Fast drei Millionen Türken leben zurzeit in Deutschland. Ihre Gefühle sind widersprüchlich, sie changieren zwischen dem Wunsch dazuzugehören und sich dennoch abzuschotten. Sie leben mitten unter uns, und dennoch wissen wir viel zu wenig voneinander.
Eine junge Türkin in Wien trägt wie ihre Mutter in der Öffentlichkeit ein Kopftuch. Die befremdeten Blicke und manchmal dummen Bemerkungen von Passanten können die junge Frau nicht aus dem Gleichgewicht bringen, denn sie fühlt sich von ihrer Familie geliebt und von ihren Klassenkameraden akzeptiert. Doch als sich eine zarte Romanze mit einem nichttürkischen Jungen aus ihrer Klasse anbahnt, überlegt sie, ob sie ihr Kopftuch ablegen soll. Ihr Freund macht ihr klar, dass er sie so akzeptiert, wie sie ist: mit und ohne Kopftuch.
Die österreichische Regisseurin und Drehbuchautorin Nina Kusturica beschäftigt sich in ihrem Kurzfilm, der an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien entstand, differenziert und sensibel mit dem Thema Multikulturalismus. Nina Kusturica gelang eine ebenso wahrhaftige wie poetische Darstellung der Selbstfindung eines jungen Mädchens.



