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Haushaltsplan

Jahresabschluss 2011 / Haushaltsplan 2013

Der Beitrag bietet neben einem Überblick über die wesentlichen Zahlen des Jahresabschlusses 2011 und des Haushaltsplans 2013 auch detaillierte Erläuterungen, wie die finanziellen Mittel des ZDF eingesetzt werden, um den Zuschauern ein attraktives Programm anzubieten.

I. Jahresabschluss 2011

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss des ZDF umfasst wie in den Vorjahren die drei systematisch miteinander verknüpften Einzelrechnungen Betriebsrechnung (Abrechnung des Betriebshaushalts), Investitionsrechnung (Abrechnung des Investitionshaushalts) und Bilanz (Vermögensrechnung). Seit 2004 wird zudem eine handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung erstellt.

Nach § 30a des ZDF-Staatsvertrags ist das ZDF verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden HGB-Vorschriften sowie einen Lagebericht aufzustellen und nach § 316 ff HGB prüfen zu lassen. Die Prüfung der Jahresabrechnung 2011 durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat keine Beanstandungen ergeben.

Die folgenden Darstellungen zum Jahresabschluss 2011 sind entsprechend der Aufbauorganisation des ZDF gegliedert und klassifizieren die Bereiche des ZDF nach den Kategorien Programm-, Gemeinkosten- und Dienstleisterbereiche.

Jahresergebnis und Ergebnisverwendung

Im Betriebshaushalt ergibt sich ein Ergebnis von + 72,1 Mio. Euro, im Investitionshaushalt ein Ergebnis von ./. 50,8 Mio. Euro. Das Gesamtergebnis aus Betriebsrechnung und Investitionsrechnung von + 21,3 Mio. Euro (Vorjahr: + 52,9 Mio. Euro) wird der Gesamtergebnisrücklage zugeführt. In Höhe des Ergebnisses der Investitionsrechnung erfolgt eine Zuführung zum Anstaltskapital.

Für das Jahresergebnis bedeutsame Veränderungen während des Berichtsjahres 2011 sind imFolgenden dargestellt. Die Erläuterungen beziehen
sich auf die Referenzgröße Vorjahres-Ist.

Betriebsrechnung

Das Geschäftsjahr 2011 schließt in der Betriebsrechnung mit einem Ergebnis von + 72,1 Mio. Euro.

Auf der Ertragsseite liegen die Fernsehgebühren mit 1 741,8 Mio. Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Werbeerträge sind insbesondere aufgrund der verbesserten konjunkturellen Entwicklung um 2,6 Mio. Euro auf 125,8 Mio. Euro gestiegen. Die Übrigen Erträge lagen mit 189,5 Mio. Euro um 2,7 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (192,2 Mio. Euro), unter anderem fielen die Erträge aus Sponsoring und Kostenerstattungen niedriger aus als 2010, die Verwertungserlöse und die Anderen Erträge lagen dagegen über den Vorjahreswerten.

Auf der Aufwandsseite umfassen die Personalaufwendungen/Zentralbudget die Personalaufwendungen, die nicht den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet werden können beziehungsweise für die eine dezentrale Zuordnung nicht zweckmäßig wäre, zum Beispiel kurzfristig Beschäftigte und Auszubildende sowie die Aufwendungen für die Altersversorgung. Diese Aufwendungen liegen 2011 mit 69,1 Mio. Euro um 11,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, was vor allem aus niedrigeren Versorgungsaufwendungen resultiert.

Die Programmaufwendungen liegen mit 1 432,4 Mio. Euro um 85,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 1 518,2 Mio. Euro, vor allem weil 2011 keine Sportgroßveranstaltungen anstanden.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche betrugen 228,4 Mio. Euro und lagen damit um 5,8 Mio. Euro über dem Niveau des vergangenen Jahres von 222,6 Mio. Euro. Die Übrigen Gemeinkosten übersteigen mit 258,9 Mio. Euro das Volumen des Vorjahres (256,0 Mio. Euro) um 2,9 Mio. Euro.

Bei den Dienstleistern wird als Zusatzaufwand (= Ergebnis) die Differenz zwischen den Aufwendungen und den Erlösen aus internen Leistungen ("Dienstleisterprodukte") ausgewiesen. Ein positiver Zusatzaufwand entspricht demnach einem Überschuss der Kosten über die Erlöse. Der Zusatzaufwand hat 2011 rund 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro) betragen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung, die inhaltlich der Betriebsrechnung entspricht, weist 2011 betriebliche Erträge in Höhe von 2 109,5 Mio. Euro aus, die um 143,5 Mio. Euro über den Erträgen des Vorjahres von 1 965,9 Mio. Euro liegen. Der Beschaffungs-/ Programmaufwand beläuft sich auf 1 193,8 Mio. Euro, der Personalaufwand auf 343,1 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses beträgt 2011 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 130,1 Mio. Euro. Bereinigt um Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie um sonstige Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von + 72,1 Mio. Euro. Im Vorjahr ergab sich ein Jahresfehlbetrag von ./. 23,5 Mio. Euro.

Investitionsrechnung

Der Investitionshaushalt schließt bei einem Gesamteinnahmevolumen in Höhe von 243,0 Mio. Euro und einem Gesamtausgabevolumen in Höhe von 293,8 Mio. Euro mit einem Finanzierungsergebnis von ./. 50,8 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind Mindereinnahmen von 43,6 Mio. Euro und Mehrausgaben in Höhe von 83,6 Mio. Euro zu verzeichnen, so dass sich das Finanzierungsergebnis um 127,2 Mio. Euro verschlechtert hat. Auf der Einnahmeseite fällt bei den langfristigen Rückstellungen die Zuführung zur Versorgungsrückstellung um 20,2 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr. Auf der Ausgabeseite hat sich das Programmvermögen im Jahr 2011 um 72,3 Mio. Euro erhöht, während im Vorjahr eine Entnahme aus dem Programmvermögen in Höhe von 68,4 Mio. Euro getätigt wurde. Die Sachinvestitionen sind um 19,2 Mio. Euro höher als im Vorjahr.

Bilanz (Vermögensrechnung)

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 109,5 Mio. Euro auf 1 880,2 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 1 770,7 Mio. Euro). Dies entspricht einer Zunahme um 6,2 Prozent.

Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen mit 760,1 Mio. Euro gegenüber 721,2 Mio. Euro im Vorjahr um 38,9 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 5,4 Prozent. Diese Erhöhung ergibt sich aus der Zunahme der Finanzanlagen um 30,5 Mio. Euro auf 422,2 Mio. Euro und der Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände um 8,4 Mio. Euro auf 337,9 Mio. Euro. Die Veränderung der Finanzanlagen ist hauptsächlich beeinflusst durch die Erhöhung des Versorgungsstocks und der Rückdeckungsansprüche aus den relevanten Versorgungstarifverträgen. Die wesentlichen Zugänge bei den Sachanlagen betreffen wie im Vorjahr die Erneuerung der Produktions- und Sendetechnik sowie der IT-Infrastruktur. Hervorzuhebende Investitionen sind unter anderem die Harmonisierung der Sendestraßen, der Aufbau des digitalen Archivsystems, Investitionen für das integrierte nationale Leitungsnetz, der Ersatz des Übetragungszentrums, die Weiterentwicklung der Portale, Reinvestitionen im Studiobereich in Berlin, die Beschaffung von Content-Management-Lizenzen, der Relaunch von heute.de, die Erweiterungen der Streamingproduktion, Anpassungen bei der Mediathek sowie Maßnahmen in Bezug auf die IT Havarie. Bei den bebauten und unbebauten Grundstücken ist die Veräußerung eines Grundstücks in Unterföhring zu verzeichnen. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Bilanzsumme) liegt mit 40,4 Prozent etwa auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 40,7 Prozent). Das Programmvermögen (einschließlich der Wiederholungsrechte) hat sich wertmäßig um 72,3 Mio. Euro erhöht und beträgt 778,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011 (705,7Mio. Euro zum 31. Dezember 2010). Der Anteil des Programmvermögens am Gesamtvermögen hat sich mit 41,4 Prozent gegenüber 39,9 Prozent im Vorjahr erhöht. Der Anteil des Umlaufvermögens (einschließlich aktivem Rechnungsabgrenzungsposten) liegt dagegen mit 18,2 Prozent unter dem Vorjahresanteil von 19,4 Prozent.

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital 911,7 Mio. Euro (Vorjahr: 839,6 Mio. Euro). Es deckt das langfristige Vermögen (Anlage- und Programmvermögen) zu 59,3 Prozent (Vorjahr: 58,8 Prozent). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 48,5 Prozent (2010: 47,4 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 52,4 Mio. Euroauf 563,7 Mio. Euro (Vorjahr: 511,3 Mio. Euro) erhöht. Unter dieser Position werden die Altersversorgungsrückstellungen für die Mitarbeiter des ZDF, die vergleichbaren Rückstellungen für Verpflichtungen des ZDF gegenüber den selbstständigen und nichtselbstständigen Gemeinschaftseinrichtungen und die Rückstellungen für Beihilfeansprüche ausgewiesen. Die Altersversorgungsrückstellung für die Mitarbeiter des ZDF ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet und wird seit dem 1. Januar 2010 gemäß den Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelt. Der aus den geänderten Vorgaben gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz resultierende gesamte zusätzliche Rückstellungsbetrag wird dabei unter Nutzung des Wahlrechts seit 2010 auf 15 Jahre verteilt zugeführt, das sind 23,4 Mio. Euro jährlich.

Die Steuerrückstellungen sind von 29,1 Mio. Euro im vergangenen Jahr auf 12,2 Mio. Euro zurückgegangen. Dem Verbrauch der Rückstellung für Risiken aus Umsatzsteuer steht dabei eine Rückstellungszuführung bei den Ertragsteuern für den Holdingbereich gegenüber. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 140,3 Mio. Euro nach 130,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Summe der Verbindlichkeiten ist zum Ende des Jahres 2011 mit 249,5 Mio. Euro um 7,4 Mio. Euro niedriger als der Vorjahresbetrag von 257,0 Mio. Euro. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um 0,3 Mio. Euro verringert.

Detailerläuterung der Betriebsrechnung 2011

Erträge

Bei den Fernsehgebühren zeigt sich 2011 mit 1 741,8 Mio. Euro ein Aufkommen etwa auf Vorjahresniveau. Der Anteil des ZDF an den monatlichen Fernsehgebühren je Teilnehmer (seit dem 1. Januar 2009: 17,98 Euro) beläuft sich – nach Abzug des Anteils der Landesmedienanstalten – je Monat und Teilnehmer auf 4,735 Euro einschließlich der Anteile, die auf ARTE (insgesamt anteilig 81,9 Mio. Euro p.a.), KiKA und PHOENIX entfallen. Seit 2009 erhält das ZDF keinen Anteil mehr an den Gebühren für neuartige Empfangsgeräte, solange für diese weiterhin nur eine Gebühr in Höhe der Grundgebühr erhoben wird.

Am Jahresende 2011 betrug die Anzahl gebührenpflichtiger Fernsehgeräte 32 752 856. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der angemeldeten gebührenpflichtigen Fernsehgeräte um 121 819 gesunken. Die Gebührenbefreiungsquote betrug zum Jahresende 10,1 Prozent (Vorjahr: 10,0 Prozent). Insgesamt entstanden dem ZDF befreiungsbedingte Gebührenausfälle von etwa 208,6 Mio. Euro (Vorjahr: 211,2 Mio. Euro).

Im Bereich der Werbung unterliegt das ZDF den bekannten gesetzlichen Beschränkungen, wonach Werbesendungen nur 20 Minuten pro Tag bis 20 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen ausgestrahlt werden dürfen. Obwohl 2011 keine Sportgroßereignisse stattfanden, konnten aufgrund der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Werbeerträge gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden: Die Erträge des Werbefernsehens beliefen sich im Jahr 2011 auf 125,8 Mio. Euro gegenüber 123,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Rückgang der Erträge aus Sponsoring um 5,5 Mio. Euro auf 19,6 Mio. Euro steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den entfallenden Sportgroßereignissen im Berichtsjahr. Im gleichen Zusammenhang steht der Rückgang der Erträge aus Kostenerstattungen um 1,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr, da diese Erträge zum größten Teil auf Erstattungen im Zusammenhang mit produktionstechnischen Kooperationen bei Sportgroßereignissen basieren.

Der Anstieg der Verwertungserlöse um 5,2 Mio. Euro auf 41,5 Mio. Euro (Vorjahr: 36,3 Mio. Euro) resultiert vor allem aus einem Anstieg der Erträge im Zusammenhang mit dem Programmvertrieb durch ZDF Enterprises und aus höheren Erträgen bei der Geräte- und Leerkassettenabgabe sowie den Erträgen für Kabelverwertungen.

Die Anderen Erträge liegen mit 105,1 Mio. Euro um 2,2 Mio. Euro über dem Vorjahr (102,9 Mio. Euro). Es entfielen 39,7 Prozent der Anderen Erträge auf Erstattungen von ARTE als Vergütung für Programmzulieferungen seitens des ZDF. Darüber hinaus wird unter dieser Position eine Vielzahl unterschiedlicher Ertragskomponenten zusammengefasst.

Aufwendungen

Die folgenden Darstellungen beziehen sich auf die EBS-Systematik.

Die Personalaufwendungen/Zentralbudget haben sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr (80,2 Mio. Euro) um 11,1 Mio. Euro auf 69,1 Mio. Euro verringert, was in erster Linie auf geringere Aufwendungen im Bereich der Versorgung zurückzuführen ist. Die niedrigeren Versorgungsaufwendungen sind vor allem auf eine geringere Regelzuführung zur Versorgungsrückstellung aufgrund einer geringeren unterjährigen Zinssatzänderung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Die gesamten Personalaufwendungen einschließlich der dezentral abgerechneten betrugen laut Betriebsrechnung 375,7 Mio. Euro (Vorjahr: 379,3 Mio. Euro). Die Personalaufwendungen ohne die Versorgungsaufwendungen haben sich mit 298,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 292,0 Mio. Euro um 6,5 Mio. Euro erhöht, was vor allem auf die tarifliche Entgeltsteigerung zurückzuführen ist. Der Anteil der Personalaufwendungen ohne Versorgungsaufwendungen am Gesamtaufwand liegt mit 15,0 Prozent über dem Wert der Vorperiode von 14,0 Prozent.

Die Programmaufwendungen beliefen sich 2011 auf 1 432,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr (1 518,2 Mio. Euro) verringerten sich die Programmaufwendungen um 85,7 Mio. Euro beziehungsweise 5,6 Prozent. Der Sendeaufwand betrug 1 129,4 Mio. Euro nach 1 212,6 Mio. Euro im Jahr 2010, dies ist ein Rückgang um 6,9 Prozent.

Die Sendezeit aller Programmbereiche lag mit 2 762 371 Sendeminuten über dem Vorjahresniveau (+ 3,4 Prozent). Die Zunahme liegt im Wesentlichen in einer höheren Sendeleistung bei ZDFkultur aufgrund der ganztägigen Ausstrahlung ab Mai 2011 begründet.

Bezogen auf die Aufwendungen ergaben sich in den einzelnen Programmbereichen gegenüber dem Vorjahr folgende Entwicklungen:

Der Sendeaufwand der Programmdirektion lag mit 662,3 Mio. Euro um 27,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (635,1 Mio. Euro). Die höheren Aufwendungen ergeben sich insbesondere aus der Wiedereinsetzung von Regelprogramm im Jahr 2011 anstelle der Sportgroßereignisse im Jahr 2010 (Fußball-Weltmeisterschaft, Olympische Winterspiele).

Beim Sendeaufwand der Chefredaktion zeigte sich vor allem infolge einer geringeren Anzahl von Übertragungen kostenintensiver Sportgroßereignisse und dem Wegfall von Boxen gegenüber 2010 ein Rückgang der Aufwendungen in Höhe von 120,8 Mio. Euro auf 319,0 Mio. Euro.

Im Rahmen des Ausbaus der Digitalkanäle (ZDFkultur, ZDFinfo, ZDFneo) ergibt sich dafür ein um 15,9 Mio. Euro höherer Sendeaufwand.

Die nicht zuordenbaren Programmgemeinkosten betreffen die Aufwendungen für die Programmverteilung, Sendepauschalverträge und Sicherung der Programmbestände. Sie betrugen 95,4 Mio. Euro und lagen damit um 13,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche lagen mit 228,3 Mio. Euro um 5,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (222,6 Mio. Euro). Der Anstieg beruht unter anderem auf höheren Aufwendungen der Intendanz, der Verwaltungsdirektion und der Produktionsdirektion.

Die Intendanz lag mit 77,7 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro über den Vorjahresaufwendungen (76,8 Mio. Euro). Höhere Aufwendungen ergaben sich unter anderem im Bereich der Hauptabteilung Kommunikation für Pressearbeit. Die Aufwendungen der Verwaltungsdirektion betrugen 60,1 Mio. Euro (Vorjahr: 57,2 Mio. Euro). Höhere Aufwendungen sind unter anderem bei der Hauptabteilung Personal für Aus- und Fortbildung zu verzeichnen. Bei der Produktionsdirektion (+ 1,7 Mio. Euro) zeigen sich unter anderem höhere Beiträge an Rundfunkorganisationen und -einrichtungen sowie eine höhere Leistungsabgabe an Dritte im Zusammenhang mit politischen Ereignissen und Sportveranstaltungen.

Die Umlageentlastung betrug ./. 15,4 Mio. Euro (Vorjahr: ./. 14,9 Mio. Euro). Die Übrigen Gemeinkosten beinhalten die nicht absetzbare Vorsteuer, die Ertragsteuern, die Kosten des Gebühreneinzugs, die Zinsaufwendungen und die sonstigen Gemeinkosten. Sie liegen mit 258,9 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (256,0 Mio. Euro).

Bei den Dienstleisterbereichen zeigt sich 2011 ein Verlust in Höhe von 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: Verlust von 19,8 Mio. Euro). Die Dienstleister der Produktionsdirektion weisen dabei einen Verlust von 10,5 Mio. Euro bei einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr von 7,1 Mio. Euro aus, und bei den Dienstleistern der Verwaltungsdirektion ergibt sich ein Verlust von 1,1 Mio. Euro bei einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro.

Die Ergebnisverbesserung bei den Dienstleistern der Produktionsdirektion gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf höhere Erlöse mit dem Programm (unter anderem Sendeaufwand der Chefredaktion, Neue Medien) sowie aufgrund gestiegener Binnenerlöse zurückzuführen. Bei den Dienstleistern der Verwaltungsdirektion steht die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr unter anderem im Zusammenhang mit einer höheren Nachfrage des Programms nach Leistungen des Bereichs Archiv, Bibliothek und Dokumentation, wie beispielsweise Programm- und Bildrecherche, Datenbanknutzung.

Detailerläuterung der Investitionsrechnung 2011

Der Investitionshaushalt schließt mit einem Finanzierungsergebnis von ./. 50,8 Mio. Euro (Vorjahr: 76,4 Mio. Euro), das sich aus Einnahmen in Höhe von 243,0 Mio. Euro (Vorjahr: 286,5 Mio. Euro) und Ausgaben in Höhe von 293,8 Mio. Euro (Vorjahr: 210,1 Mio. Euro) zusammensetzt.

Auf der Einnahmenseite zeigt sich bei den langfristigen Rückstellungen eine um 20,2 Mio. Euro niedrigere Zuführung zu den Versorgungsrückstellungen, was vor allem durch eine niedrigere Regelzuführung inklusive Zinsänderung bedingt ist. Die Zuführung zur Versorgungsrückstellung betrug im Berichtsjahr 48,9 Mio. Euro (Vorjahr: 69,0 Mio. Euro). Die Abschreibungen und Abgänge bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen beliefen sich auf 67,8 Mio. Euro (Vorjahr: 59,4 Mio. Euro). Im Vorjahr wurde das Programmvermögen um 68,4 Mio. Euro vermindert, während 2011 Programminvestitionen getätigt wurden.

Auf der Ausgabenseite beliefen sich die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2011 auf 76,2 Mio. Euro nach 57,0 Mio. Euro im Vorjahr (jeweils ohne Ausgabenreste). Davon betrafen 44,1 Mio. Euro fernsehtechnische und sonstige technische Einrichtungen und 17,4 Mio. Euro die Informationstechnologie. Der verbleibende Betrag entfiel auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Kfz sowie auf Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen sowie auf bebaute eigene Grundstücke. Die Investitionen in das Programmvermögen betragen (ohne Beschaffungsreste) 72,3 Mio. Euro.

Im Programmvermögen enthalten ist neben sendefähigen Produktionen, in Arbeit befindlichen Produktionen und Wiederholungsrechten auch die darauf entfallende nicht abzugsfähige Vorsteuer. Die Beschaffungsreste von 59,4 Mio. Euro sind um 9,6 Mio. Euro niedriger als im vorangegangenen Jahr.

II. Haushaltsplan 2013

Die nachfolgenden Erläuterungen zum Wirtschaftsplan 2013 beziehen sich ausschließlich auf die EBS-Systematik.

Betriebshaushalt 2013

Der Betriebshaushalt 2013 schließt mit einem Defizit von 9,3 Mio. Euro.

Erträge

Die Summe der Erträge im Geschäftsjahr 2013 beträgt 2 010,7 Mio. Euro und liegt damit um 17,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres.

Der Ansatz für die Erträge aus Rundfunkbeiträgen liegt mit 1 741,9 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahresplanwertes. Mit dem Jahr 2013 beginnt das erste Jahr der neuen Gebühren- beziehungsweise Beitragsperiode, und es greifen in diesem Zusammenhang ab dem 1. Januar 2013 erstmalig die Regelungen des neuen Rundfunkfinanzierungsmodells. Dieses sieht, im Gegensatz zum bisherigen gerätebezogenen System, einen Beitrag für Wohnungen und Betriebsstätten vor.

Die Netto-Werbeerträge sind in Höhe von 116,5 Mio. Euro veranschlagt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Reduzierung um 8,5 Mio. Euro. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen darauf, dass im Jahr 2013 keine so hochkarätigen Sportgroßereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder die Olympischen Sommerspiele an-stehen. Damit liegt der Anteil der Werbeerträge an den Gesamterträgen mit 5,8 Prozent um 0,4 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Für das ebenfalls unmittelbar vom Sport abhängige Sponsoring verringert sich der Ansatz gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Mio. Euro auf 10,5 Mio. Euro.

Hierbei wurde für die Planung zudem berücksichtigt, dass ab dem Jahr 2013 die neuen Regelungen des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrages greifen, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zeitliche Beschränkungen für das Sponsoring vorsehen.

Durch das Fehlen von wesentlichen Sportgroßereignissen im Jahr 2013 ergeben sich außerdem Einbußen beim Ansatz der Kostenerstattungen. Der Ansatz liegt mit 7,4 Mio. Euro um 3,8 Mio. Euro unter dem Vorjahresansatz, geht allerdings auch mit korrespondierenden Minderaufwendungen auf der Aufwandsseite einher.

Die Verwertungserlöse liegen mit 23,2 Mio. Euro um 9,5 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf die geringeren Erträge im Zusammenhang mit dem Programmvertrieb durch die ZDF Enterprises GmbH zurückzuführen ist. Dies ist die Folge eines veränderten Modells beim Programmvertrieb, das sich im Zuge der Umsetzung der Vorgaben zur Marktkonformität als sinnvoll herausgestellt hat. Diese Umstellung ist zwar mit Veränderungen bei verschiedenen Ertragsund Aufwandspositionen verbunden, in der Gesamtbetrachtung sind diese Effekte jedoch ergebnisneutral.

Die geplanten Erträge aus Mieten und Pachten liegen mit 1,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahresansatzes.

Der Ansatz der Zinserträge trägt mit 12,6 Mio. Euro (./. 2,4 Mio. Euro) der allgemeinen Zinsentwicklung Rechnung.

Die Anderen Erträge sind in Höhe von 97,1 Mio. Euro eingeplant, das sind 3,1 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ergibt sich aus den per Saldo rückläufigen Ertragserwartungen der unter den Anderen Erträgen zusammengefassten kleineren Ertragspositionen.

Aufwendungen

Den Erträgen stehen im Jahr 2013 geplante Aufwendungen in Höhe von 2 020,0 Mio. Euro gegenüber. Davon entfallen gemäß der EBS-Systematik 1 484,7 Mio. Euro auf die Programmbereiche und rund 231,6 Mio. Euro auf die Gemeinkostenbereiche. Die Gemeinkostenbereiche werden wiederum durch eine Umlage an die Dienstleisterbereiche in Höhe von ./. 17,4 Mio. Euro entlastet. Für die Übrigen Gemeinkosten sind Aufwendungen in Höhe von 267,8 Mio. Euro veranschlagt. Bei den Dienstleisterbereichen ist als Saldo von Erlösen und Kosten ein Verlust (= positiver Zusatzaufwand) von rund 12,8 Mio. Euro kalkuliert. Zudem sind die zentral budgetierten Personalaufwendungen mit 40,4 Mio. Euro vorgesehen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Personalaufwendungen, die nicht den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet werden können beziehungsweise für die eine dezentrale Zuordnung nicht zweckmäßig wäre (kurzfristig Beschäftigte, Auszubildende).

Die Personalaufwendungen insgesamt, also unter Berücksichtigung der dezentral verursachungsgerecht veranschlagten Personalkosten, sind mit 362,8 Mio. Euro geplant. Ohne die Aufwendungen für Versorgung beläuft sich der Anteil der Personalaufwendungen an den Gesamtaufwendungen im Jahr 2013 auf 14,5 Prozent, einschließlich der Versorgung ergibt sich eine Quote von 18,0 Prozent.

Die Aufwendungen der Programmbereiche reduzieren sich gegenüber dem Vorjahr um rund 124,8 Mio. Euro (./. 7,8 Prozent) auf 1 484,7 Mio. Euro. Der darin enthaltene Sendeaufwand beträgt 1 169,1 Mio. Euro und liegt um 111,4 Mio. Euro (./. 8,7 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang beim Sendeaufwand im Vergleich zum Vorjahresansatz ist im Wesentlichen auf die geringere Anzahl von herausragenden Sportgroßereignissen zurückzuführen. Diesem Minderbedarf stehen Mehraufwendungen durch das wieder einzusetzende Regelprogramm mit einem Volumen von per Saldo 21,2 Mio. Euro gegenüber.

Auch im Jahr 2013 sollen im Programm die Standards dafür mitdefiniert werden, was im deutschen Fernsehen sehenswert, meinungsbildend, interessant und relevant ist. Die ZDF-Programme sollen zeigen, wie Fernsehen zeitgemäß informieren, unterhalten, bilden und insgesamt orientieren kann. Dabei bleibt die kontinuierliche Modernisierung der Angebote ein Schwerpunkt der Programmarbeit.

Umfassende Information, die Vermittlung von Wissen, die Darstellung der Vielfältigkeit von Kultur und Natur sowie Angebote zur Orientierung in Alltags- wie auch Daseinsfragen sind Kernkompetenzen des ZDF und prägen in der Zuschauersicht maßgeblich das Image des Senders: Historische und zeitgeschichtliche Dokumentationen, Wissenschafts- und Kulturmagazine, Natur- und Tiersendungen versuchen, die vielfältigen Phänomene und Probleme des Lebens in einem Gesamtzusammenhang zu sehen sowie die komplizierten Sachverhalte der Welt und des Weltgeschehens möglichst vielen Zuschauern nachvollziehbar darzustellen. Die kultur-, wissenschafts- und naturgeschichtlichen Stoffe wird das ZDF in Hochglanzqualität und neuester Machart erzählen, häufig präsentiert von prominenten Persönlichkeiten. Dabei soll weiterhin erfolgreich ein breites Publikum angesprochen werden.

Das Sportjahr 2013 wird nicht, wie das Jahr 2012, von herausragenden Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft der Männer in Polen und der Ukraine und den Olympischen Sommerspielen in London geprägt. Besondere Ereignisse werden die U21-Fußball-Europameisterschaft in Israel und die Frauen-Fußball-Europameisterschaft in Schweden sein, die bei deutscher Beteiligung gemeinsam mit der ARD übertragen werden. Des Weiteren wird sich die Sportberichterstattung auf die Wintersport-Wochenenden im Wechsel mit der ARD konzentrieren, einschließlich der Übertragung der Vierschanzen-Tournee im Skispringen. Live-Fußball wird auch in weiteren Länderspielen der deutschen Nationalmannschaften von Männern und Frauen sowie bei 18 Spielen der Champions League (inklusive Supercup und Qualifikation) zu sehen sein. Zu den weiteren Höhepunkten der Sportberichterstattung 2013 gehören die Handball-Weltmeisterschaft, die Alpine und Nordische Ski-Weltmeisterschaft, die Biathlon- Weltmeisterschaft, die Schwimm-Weltmeisterschaft sowie die Ruder-Weltmeisterschaft.

Zeitgemäß, lebendig und nah am öffentlichen Diskurs: Nach diesen drei Kriterien wählt das ZDF bei Fernsehfilmen und Mehrteilern seine Geschichten, Themenfelder und Lebenswirklichkeiten, seine Sujets und Milieus aus. Die fiktionalen Programme sollen dabei nicht nur unterhalten, sondern auch die Reflexion individueller wie gesellschaftlicher Verhaltensweisen und Prozesse anregen. Auch im Jahr 2013 soll die gewohnt abwechslungsreiche Mischung aus Komödien, Krimis, melodramatischen und sozialen Filmstoffen fortgeführt werden. Mehrteiler sind dabei besondere Highlights im fiktionalen Angebot des ZDF. Zudem werden die emotionalen Verfilmungen von melodramatischen Stoffen – weiterhin gekonnt inszeniert und hochkarätig besetzt – den Sonntagsfilm unter der neuen Rubrik Herzkino repräsentieren. Der Sendeplatz am Sonntag um 22 Uhr steht weiterhin ganz im Zeichen erstklassiger, prämierter und vielbeachteter europäischer Krimireihen.

Ferner wird das ZDF auch als Anbieter hochwertiger moderner Kinounterhaltung – auf den Sendeplätzen im Montagskino im ZDF um 22.15 Uhr sowie an Feiertagen und an Sonntagnachmittagen unter dem Label KinoMagie – mit Erstsendungen beziehungsweise Free-TV-Premieren – in der Primetime wieder starke Akzente setzen.

Auch wird das ZDF – im Bemühen um einen eigenen Stil – weiterhin das Bedürfnis vieler Zuschauer nach Unterhaltung mit Substanz aufgreifen. Dabei gilt es mehr denn je, Events und Programmhighlights mit einem gesellschaftlichen Widerhall zu kreieren, die eine Verbindung aus Erlebnis, unterhaltendem Zeitgeschehen und Alltagskultur herstellen.

Die Sendeleistung des Gemeinschaftsprogramms 3sat liegt mit 525 600 Minuten leicht unter dem Ansatz des Vorjahres. Der Sendeaufwand reduziert sich hingegen erheblich um 4,5 Mio. Euro auf 30,2 Mio. Euro. Die Veränderung resultiert in erster Linie aus dem Zusammenschluss der 3sat-Sendeleitung mit der Sendeleitung des ZDF-Programms.

Der Sendeaufwand für ARTE beträgt 36,6 Mio. Euro und ist gegenüber dem vorangegangenen Jahr mit einer leichten Reduzierung von 0,5 Mio. Euro verbunden. Dabei entspricht die Sendeleistung mit 80 000 Minuten dem Vorjahresansatz. Dem Sendeaufwand stehen entsprechende ARTE-Erträge gegenüber, die dem ZDF von ARTE Deutschland für die bereitgestellten Programmbeiträge zufließen. Für PHOENIX ist 2013 ein Gesamtaufwand von 15,6 Mio. Euro (./. 2,4 Mio. Euro) vorgesehen.

Der Ansatz für den Kinderkanal beim ZDF beträgt 41,9 Mio. Euro. Er beinhaltet sowohl den Aufwand für vom ZDF zugelieferte Programme als auch die Kostenbeteiligung des ZDF an den in der Zentrale in Erfurt erstellten Programmbeiträgen.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche, die für die Gesamtheit des ZDF tätig sind und folglich nicht unmittelbar Produktionen oder dem Programm zugeordnet werden können, sind im Haushalt 2013 um rund 2,7 Mio. Euro beziehungsweise rund 1,2 Prozent geringer angesetzt als im Vorjahr und betragen nunmehr 231,6 Mio. Euro. Der Rückgang der Aufwendungen ergibt sich aus mehreren Faktoren. Hier ist zum Beispiel der geringere Plan-Etat des Bereichs Intendanz/Justitiariat bei den Beteiligungen zu nennen, der sich im Wesentlichen durch die bereits angesprochene Umstellung des Modells beim Programmvertrieb mit der Tochtergesellschaft ZDF Enterprises GmbH und den damit verbundenen geringeren Aufwendungen ergibt. Auch im Bereich Leitung/ Zentrale Bereiche der Produktionsdirektion ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr geringere Aufwendungen. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus den reduzierten Aufwendungen beim Leistungsaustausch mit der ARD und anderen Dritten aufgrund der geringeren Anzahl an herausragenden Sportgroßereignissen im Jahr 2013. Mehraufwendungen ergeben sich im Bereich Chefredaktion/Außenstudios sowie in der Verwaltungsdirektion/ Leitung/Zentrale Bereiche. Neben vielen kleinen Änderungen und Anpassungen bei den einzelnen Außenstudios in der Planung 2013 ist der Aufwandsanstieg größtenteils auf höhere Ansätze bei den Auslandstudios Washington und Singapur zurückzuführen. Der Anstieg im Bereich Verwaltungsdirektion/ Leitung/Zentrale Bereiche resultiert überwiegend aus einer gestiegenen Verrechnung von Leistungen aus dem Dienstleisterbereich Informations- und Systemtechnologie. Entlastet werden die Gemeinkostenbereiche durch eine Umlage an die Dienstleister in Höhe von ./. 17,4 Mio. Euro.

Die Übrigen Gemeinkosten belaufen sich auf 267,8 Mio. Euro. In dieser Position sind nicht unmittelbar beeinflussbare Kostenkomponenten wie der betriebliche Steueraufwand, der Beitragseinzug und die Zinsaufwendungen zentral unter einer Haushaltsstellengruppe veranschlagt. Die Dienstleisterbereiche sind mit dem Saldo aus Erlösen und Kosten in Höhe von 12,8 Mio. Euro budgetiert, was einem Defizit (= positiver Zusatzaufwand) in dieser Höhe entspricht. Damit verschlechtert sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Mio. Euro. Insgesamt stehen dem von den Dienstleistern abgegebenen Leistungsvolumen, also den Erlösen in Höhe von 401,9 Mio. Euro, Kosten von 414,6 Mio. Euro gegenüber.

Investitionshaushalt 2013

Der Investitionshaushalt weist Einnahmen in Höhe von 137,4 Mio. Euro und Ausgaben in Höhe von 151,6 Mio. Euro auf. Daraus ergibt sich ein Finanzierungsergebnis von ./. 14,2 Mio. Euro, welches ein um 54,9 Mio. Euro schlechteres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Verantwortlich hierfür sind höhere Programminvestitionen.

Auf der Einnahmenseite sind hauptsächlich Abschreibungen/ Abgänge auf Sachanlagen in Höhe von 80,5 Mio. Euro, Versorgungsrückstellungen in Höhe von 52,9 Mio. Euro sowie andere langfristige Rückstellungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Während im Vorjahr auf der Einnahmenseite beim Programmvermögen ein Entnahmesaldo vorgesehen und entsprechend eine Verminderung des Programmvermögens eingeplant war, ist im Planjahr 2013 bei den Programminvestitionen ein Zuführungssaldo auf der Ausgabenseite zu verzeichnen. Dies entspricht dem typischen Verlauf des Übergangs zu einem Jahr mit einer geringeren Anzahl an herausragenden Sportgroßereignissen.

Von den Ausgaben entfallen 65,1 Mio. Euro auf die Sachinvestitionen. Der Anteil der Sachinvestitionen an den Gesamtausgaben liegt damit bei rund 42,9 Prozent. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt, wie schon in den vergangenen Jahren, bei den Dienstleistern der Produktionsdirektion, hauptsächlich im Bereich Informationsund Systemtechnologie (22,3 Mio. Euro) sowie im Bereich Produktions- und Sendebetrieb (13,0 Mio. Euro). Dabei handelt es sich um fortgeführte Reinvestitionen und Erneuerungen bei den produktionstechnischen Einrichtungen sowie um notwendige Maßnahmen bei der IT-Infrastruktur und Migrationsprojekten zur Ablösung von Großrechnersystemen. Die Maßnahmen umfassen unter anderem auch die Reinvestition der Regie im Studiobereich 2, Anpassungen an den ZDF-weiten digitalen Produktions- und Bearbeitungssystemen, Ergänzungen bei einer mobilen Produktionseinheit sowie Anpassungen in der Infrastruktur des Sendezentrums 2. Innerhalb der Verwaltungsdirektion werden vornehmlich Erneuerungsinvestitionen im Bereich Gebäudemanagement vorgenommen. Die beschriebenen Maßnahmen werden grundsätzlich eng nach den gesetzlichen, programmlichen und medienpolitischen Vorgaben beziehungsweise auf die Rahmenbedingungen und strategischen Ziele des ZDF hin ausgerichtet. Anders als im Vorjahr ist bei den Programminvestitionen ein Zuführungssaldo in Höhe von 56,4 Mio. Euro im Wesentlichen aus der Anzahlung für Sportrechte vorgesehen. In den Ansätzen für die anderen Investitionen von rund 30,1 Mio. Euro sind vor allem Mittel für den Aufbau des Versorgungsstocks und den Forderungsaufbau gegen die Rückdeckungsversicherung enthalten.

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