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ZDF und ZDF Enterprises weisen Vorwurf zurück

Das ZDF und die Geschäftsführung von ZDF Enterprises weisen Vorwurf der Intransparenz zurück.

In einem Bericht der FAZ über eine Studie von Professor Harald Rau und einem Interview mit ihm werden zahlreiche falsche Behauptungen aufgestellt, die ZDF und ZDF Enterprises zurückweisen.

Die Behauptung, Tochterfirmen würden mit Gebührengeldern quersubventioniert ist falsch. Eine Quersubventionierung ist staatsvertraglich verboten. Die Marktkonformität der Tochterfirmen wird entsprechend den staatsvertraglichen Vorgaben von unabhängigen Wirtschaftsprüfern und dem Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz kontrolliert. Der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen durch das ZDF sowie die Beteiligung an ihnen bedürfen der vorherigen Zustimmung des Verwaltungsrates. Die Beteiligungen des ZDF und deren wirtschaftliche Aktivitäten werden zudem vom Verwaltungsrat des ZDF kontinuierlich überwacht.

Sämtliche kommerziellen Aktivitäten - etwa die Verwertung von Rechten, die Akquise von Werbung und Sponsoring, etc. - sind gemäß gesetzlicher und europarechtlicher Vorgaben ausgelagert. Sie werden unter Marktbedingungen durch rechtlich selbständige Beteiligungsunternehmen erbracht. Unternehmen, bei denen öffentlich-rechtliche Einrichtungen einen Anteil von über 50 Prozent haben, können – anders als etwa die Produktionstöchter der Privatsender – direkt von Rechnungshöfen geprüft werden.

Die Formulierung, die öffentlich-rechtlichen Sender würden ihre Beteiligungen an unzähligen Tochterfirmen „mehr oder weniger auffällig verstecken“, ist nicht nachvollziehbar. Für das ZDF können die in der FAZ-Grafik aufgelisteten Beteiligungen mit wenigen Klicks von jedermann im Netz gefunden werden.

Darüber hinaus veröffentlicht das ZDF einen jährlichen "Konzernlagebericht", der viele weiterführende Informationen über die Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen enthält.

Die „Forderung“ von Professor Rau , „eine Firma wie ZDF Enterprises (müsse) aus dem Dunstkreis der Anstalt ZDF ausgegliedert (werden). Räumlich, inhaltlich und wirtschaftlich“ ist bereits seit Gründung der Firma erfüllt. ZDF Enterprises ist den staatsvertraglichen Vorgaben entsprechend räumlich, inhaltlich, wirtschaftlich und organisatorisch ausgegliedert.

Die Vorstellung von Prof. Rau, es sollte eine „Börse für Produktionsaufträge – oder zumindest Auktionen“ geben, basiert auf einer völligen Unkenntnis der Struktur von Programmherstellung. Sendungen des ZDF sind keine Güter, die man an einer Börse handelt oder bei einer Auktion ersteigert. Das ZDF ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkfunkanstalt, die in einem gesetzlich vorgegebenen gesellschaftlichen (nicht wirtschaftlichen) Auftrag Programme selbst produziert, beauftragt oder einkauft. Der Einkauf fertiger Programme wie etwa Kinofilme oder internationale Kaufserien macht nur einen kleinen Anteil an der Beschaffung aus. Sendungen, die bei Produktionsfirmen beauftragt werden, werden in enger Abstimmung mit den ZDF-Redaktionen hergestellt; die inhaltliche Verantwortung und das Letztentscheidungsrecht liegen beim ZDF. Die Auswahl konkreter Projekte und die Beauftragung erfolgt im Rahmen der gesetzlich und verfassungsrechtlich gesicherten Programmautonomie nach redaktionellen Kriterien.

Das ZDF steht für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Produzenten. Der Sender ist in diesem Bereich, mit über 500 Millionen Euro pro Jahr einer der größten Einzelauftraggeber der Auftragsproduzenten. Mehr als zwei Drittel dieser Aufträge werden dabei mit Firmen verwirklicht, die nicht mit dem ZDF verbunden sind. Maßgeblich für die Auftragsvergabe sind Qualität und Erfolg. Tochterunternehmen werden dabei weder bevorzugt noch benachteiligt. Auch dies wird von Gremien, Rechnungsprüfern und Rechnungshöfen überwacht und ist nach dem Brüsseler Beihilfekompromiss unabdingbar. Insgesamt werden im Auftragsproduktionsbereich zirka 500 Firmen beschäftigt.

Die Gewinne aus den kommerziellen Aktivitäten werden von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) bei der Feststellung des Finanzbedarfs und der Höhe des Beitrags zur Entlastung der Beitragszahlerinnen und –zahler angerechnet.

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