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Transparenz und Vergleichbarkeit

Engagement im Unternehmen

Reportingstandards für Nachhaltigkeit

Das ZDF ist sich der zunehmenden Bedeutung einer systematischen Berichterstattung über unternehmerisches Handeln im Kontext der Themenkreise »Nachhaltigkeit« und »Corporate Social Responsibility (CSR)« bewusst. Es zeichnet sich ab, dass den auf europäischer Ebene formulierten Pflichten für größere Unternehmen, stärker über nichtfinanzielle Aspekte zu berichten, auch in Deutschland nach einer gesetzlichen Fundierung im Jahr 2017 nur nachzukommen sein wird, wenn eine nachvollziehbare Orientierung an etablierten Normen oder Standards erfolgt. Neben dem "UN Global Compact" oder der "Global Reporting Initiative (GRI)" hat sich in Deutschland der "Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) des Rats für Nachhaltige Entwicklung" als zweckmäßiges System erwiesen, wenn es darum geht, über Unternehmen mit ihren Nachhaltigkeitszielen, entsprechenden Strategien und Prozessen im Rahmen ökologischer, gesellschaftlicher und sozialer Dimensionen zu informieren. In diesem Sinne dient dieser dritte Teil des Berichts über das gesellschaftliche Engagement und die unternehmerische Verantwortung des ZDF, nämlich der Teil, der sich nach »Gesellschaft« und »Branche« stärker mit dem »Unternehmen« an sich beschäftigt dazu, den strukturellen Rahmen des DNK mit seinen 20 Kriterien als roten Faden einer ersten systematischen Präsentation dessen zu nutzen, was von seinen Partnern und Anspruchsgruppen unter dem Aspekt der Wesentlichkeit als berichtenswert erachtet werden kann.

Das Unternehmen

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) mit Sitz in Mainz ist als Anstalt des öffentlichen Rechts gesetzlich mit der Veranstaltung der Fernsehprogramme ZDF, ZDFneo und ZDFinfo sowie (bis zum 30. September 2016) ZDFkultur beauftragt. Dazu kommen gemeinsam mit den ARD-Landesrundfunkanstalten die Programme 3sat, PHOENIX und KiKA. Das ZDF ist zudem am europäischen Kulturkanal ARTE beteiligt und Mitglied des Deutschlandradio, gemeinnützige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Im Bereich der Telemedien ist das ZDF gesetzlich mit den Angeboten www.zdf.de, www.heute.de, www.sport. zdf.de, ZDFmediathek und www.tivi.de beauftragt. Gemeinsam mit den ARD-Landesrundfunkanstalten bietet es die Telemedienangebote www.3sat.de, www. phoenix.de und www.kika.de zum Abruf an. Seit dem 1. Oktober 2016 gibt es ein rein webbasiertes Angebot von ZDF und ARD für junge Menschen www.jungesangebotvonardundzdf.de im Alter von 14 bis 29 Jahren. Das ZDF unterliegt in seiner Geschäftstätigkeit detaillierten rechtlich kodifizierten Zielvorgaben. Eine Reihe von Staats - verträgen bildet den Rahmen für das Handeln des ZDF.

Zusätzlich zu den die Geschäftstätigkeit rechtlich bindenden Spezifika spielen für das Verständnis des relevanten Markts des ZDF zahlreiche ökonomische Besonderheiten von Medienbranche, TV-Sendern und digitalen Gütern eine wichtige Rolle. Sie erschweren die Vergleichbarkeit mit Unternehmen anderer Branchen und beziehen sich etwa auf Marktunvollkommenheiten und Produkteigenschaften. Stichworte sind hier »öffentliche Güter«, »zweiseitige Märkte«, »externe Effekte«, »Informationsasymmetrien «, »Immaterialität«, »First-Copy Costs« oder »Netzwerkeffekte«. Diese Besonderheiten werden, wenn es erforderlich und passend erscheint, bei den folgenden 20 Kriterien aus den vier Bereichen »Strategie«, »Prozessmanagement«, »Umwelt« und »Gesellschaft « mit ihren Implikationen für die jeweiligen Themen integrativ berücksichtigt. Von besonderer Bedeutung erscheint hier die Dualität von ökonomischer und publizistischer Dimension, nach der Medien als Wirtschafts- und Kulturgüter auch mit Blick auf Nachhaltigkeitsaspekte ausgesprochen differenziert analysiert und bewertet werden müssen.

Die aggregierte ökonomische Perspektive spiegelt sich beispielsweise im ZDF-Jahresabschluss wider. Er weist für das Jahr 2015 Erträge in Höhe von 2,196 Milliarden Euro aus, davon nicht verfügbare Beitragsmehrerträge in Höhe von 0,131 Milliarden Euro, die entsprechend den Vorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) einer Sonderrücklage zugeführt werden. Die Bilanzsumme des ZDF betrug 2015 2,215 Milliarden Euro. Der zusammengefasste publizistische Erfolg des ZDF wird durch seine Marktführerschaft im Fernsehmarkt (Zuschauer ab drei Jahren) für die Jahre 2013, 2014 und 2015 mit Zuschauermarktanteilen von jeweils 12,8 Prozent, 13,3 Prozent und 12,5 Prozent widergespiegelt.

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