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auslandsjournal vom 19. Dezember 2012
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außendienst: Rentierhirte in Norwegen
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Ehemalige Kolonie Angola hilft Portugal
Prophezeihung und Profit
auslandsjournal vom 19. Dezember 2012
außendienst: Rentierhirte in Norwegen
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Pistolen aus dem PC - Wie US-Studenten Schusswaffen per 3D-Drucker herstellen
Pistolen aus dem Drucker. Was wie eine dystopische Zukunftsvision anmutet, ist für eine kleine Gruppe texanischer Tüftler bereits Realität. Sie entwerfen Schusswaffen am Computer und stellen sie mit einem 3D-Drucker selbst her. Bereits der erste Testlauf mit den Plastikwaffen war erfolgreich - sechs Schuss konnten abgefeuert werden, bevor das Modell zu Bruch ging. Noch waren nur Griff und Abzug gedruckt, die restlichen Teile aus legal gekauften Waffen. Ziel der Gruppe ist es, komplette 3D-Druckvorlagen von funktionstüchtigen Waffen zu designen und diese im Internet als "Wiki-Weapons" zu veröffentlichen. So soll sich schon bald jeder seine eigene funktionstüchtige Plastikwaffe ausdrucken können.
Ohne Seriennummer, die bei einer üblichen Schusswaffe auf dem Griffteil angebracht ist, lässt sich im Falle einer Straftat der Täter schwerer ermitteln. 2013 läuft in den USA ein Verbot für Plastikwaffen aus. Fragen nach den möglichen Auswirkungen dieser heimischen Waffenherstellung beantwortet die Gruppe auf ihrer
Homepage lapidar: "Let's find out." Während in der US-Politik über strengere Waffengesetze diskutiert wird, interessieren sich Waffennarren aus aller Welt bereits jetzt brennend für das Projekt.
Für das "auslandsjournal" berichtet Ulf Röller aus Texas.
Prophezeiung und Profit - Das Geschäft mit dem Weltuntergang
Diesen Freitag, am 21. Dezember 2012, geht die Welt unter. So prophezeit es ein 800 Jahre alter Maya-Kalender. Und mit ihm
einerseits eine Horde von gläubigen Fantasten und andererseits eine
Industrie, für die die angekündigte Katastrophe zum Kassenschlager
wird.
Im kleinen französischen Dorf Bugarach zum Beispiel. Im Berg nahe des Dorfes habe ein UFO geparkt, um einige Auserwählte vor dem Weltuntergang zu retten. So die Überzeugung mancher Dorfbewohner. Die Behörden rechnen mit einem Ansturm von Esoterikern, UFO-Gläubigen, Apokalypse-Aposteln. Dennoch bereitet sich das Dorf auch mit
Vorfreude auf die Fantasten vor, denn der Weltuntergang ist ein einträgliches Geschäft. Die Grundstückspreise in Bugarach explodieren, ein Gästezimmer kostet dieser Tage mehr als 1000 Euro
pro Nacht.
Auch in Mittelamerika sind für die erhaltenen Maya-Tempel Besucherrekorde prophezeit. Zum Apokalypsetourismus werden die passenden Produkte gleich mit angeboten: So schlürft man Weltuntergangswein, lässt sich von Sterneköchen ein letztes Mahl servieren oder kauft das Maya-Sonderlos der mexikanischen Lotterie - für den Fall, dass die Welt doch nicht untergeht. Dass der
eigentliche Grund der Aufregung, die endzeitliche Interpretation des Maya-Kalenders, sowohl von Wissenschaftlern als auch von
Maya-Nachkommen abgelehnt wird und die Maya-Nachfahren den Regierungen Ausverkauf ihrer Kultur vorwerfen, stört dabei wenig.
Für das "auslandsjournal" berichten Susanne Freitag und Heike Slansky aus Frankreich und Mexiko.



(VPS 20.12.2012, 03:45 Uhr)

