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RAF – Rote Armee Fraktion

Die Terrorgruppe hat vor einigen Jahrzehnten in Deutschland viel Angst und Schrecken verbreitet.

Datum:
Zeichen der RAF
So sah das Zeichen der RAF aus. Quelle: pr

RAF ist die Abkürzung für Rote Armee Fraktion. Die Mitglieder dieser Gruppe führten vor allem in den 1970er und 1980er Jahren einen bewaffneten Kampf gegen alle, die in Deutschland etwas zu sagen hatten. Deshalb hat sich die RAF auch Armee genannt. Die RAF wurde in einer Zeit gegründet, als viele junge Menschen mit dem Leben in Deutschland unzufrieden waren. Es gab damals große Demonstrationen. Viele Studenten protestierten gegen zu starre Regeln und Gesetze. Sie wollten, dass sich in Deutschland etwas änderte. Die meisten Demonstranten waren friedlich.

Ideen mit Gewalt durchsetzen

Ganz anders die RAF: Die Mitglieder dieser Gruppe wollten das ganze Regierungssystem in Deutschland abschaffen. Ihre Ziele wollten sie mit Gewalt durchsetzen. Sie legten Bomben und ermordeten Menschen, die besonders wichtige Aufgaben in Deutschland hatten. Bei den Anschlägen der RAF wurden insgesamt mehr als 30 Menschen getötet und viele verletzt.

Anschlag auf das Auto von Alfred Herrhausen
Nach einem Autobombenanschlag der RAF sichert die Polizei Spuren. Quelle: ap

<br/>Übersicht: Geschichte der RAF

"Die Geschichte der RAF (2) Die Jagd auf die "Baader-Meinhof-Bande"": Andreas Baader und Gudrun Ensslin in der Anklagebank vor der Urteilsverkündung im Brandstifter-Prozess in Frankfurt 1968.
Andreas Baader und Gudrun Ensslin im Jahr 1968 Quelle: ap

1968: Gudrun Ensslin, Andreas Baader und andere legen in zwei Kaufhäusern in Frankfurt am Main Brände. Sie sagen, dass sie das aus Protest gegen den damaligen Krieg in Vietnam taten. Die Brandstifter werden gefasst und verurteilt. Allerdings tauchen sie ab, bevor sie ins Gefängnis müssen.

1970: Die RAF entsteht. Von Anfang an dabei sind Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe, Holger Meins, Andreas Baader und Ulrike Meinhof. Nach den beiden letztgenannten wurde die Terroristengruppe anfangs auch "Baader-Meinhof-Gruppe" genannt.

Die RAF beginnt mit Banküberfällen, um mit dem erbeuteten Geld Waffen, Autos und gefälschte Ausweise zu kaufen. Dann folgen Anschläge, Entführungen und Ermordungen.

1972: Die RAF zündet Bomben in ganz Deutschland, unter anderem vor Polizeistationen, Firmengebäuden und dem Haus einer großen Zeitung. Die größte Fahndung in der Geschichte Deutschlands beginnt. Die Polizei kann viele RAF-Terroristen verhaften. In einem großen Prozess werden die meisten zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.

1976: Ulrike Meinhof begeht im Gefängnis Selbstmord.

Der entführte Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer
Der entführte Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer Quelle: dpa

1977: Brigitte Mohnhaupt wird aus der Haft entlassen. Sie übernimmt die Führung der RAF. Gemeinsam mit anderen RAF-Mitgliedern organisiert und verübt sie in diesem Jahr zahlreiche Anschläge und Morde. Unter anderem töten sie den obersten Staatsanwalt Deutschlands, Siegfried Buback, Bankchef Jürgen Ponto und Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer. Im Oktober begehen Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und Andreas Baader im Gefängnis Selbstmord.

1982: Im November werden Brigitte Mohnhaupt und andere RAF-Mitglieder verhaftet und später verurteilt. Die Terroranschläge gehen jedoch weiter.

Fahndungsplakat mit Fotos gesuchter RAF-Terroristen
Mithife solcher Plakate suchte die Polizei nach RAF-Terroristen. Quelle: dpa

1989 bis 1991: Am 30. November 1989 töten RAF-Terroristen den damaligen Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen. Im Jahr darauf werden zahlreiche RAF-Terroristen verhaftet. Der Terror geht aber weiter. Am 1. April 1991 erschießt die RAF Detlev Karsten Rohwedder. Er war ein wichtiger Manager.

1998: Die RAF löst sich im April offiziell auf.

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