Geld macht nicht glücklich, aber keines zu haben, ist auch nicht angenehm. Deshalb haben die drei New Yorker Mannequins Pola, Loco und Schatze (Marilyn Monroe, Betty Grable, Lauren Bacall) beschlossen, nach heiratsfähigen Männern mit dicker Brieftasche Ausschau zu halten. Das "Startkapital" der Damen ist ihre Schönheit und ein luxuriöses Appartement - man kann einen Millionär schließlich nicht in einer Hütte empfangen. Außerdem muss eine Vorauswahl getroffen werden: Bereits verheiratete Männer oder solche mit ärmlichem Aussehen kommen für das Projekt natürlich nicht in Frage. Am Ende hat jede der drei Damen ihren Mann fürs Leben gefunden - jedoch ist nicht jeder unbedingt ein Millionär.
CinemaScope, das damals neue Breitwandverfahren, und Marilyn Monroe waren die Attraktionen des etablierten Hollywoodstudios 20th Century Fox, um die Leute aus ihren nunmehr mit Fernsehern ausgestatteten Wohnzimmern wieder in die Kinos zu locken. "Wie angelt man sich einen Millionär?" festigte endgültig Marilyns Star-Status. Marilyn Monroe bekam von der Zeitschrift "Redbook" den Preis als "Nachwuchsstar mit dem höchsten Einspielergebnis". Ihre Partnerin Betty Grable, die jahrelang sozusagen die erste Blondine der Fox war, soll Marilyn das Tollste genannt haben, das Hollywood seit Jahren widerfahren sei; eine echte Wiederbelebungsspritze für das Filmgeschäft.
Das ZDF erinnert mit einem ihrer berühmtesten Filme an Superstar Marilyn Monroe, deren 50. Todestag sich am 5. August 2012 jährte. "Wie angelt man sich einen Millionär?" wird als Hörfilm ausgestrahlt. Auf Audio 1+2 gibt es die deutsche Stereofassung, auf Audio 3+4 befindet sich eine Audiodeskriptionsfassung in Mono.
2012 kam der "erste echte biografische Monroe-Film" (epd Film 4/2012) in die Kinos und brachte die Diva auf die Leinwand zurück, verkörpert von Michelle Williams: "My Week with Marilyn" schildert die Ereignisse hinter den Kulissen während der in England stattfindenden Dreharbeiten zu "Der Prinz und die Tänzerin" - dem ersten Film jener Produktionsfirma, die Marilyn gemeinsam mit dem Fotografen Milton Greene gegründet hatte.
Marilyns Gestalt wachte über den 65. Geburtstag des Filmfestivals in Cannes in diesem Jahr: "Sie ist eine, wenn nicht die Ikone des Kinos: Marilyn Monroe. 2012 jährt sich der Todestag der berühmtesten Leinwandblondine aller Zeiten zum 50. Mal - Grund genug für das berühmteste Filmfestival der Welt, die Filmfestspiele von Cannes, dem Star zu gedenken und ihr das offizielle Plakat zum 65. Jubiläum des Festivals zu widmen. Auf dem Poster ist dabei ein Bild des Fotografen Otto L. Bettmann zu sehen."
Die oft als "Sexsymbol" bezeichnete, mit schlechter Schulbildung, aber durchaus Sinn für Ironie gesegnete Marilyn sagte über sich selbst: "Wenn ich schon ein Symbol sein soll, dann ist mir Sex lieber als manches andere, wofür es Symbole gibt."






