Anam ist Mitte 40, Ehefrau, Putzfrau und Mutter. Ihre ganze Kraft und Energie konzentriert sich auf die Arbeit und den Haushalt. Ihre zwei Kinder Deniz und Lela sollen einmal eine bessere Zukunft haben. Eigene Wünsche und Träume, wie etwa den Führerschein zu machen, wagt sie gegen den Willen ihres Mannes nicht durchzusetzen. Ein Leben außerhalb der Traditionen kann sich Anam für sich und die Ihren nicht vorstellen. Eines Tages aber bricht diese Welt für Anam zusammen. Sie erfährt, dass ihr Mann Mehmet sie betrügt. Nach einem heftigem Streit verlässt er sie.
Plötzlich auf sich allein gestellt wirkt die Nachricht, dass ihr Sohn Deniz mit einer Drogenvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wie ein doppelter Schock. In dieser verzweifelten Situation beginnt Anam zu kämpfen. Unterstützt von ihren beiden Putzfrau-Kolleginnen Rita und Didi sucht sie den inzwischen aus dem Krankenhaus verschwundenen Deniz auf dem Hamburger Kiez.
Als sie ihn schließlich findet, bittet Deniz Anam, sich um seine ebenfalls drogensüchtige Freundin Mandy zu kümmern. Er selbst jedoch verschwindet mit seinem Freund, dem Drogendealer Hasan. Tatsächlich nimmt Anam sich des Mädchens an. Ihre Versuche, Mandy von ihrer Drogensucht zu befreien, konfrontieren sie mit einer bis dahin unbekannten Realität. Ihr Auftreten wird selbstbewusster und entschiedener.
Zwischen ihr und dem Polizisten Bernd, der bei der Suche nach Deniz behilflich ist, kommt es sogar zu einer zaghaften Annäherung. Als Anam Deniz schließlich bei Hasan findet, will er sich nicht helfen lassen. Anam begreift, dass auch Deniz letztlich nur für sich allein verantwortlich sein kann. Sie lässt ihn los. Erst kurz nachdem Mandy durch Hasans Machenschaften stirbt, kommt Anam die Erkenntnis und Gewissheit: "Loslassen heißt nicht, fallen lassen". Wieder sucht sie Deniz auf, trifft aber diesmal nur auf Hasan. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden eskaliert, und als Deniz hinzu kommt, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.




