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Proteste in Belarus nehmen kein Ende

Hunderttausende Menschen gehen in dem osteuropäischen Land auf die Straße, um gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu demonstrieren. Mittlerweile dauern die Proteste schon vier Wochen an.

Datum:
Belarus: Einsatzkräfte stehen Demonstranten gegenüber
In der belarussischen Hauptstadt Minsk stehen Einsatzkräfte der Polizei den Demonstranten gegenüber
Quelle: dpa

Der belarussische Präsident will härter gegen die Demonstrationen vorgehen. Er zeigt sich in den Medien bewaffnet und mit schusssicherer Weste. Immer wieder lässt er Protestierende festnehmen. Zuletzt auch ein Politiker und eine Politikerin, die sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzen und dafür sorgen wollen, dass das Land Belarus eine neue Regierung bekommt, die von der Mehrheit akzeptiert wird. Viele Menschen in Belarus wollen nämlich genau das.

Alexander Lukaschenko.
Alexander Lukaschenko.
Quelle: Sergei Shelega/BelTA/AP/dpa

Doch Alexander Lukaschenko will an der Macht bleiben. Seit 26 Jahren ist er Präsident von Belarus. Am 09. August wurde er wiedergewählt. Viele gehen allerdings davon aus, dass bei den Wahlen betrogen wurde und Lukaschenko nur so gewinnen konnte. Deswegen gehen sie seit mehr als vier Wochen auf die Straße und wollen den Präsidenten dazu bringen, zurückzutreten, damit es neue und faire Wahlen geben kann.

Proteste gegen Präsident Lukaschenko in Belarus
Am Sonntag protestieren mehr als hunderttausend Menschen gegen Präsident Lukaschenko.
Quelle: dpa

Nicht alle sind gegen Lukaschenko

Doch Lukaschenko hat auch viele Anhängerinnen und Anhänger, die es gut finden, dass er weiterhin Präsident bleibt. Sie finden, dass er bisher gute Arbeit gemacht hat und wollen nicht, dass sich etwas verändert. Auch sie gehen auf die Straße und wollen so ihre Unterstützung für Lukaschenko zeigen.

Das sagen Deutschland und die EU dazu

Die Europäische Union erkennt das Wahlergebnis nicht an, sie hält es also auch für gefälscht.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat die Regierung in Belarus scharf kritisiert. Er sagte, es sei inakzeptabel, also absolut nicht in Ordnung, wie die Regierung mit ihren politischen Gegnern umgeht. Er forderte, dass keine Menschen für ihre Meinung eingeschüchtert und verhaftet werden dürfen.

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