung - und das fremde Portemonnaie, Handy oder die EC-Karte hat seinen Besitzer gewechselt.

Dieb zieht Geldbörse aus eine Damenhandtasche
Dieb zieht Geldbörse aus eine Damenhandtasche Quelle: dpa

Fiese Tricks

Dort, wo sich viele Touristen aufhalten, sind die bevorzugten Jagdreviere der Taschendiebe, wie das Brandenburger Tor in Berlin. Diebe machen hier oft leichte Beute, weil sie sich besonders gut ablenken lassen. Taschendiebe werden immer dreister und sind immer besser organisiert.


Beschmutzer-, Rempel- oder Geldwechsel-Trick sind die bekannten Maschen der Taschendiebe. Bevorzugte Opfer sind ältere Menschen. Warum die Opfer den Diebstahl nicht bemerken, liegt an den simplen, aber wirkungsvollen Tricks der Täter. Meist arbeiten die Taschendiebe zu dritt.

Nachgestellte Szene. Dieb entwendet Wertsachen aus einem Rucksack
Taschendiebstahl Quelle: ZDF


Alles geschieht blitzschnell. Einer lenkt die Aufmerksamkeit des Passanten auf sich, der andere, ein so genannter Zieher, öffnet geschickt den Rucksack oder die Tasche und greift sich die Wertsachen. Die Beute wird dem Dritten übergeben, der sich möglichst schnell vom Tatort entfernt. Gegen diesen fiesen Trick hilft nur ein Mittel: Verstauen Sie ihre Wertsachen nie in Außentaschen oder in einem Rucksack, sondern tragen diese immer nah am Körper.

Falsche Sicherheitsbeamte

Doch das ist nur einer von vielen Tricks, den Diebesbanden anwenden, um an die Wertsachen von anderen zu kommen. Bei einer anderen Masche rücken die Opfer ihre Wertsachen sogar freiwillig raus. Passanten oder Touristen werden um irgendeine merkwürdige Auskunft gebeten. Die seltsame Frage hat nur das Ziel sich bei den Passanten verdächtig zu machen. Viele sind verunsichert und kontrollieren zur Sicherheit ihre Taschen. Doch noch ist alles da und sie sind erleichtert.


Nur ein paar Schritte weiter werden sie von einem so genannten Sicherheitsdienst angehalten, die sie darauf hinweist, dass die Jugendlichen ihnen etwas zugesteckt haben könnten. Eine scheinbar ganz normale Taschenkontrolle. Freiwillig werden die Taschen geöffnet, es besteht ja keinerlei Anlass, misstrauisch zu werden. Schließlich sind die Männer doch vom Sicherheitsdienst mit Dienstausweis. Doch danach fehlen Geldbörse, Handy oder Kreditkarten.

Nachgestellte Szene: Taschenkontrolle
nachgestellt Taschenkontrolle_2 Quelle: ZDF

Perfekt getarnter Diebstahl


Die seltsame Verhalten des ersten Teams hatte nur zum Ziel sich bei den Opfern verdächtig zu machen. Der Trick funktioniert nur, wenn die Opfer merken, dass etwas nicht stimmt. Dann funktioniert der Auftritt von Team Nummer Zwei. Der "Sicherheitsdienst" zückt sofort den Dienstausweis. Das kann ein ganz normaler Führerschein sein. Doch der Bluff gelingt! Der Trick mit der falschen Autorität lässt die Opfer freiwillig die Taschen öffnen. Jetzt müssen die Diebe nur noch zugreifen.

Letzter Akt dieses ausgeklügelten Diebstahls: Ein so genannter Transporteur lässt die Beute schnell verschwinden. Während der falsche Sicherheitsdienst die Taschen kontrolliert, merken die Passanten nicht, dass sie bestohlen werden und ahnen nicht, dass sie ihre Wertsachen direkt in die Hände der Diebe spielen. Die Taschenkontrolle ist der perfekt getarnter Diebstahl.

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