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ZDF im digitalen Zeitalter

Engagement in der Branche

Die fortschreitende Digitalisierung der Medien und die damit einhergehende Verschmelzung von Internet und Fernsehen führen zu weitreichenden Veränderungen im Angebot audiovisueller Medien, in der Mediennutzung und bei den Anforderungen an den medienpolitischen Ordnungsrahmen. Im Interesse des einzelnen Nutzers und unserer Gesellschaft nutzt das ZDF – im Rahmen seines Auftrags – die neuen technischen Möglichkeiten für neue Angebotsformen. Darüber hinaus engagiert sich das ZDF in der Debatte über die Weiterentwicklung der medienpolitischen Rahmenbedingungen für die Sicherung eines vielfältigen und hochwertigen Medienangebots in Deutschland und Europa.

funk

Im Herbst 2014 verständigten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten darauf, ARD und ZDF mit einem eigenständigen Online-Angebot für die junge Zielgruppe der 14 bis 29-Jährigen zu beauftragen. Orientiert am Mediennutzungsverhalten der jungen Menschen, wurde von der Idee eines linearen Fernsehkanals mit einem ergänzenden Online-Angebot Abstand genommen. Das Angebot sollte vielmehr gezielt vom Netz aus gedacht und geplant werden. Sein Konzept sah vor, ein Content-Netzwerk entstehen zu lassen, dessen Inhalte sowohl auf einer eigenen Plattform als auch gezielt über alle relevanten Drittplattformen wie YouTube, Twitter, Facebook und Instagram angeboten würden. Die Idee war, die jeweilige Teilzielgruppe mit ihrem Alter gemäßen Inhalten auf den von ihr bevorzugt genutzten Plattformen zu erreichen. Das Angebot sollte eng mit den Jugendradiowellen der Landesrundfunkanstalten verknüpft werden und die Lücke zwischen dem Kinderkanal und ZDFneo schließen.

Somit startete am 1. Oktober 2016 funk mit über 40 Online-Formaten, die sich nicht nach klassischen Genres sortieren liesen, sondern drei Nutzerbedürfnissen entsprachen: Informieren, Orientieren und Unterhalten. Eines der jüngsten Formate ist "musstewissen", dem schulbegleitenden ZDF-Format für funk, in dem Experten Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Chemie, Geschichte, Physik und Mathematik geben. Präsentiert werden die Kanäle unter anderem von bekannten Wissens-YouTubern, wie Mirko Drotschmann ("wissen2go") und Lisa Ruhfus ("Die Klugscheisserin"). Sie alle haben ihr Fach studiert und können die Inhalte gut erklären.

Europäische Rahmenbedingungen

Im Zuge der Vorbereitungen für die Überarbeitung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD) hat die EU-Kommission im Sommer 2015 eine umfangreiche Konsultation begonnen. Anfang 2016 wurde daher im Rahmen der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz eine Arbeitsgruppe zur AVMD-Richtlinie eingesetzt, um eine deutsche Position zu entwickeln. Die Regulierung audiovisueller Medien, die einen erheblichen Einfluss auf die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger und damit auf die demokratischen Gesellschaften haben, ist nach wie vor relevant. Die Fortentwicklung der AVMDRichtlinie sollte deshalb weiter an den Zielen der Förderung von Informations- und Meinungsfreiheit sowie kultureller Vielfalt, der Sicherung des Rechts auf Teilhabe als auch der Gewährleistung von Medienpluralismus ausgerichtet sein. Es ist erforderlich, den technischen Veränderungen sowie den Veränderungen im Nutzerverhalten Rechnung zu tragen. Eine zeitgemäße Medien- und Kommunikationsordnung muss zukünftig an der Funktion der Inhalte anknüpfen und nicht mehr an der technischen Darreichungsform. Audiovisuelle Inhalte werden heute massenhaft und ganz selbstverständlich linear und nichtlinear auf ein und demselben Endgerät genutzt. Für den Zuschauer gibt es keine Unterscheidung zwischen diesen beiden Darreichungsformen mehr. Vor diesem Hintergrund sollte der Anwendungsbereich der AVMD-Richtlinie auf die Dienste ausgedehnt werden, die meinungsbildungsrelevante audiovisuelle Inhalte auf Abruf anbieten und damit einen besonderen Wert für die öffentliche Kommunikation besitzen. Die Frage, wer den Dienst anbietet, ist in diesem Zusammenhang irrelevant.

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