logo!: Schwere Vorwürfe von deutschen Turnerinnen

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    Viel zu hartes Turntraining?

    Profiturnerinnnen und Profiturner können superkomplizierte Saltos und Sprünge ganz einfach und elegant aussehen lassen. Dahinter steckt aber jahrelanges hartes Training, mit dem sie fast immer schon als Kinder angefangen haben.
    Turn-EM 2021: Elisabeth Seitz am Stufenbarren
    Geturnt wird auf dem Boden und an verschiedenen Geräten: Hier turnt die deutsche Meisterin Elisabeth Seitz am Stufenbarren.
    Quelle: reuters

    Mehrere deutsche Turnerinnen haben jetzt im Internet schwere Vorwürfe öffentlich gemacht. Sie sagen, sie wären an einigen Standorten für Profitraining schon als Jugendliche oft sehr schlecht behandelt worden.
    Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Lara Marie Hinsberger turnt bei den Finals Rhein - Ruhr 2023 beim Mehrkampf der Frauen am Boden. Archivbild
    Turnerin Lara Marie Hinsberger hat mit 14 eine krasse Essstörung entwickelt - weil der Druck durch die Trainer so groß war, sagt sie.
    Quelle: dpa

    Zum Beispiel mussten sie trotz Verletzungen weiter trainieren und es gab riesigen Druck, so leicht und dünn wie möglich zu sein. Mehrere Turnerinnen sagen, dass sie dadurch starke Essstörungen entwickelt haben. Den Trainern sei es nur um Erfolge gegangen. Eine Turnerin schreibt, sie wäre nicht wie ein Mensch behandelt worden, sondern wie ein Gegenstand.

    Der Deutsche Turner-Bund, der in ganz Deutschland für das Turnen und auch für das Profi-Training zuständig ist, will die Vorwürfe untersuchen. Zwei Trainer sollen jetzt erst mal kein Turntraining mehr geben.

    Die Turnerinnen fordern, dass sich das Profitraining insgesamt verändern soll. Sie sagen: Es gibt fast überall so großen Druck, dass die Gesundheit der Sportlerinnen dadurch in Gefahr ist. Das dürfe nicht so bleiben.
    Diesen Text hat Jelena geschrieben.