Guangdong: Schnellstraße in China eingestürzt - 48 Tote

    Provinz Guangdong:Schnellstraße in China eingestürzt - 48 Tote

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    Im Süden Chinas sind Teile einer Schnellstraße eingestürzt. Mindestens 48 Menschen kamen ums Leben, wie die amtliche Nachrichtenagentur berichtet.

    Eingestürzte Schnellstraße im chinesischen Meizhou
    Durch die eingestürzte Schnellstraße im chinesischen Meizhou sind viele Menschen gestorben.
    Quelle: dpa

    Nach dem Einsturz einer Fahrbahn auf einer Autobahn im Südchina ist die Zahl der Todesopfer auf 48 gestiegen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
    Drei Menschen seien laut Behörden noch nicht identifiziert. Weitere 30 Menschen erlitten demnach Verletzungen, allerdings keine lebensbedrohlichen.

    Staatssender: 18 Meter langer Abschnitt eingestürzt

    Zeugen berichteten lokalen Medien, sie hätten ein lautes Geräusch gehört und gesehen, wie sich hinter ihnen ein mehrere Meter breites Loch aufgetan habe, nachdem sie an dem kurz vor dem Einsturz stehenden Straßenabschnitt vorbeigefahren seien.
    Der eingestürzte Straßenabschnitt auf dem Meizhou-Dabu Expressway war laut dem chinesischen Staatssender CCTV etwa 18 Meter lang und hatte eine Fläche von etwa 184 Quadratmetern. Möglicherweise hatten die starken Regenfälle der vergangenen Tage die Straße unterspült. Nach Angaben der Behörden der Stadt Meizhou stürzte der Straßenabschnitt Mittwochfrüh gegen 2 Uhr Ortszeit ein. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht zweifelsfrei geklärt.
    Nach Straßeneinsturz: Rettungsarbeiten in Meizhou
    Verkohlte Fahrzeugwracks: Rettungsarbeiten in Meizhou
    Quelle: dpa

    Über 20 Fahrzeuge stürzten Abhang hinunter

    Der zerstörte Abschnitt liegt an einem Hang, was vermutlich zur Instabilität des Geländes beigetragen hat. Es handele sich um eine "geologische Naturkatastrophe", heißt es bei CCTV.
    Auf anderen Bildern und Videos in den sozialen Medien waren Rauch und Feuer an der Unfallstelle zu sehen, Leitplanken ragten in die Flammen, auf einer Anschlussstelle zu der Schnellstraße standen verkohlte Fahrzeuge. Der Untergrund unter der Unglücksstelle schien ausgehöhlt zu sein. Laut Medienberichten stürzten 23 Fahrzeuge in die Tiefe.
    An aerial view taken on April 28, 2024 shows destroyed and damaged buildings in an affected area after a tornado hit Guangzhou, in Southern China's Guangdong province.
    Bei einem Tornado in der südchinesischen Metropole Guangzhou sind fünf Menschen ums Leben gekommen. 33 wurden laut lokalen Medien verletzt.28.04.2024 | 0:15 min

    Seit Tagen heftige Regenfälle

    Nach dem Unfall waren rund 500 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und anderen Behörden mit den Bergungsarbeiten beschäftigt. Möglicherweise hatten starke Regenfälle der vergangenen Tage die Straße unterspült. Zweifelsfrei geklärt ist die Ursache für das Unglück bislang nicht.
    Die Provinz Guangdong ist zwar starke Regenfälle gewohnt, doch sind diese derzeit ungewöhnlich heftig ausgefallen. Viele Ströme im Perlflussdelta schwollen bedrohlich an. Auch in Städten und Dörfern nördlich und südlich von Guangzhou wurden Überschwemmungen gemeldet. Auf Fernsehbildern der vergangenen Tage waren Rettungskräfte zu sehen, die bis zur Brust durch die Fluten wateten und ältere Menschen aus ihren Wohnungen brachten. Mit Schlauchbooten fuhren die Helfer andernorts durch sonst mit Autos gefüllte Straßen.
    Erdrutsche gelten in den bergigen Regionen Chinas bei starken Regenfällen als besonders gefährlich. Erst Ende Januar waren bei einem schweren Erdrutsch in einem Dorf im Südwesten des Landes mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Jedes Jahr sterben in China einige Hundert Menschen an den Folgen schwerer Unwetter, Überschwemmungen und anderer Naturkatastrophen.
    22.01.2024, China, Zhaotong: Dieser Screenshot zeigt Rettungskräfte bei der Arbeit an der Stelle eines Erdrutsches im Dorf Liangshui in der südwestchinesischen Provinz Yunnan.
    Bei einem Erdrutsch in der südwestchinesischen Provinz Yunnan sind mehr als 40 Menschen verschüttet worden. Bislang haben Einsatzkräfte acht Tote aus den Trümmern geborgen. 22.01.2024 | 0:16 min
    Quelle: dpa, AP, AFP
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