Biden kritisiert Trumps Nato-Aussage als "unamerikanisch"

    Kritik nach Nato-Äußerungen:Biden: Trump-Aussage dumm und unamerikanisch

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    An Trumps Aussage, Nato-Mitglieder im Falle eines Angriffs nicht zwangsläufig zu unterstützen, gibt es heftige Kritik. Auch der US-Präsident findet scharfe Worte.

    Joe Biden zeigt mit dem Finger nach vorn
    US-Präsident Biden hat Trump außergewöhnlich scharf kritisiert. Biden nannte Trumps Aussagen, Nato-Partnern keinen Schutz zu gewähren, "dumm, beschämend und gefährlich".14.02.2024 | 0:17 min
    US-Präsident Joe Biden hat die jüngsten Äußerungen seines Amtsvorgängers Donald Trump zur Nato mit scharfen Worten kritisiert:

    Um Himmels willen, das ist dumm, das ist beschämend, das ist gefährlich, das ist unamerikanisch.

    Joe Biden, US-Präsident

    Der US-Präsident reagierte damit auf Trumps Ansage, dass er Nato-Partnern, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen, keinen Schutz vor Russland gewähren würde. "Kein anderer Präsident in der Geschichte ist jemals vor einem russischen Diktator in die Knie gegangen", kritisierte Biden. "Ich werde das nie tun."
    Florian Neuhann
    Das Treffen der Nato-Verteidigungsminister steht auch im Zeichen der umstrittenen Aussagen von Donald Trump. Florian Neuhann über die Reaktionen aus Brüssel. 14.02.2024 | 1:07 min

    Trump: "Nein, ich würde Euch nicht beschützen"

    Trump, der bei der nächsten Präsidentenwahl im November Biden herausfordern und erneut für die Republikaner antreten will, hatte am Wochenende bei einem Wahlkampfauftritt gesagt, der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland beschützen würden, wenn es die Verteidigungsausgaben nicht zahle. Er habe geantwortet: "Nein, ich würde Euch nicht beschützen."
    Election 2024 Trump
    Ex-US-Präsident Trump äußert sich auf einer Wahlkampfveranstaltung zur Nato und droht, beitragssäumigen Nato-Partner militärisch nicht vor Russland zu schützen. 12.02.2024 | 2:00 min
    Vielmehr noch: Er würde Russland "sogar dazu ermutigen, zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Biden hatte die Aussage bereits am Wochenende scharf kritisiert, legte nun aber nach.

    Können Sie sich vorstellen, dass ein früherer Präsident der Vereinigten Staaten das sagt? Die ganze Welt hat es gehört.

    Joe Biden

    Das Schlimmste daran sei, so Biden, dass Donald Trump es ernst meine. Für Trump spielten Prinzipien keine Rolle, beklagte Biden. "Wenn er die Nato anschaut, sieht er nicht das Bündnis, das Amerika und die Welt schützt."
    Trump sehe die Allianz stattdessen als Last oder als Mittel für Schutzgeldforderungen. Biden sagte außerdem, dass Trumps Aussagen die Lage im US-Kongress rund um die Genehmigung neuer Finanzmittel zur Unterstützung der Ukraine verschärften.
    Die NATO
    Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Trump stellt die Nato infrage – und wirft einen dunklen Schatten auf die künftigen Sicherheitsgarantien zwischen Europa und den USA.11.02.2024 | 2:47 min
    Die Nato setzt als Verteidigungsbündnis auf das Prinzip Abschreckung und dafür ist vor allem Artikel 5 des Nordatlantikvertrags relevant. Er regelt die Beistandsverpflichtung in der Allianz und besagt, dass ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Alliierte als ein Angriff gegen alle angesehen wird.

    Bündnisfall nach 11. September eingetreten

    Biden erinnerte daran, dass dieser Bündnisfall in der Geschichte der Nato erst ein Mal ausgelöst wurde - und zwar zur Unterstützung Amerikas, nach den Terrorangriffen gegen die USA vom 11. September 2001.
    Der Demokrat betonte auch einmal mehr, er stehe eisern zu der Beistandspflicht, und solange er Präsident sei, würden die Vereinigten Staaten jeden Zentimeter Nato-Territorium verteidigen.
    Quelle: dpa, Reuters

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