Herzinfarkte können dank schneller Erstversorgung und wirksamer Medikamente heute weit besser behandelt werden als vor 10 Jahren. Noch immer aber überleben 35 Prozent aller Betroffenen nicht und bei etwa jedem vierten Patienten folgt ein zweiter Infarkt. Einer hoch spezialisierten Versorgung steht ein deutliches Defizit in der Nachbehandlung gegenüber. Wie aber lassen sich herzkranke Patienten zu einer dauerhaften Änderung ihres Lebensstils motivieren, um einen erneuten Infarkt zu vermeiden? In der modernen Kardiologie setzt sich die Erkenntnis durch, dass bei allem technischen Fortschritt die "sprechende Medizin" wieder an Boden gewinnen muss: eine an Stressreduktion und Achtsamkeit orientierte Ganzheitsmedizin. War jahrzehntelang der Zusammenhang zwischen Herzkrankheit und Psyche bezweifelt worden, setzt sich nun die Auffassung durch, dass Herzpatienten vor allem eines brauchen: eine Therapie mit Herz.
Die Dokumentation "Das kranke Herz" beschäftigt sich mit dem Thema Herzinfarkt.



