Finanzen:ZDF-Jahresabschluss 2025
Der Überblick über die wesentlichen Zahlen des Jahresabschlusses 2025 und detaillierte Erläuterungen, wie die finanziellen Mittel des ZDF eingesetzt werden.
I. Jahresabschluss 2025
Vorbemerkungen
Nach § 30a des ZDF-Staatsvertrags ist das ZDF verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden HGB-Vorschriften sowie einen Lagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Die Prüfung der Jahresabrechnung 2025 durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat keine Beanstandungen ergeben. Nach § 31a (1) Medienstaatsvertrag veröffentlicht das ZDF die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Intendanten und der Direktoren unter Namensnennung im Geschäftsbericht und auch die Tarifstrukturen und eine strukturierte Darstellung der außer- und übertariflichen Vereinbarungen. Außerdem berichtet das ZDF gemäß § 21 Entgelttransparenzgesetz.
Der aus Bilanz (Vermögensrechnung), Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang bestehende Jahresabschluss des ZDF wird durch eine Ertrags- und Aufwandsrechnung (Abrechnung des Ertrags- und Aufwandsplans) und eine Finanzrechnung (Abrechnung des Finanzplans) ergänzt. Die Bestandteile sind systematisch miteinander verknüpft.
Die Darstellung des Jahresabschlusses 2025 gemäß der Haushaltsplansystematik ist an die Systematik der Finanzvorschau angelehnt, die Grundlage der KEF-Anmeldung ist und den finanziellen Rahmen für die Haushaltsplanung setzt. Dabei werden insbesondere die Fremdkosten in den Vordergrund gestellt, Personalkosten nur an zentraler Stelle ausgewiesen und andere Kostenelemente wie interne Leistungen und Umlagen nicht explizit geplant und ausgewiesen. Darüber hinaus wird die handelsrechtlich vorgeschriebene Aktivierung der auf das Anlage- und das Programmvermögen entfallenden zuordenbaren nicht abzugsfähigen Vorsteuer, die mit entsprechenden Abschreibungen einhergeht, nicht nachvollzogen. Dadurch weicht das Ergebnis der Ertrags- und Aufwandsrechnung gemäß Haushaltssystematik von dem handelsrechtlichen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ab.
Jahresergebnis und Ergebnisverwendung
Die Ertrags- und Aufwandsrechnung des ZDF entspricht inhaltlich der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung, ist jedoch gemäß der Haushaltssystematik des ZDF anders strukturiert. Sie stellt die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres dar. Dabei sind sinngemäß die Regeln des Gesamtkostenverfahrens anzuwenden. Als Differenzgröße, d.h. als Saldo zwischen Erträgen und Aufwendungen, ergibt sich der Erfolg des Geschäftsjahres (Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag).
Das Ergebnis der Ertrags- und Aufwandsrechnung gemäß Haushaltssystematik weicht von dem handelsrechtlichen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung wegen der unterschiedlichen Berücksichtigung der aktivierten Vorsteuer auf Anlage- und Programmvermögen und den damit verbundenen Abschreibungen ab.
In der Finanzrechnung werden die gesamten Veränderungen der langfristigen Vermögens- und Kapitalpositionen der Vermögensrechnung gezeigt. Ausgabe- und Beschaffungsreste werden berücksichtigt. Das Ergebnis der Ertrags- und Aufwandsrechnung wird derart in die Finanzrechnung integriert, dass ein Überschuss den Einnahmen und ein Fehlbetrag den Ausgaben zugeordnet wird. Als Differenzgröße zwischen Einnahmen und Ausgaben ergibt sich das Gesamtergebnis. Das Gesamtergebnis des Jahres 2025 wird der Rücklage Gesamtergebnis entnommen. Die Rücklage Gesamtergebnis beträgt damit Ende 2025 271,5 Mio. Euro (31.12.2024: 350,2 Mio. Euro). In der Beitragsperiode 2021 bis 2024 wurden gegenüber der letzten KEF-Feststellung Beitragsmehrerträge erzielt. Diese durften nicht in dieser Periode verwendet werden, sondern dienen zur Deckung des Finanzbedarfs in der Periode 2025 bis 2028. Mit Beginn der neuen Beitragsperiode wird diese Sonderrücklage nicht mehr separat ausgewiesen, sondern in die Rücklage Gesamtergebnis überführt.
Im Vergleich zum Haushaltsplan fällt das Gesamtergebnis 2025 um 49,3 Mio. Euro schlechter aus. Maßgeblich für diese Ergebnisverschlechterung ist die ausgebliebene Beitragserhöhung. Im Haushaltsplan war eine Beitragserhöhung von 18,36 Euro auf 18,94 Euro ab 01.01.2025 auf Basis der KEF-Empfehlung aus dem 24. Bericht berücksichtigt worden.
Ertrags- und Aufwandsrechnung
Erträge
Der Anteil des ZDF am gesamten Rundfunkbeitragsaufkommen liegt seit dem 01.08.2021 bei 26,0342 Prozent des monatlichen Regelbeitrags von 18,36 Euro.
Auf der Ertragsseite zeigt sich bei den Rundfunkbeiträgen ein im Vergleich zum Vorjahr stärkeres Aufkommen. Die Erhöhung der Rundfunkbeiträge resultiert überwiegend aus einem geänderten Ertragsausweis: Ab dem Jahr 2025 werden die Beitragsanteile, die das ZDF an ARTE und die KEF abführt, unter den Rundfunkbeiträgen erfasst. Die Ausweisänderung erfolgt in Anlehnung an die Systematik der ARD und der KEF. Im Gegenzug wird auch ein entsprechender Aufwand unter den Anderen Aufwendungen ausgewiesen.
Im Bereich der Werbung unterliegt das ZDF den bekannten gesetzlichen Beschränkungen, wonach Werbesendungen nur 20 Minuten pro Tag bis 20.00 Uhr und nicht an Sonn- und an bundesweit anerkannten Feiertagen ausgestrahlt werden dürfen. Der Rückgang der Werberträge ist darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr weniger werbeattraktive Sportgroßveranstaltungen als im Vorjahr (Fußball-Europameisterschaft der Herren sowie Olympische und Paralympische Spiele) stattgefunden haben.
Seit dem Jahr 2013 gelten die allgemeinen Beschränkungen für die Werbung mit bestimmten Ausnahmen auch für das Sponsoring. Der Rückgang ist wie bei der Werbung auf den 'Sporteffekt' zurückzuführen.
Die Zinserträge gehen insbesondere infolge der geringeren Liquidität zurück.
Die Anderen Erträge steigen überwiegend aufgrund eines geänderten Ertragsausweises an: Bisher in den Rundfunkbeiträgen enthaltene Andere Erträge im Zusammenhang mit dem Rundfunkbeitragseinzug (in Höhe von 29,1 Mio. Euro; im Wesentlichen Säumniszuschläge und Mahngebühren) werden ab dem Jahr 2025 in Anlehnung an die Systematik der ARD und der KEF unter den Anderen Erträgen ausgewiesen. Eine weitere Erhöhung dieser Ertragsart resultiert aus periodenfremden Erträgen, vornehmlich aus Auflösungen von Rückstellungen und Mehrerlösen aus Anlagenabgängen.
Die Erträge aus der Aktivierung der Eigenleistungen, die den innerbetrieblichen Leistungen für Sachinvestitionsprojekte entsprechen, liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Leistungen wurden schwerpunktmäßig für IT-Projekte erbracht.
Aufwendungen
Die Personalaufwendungen fallen niedriger als im Vorjahr aus. Der Rückgang ist auf einen geringeren Aufwand für die Altersversorgung und hier insbesondere auf die Bildung der Versorgungsrückstellung zurückzuführen. Neben dem nicht mehr erforderlichen ratierlichen Zuführungsbetrag für die BilMoG-Umstellung führt auch der stärkere Anstieg des Rechnungszinses zu einer Entlastung. Die Anderen Versorgungsleistungen liegen ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Dies ist unter anderem darin begründet, dass im Jahr 2024 der ZDF-Pensionskasse ein Gründungsstock zur Stabilisierung der Eigenkapitalbasis zur Verfügung gestellt wurde. Der Personalaufwand ohne Altersversorgung nimmt dagegen gegenüber dem Vorjahr zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Nachwirkungen der im Vorjahr unterjährig vollzogenen Umschichtungen von Freier Mitarbeit zu festen Stellen, der Tarifsteigerung, einer höheren Mehrarbeitsrückstellung sowie gestiegener gesetzlicher Sozialabgaben.
Die Programmaufwendungen fallen geringer als im Vorjahr aus. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen geringeren Sendeaufwand für Sportgroßereignisse zurückzuführen und entspricht damit einer üblichen Entwicklung.
Der Sendeaufwand umfasst alle Kosten, die unmittelbar den ausgestrahlten Programmen zugeordnet werden können. Innerhalb der Programmaufwendungen haben sich darüber hinaus im Jahr 2025 deutliche ergebnisneutrale Veränderungen ergeben. Die markanteste Veränderung ergibt sich aus der Auflösung der Hauptredaktion Digitale Medien. Die hier bisher budgetierten non-linearen Projekte wurden nun den verantwortlichen Redaktionen im Sendeaufwand zugeordnet. Diese Änderung führt zu einem Anstieg im Sendeaufwand. Im Gegenzug sinken die Sonstigen Programmaufwendungen. Eine weitere Veränderung ist die Gründung der Direktion Audience, mit der vor allem das Ziel erreicht werden soll, eine zukunftsweisende Distributionsstrategie umzusetzen. Ferner wurde auch die Darstellung von phoenix neu strukturiert.
Die Sendeminuten aller Programmbereiche liegen auch durch die Berücksichtigung der non-linearen Projekte über dem Vorjahresniveau.
Bezogen auf die Aufwendungen ergeben sich in den einzelnen Programmbereichen gegenüber dem Vorjahr folgende Entwicklungen:
Der Sendeaufwand des ZDF-Programms liegt über dem Vorjahreswert. Die höheren Aufwendungen ergeben sich insbesondere bei der Programmdirektion. Hier schlagen sich u. a. strategische Verstärkungen sowie die Wiedereinsetzung von Regelprogramm infolge der geringeren Übertragung von Sportgroßereignissen nieder. Der Sendeaufwand der Chefredaktion liegt im Wesentlichen durch den im zweijährigen Turnus schwankenden Übertragungsumfang für Sportgroßereignisse unter dem Vorjahreswert. Ferner kam es im Zusammenhang mit der Auflösung der Hauptredaktion Digitale Medien und der Neugründung der Direktion Audience zu Budgetverschiebungen innerhalb des Programmaufwandes in den Sendeaufwand.
Der Anstieg des Sendeaufwands von 3sat geht im Wesentlichen auf strategisch beschlossene Programmzuordnungen aus der Programmdirektion zurück.
Bei ARTE steigt der Sendeaufwand infolge des konkreten Sendeeinsatzes der Programmzulieferungen an ARTE-Deutschland.
Der Anstieg beim Sendeaufwand des KiKA ist durch den konkreten Sendeeinsatz der Programmzulieferungen an den Kinderkanal/Erfurt bedingt, insbesondere im Bereich der animierten Kinderserien und ‑reihen.
Durch die neu strukturierte Darstellung von phoenix wird für dieses Programm im Jahr 2025 erstmals ein Sendeaufwand ausgewiesen.
Der Sendeaufwand von ZDFinfo liegt durch Dokureihen und investigative Formate, insbesondere mit Schwerpunkt auf Geschichte, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und True Crime, über dem Vorjahr.
Bei ZDFneo ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg des Sendeaufwands zu verzeichnen. Im Rahmen des Strategieprozesses "Ein ZDF für alle" wurden neue Programmprojekte etabliert.
Die Hauptredaktion Digitale Medien wurde aufgelöst, so dass in den Sonstigen Programmaufwendungen nur noch Nachlaufkosten im Jahr 2025 angefallen sind.
Bei den Honoraren freie Mitarbeit (inkl. Honorarumwandlung), die bei den Sonstigen Programmaufwendungen zusammengefasst ausgewiesen werden, ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg festzustellen. Dieser ist u. a. auf Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die im Vorjahr unterjährig vollzogenen Umschichtungen von Freier Mitarbeit zu festen Stellen wirken sich hier dämpfend aus.
Die Anderen Programmaufwendungen betreffen im Wesentlichen die redaktionsübergreifenden Kosten der Programmdirektion und der Chefredaktion (u.a. Aufwendungen für die Forschungsgruppe Wahlen, Nachrichtenagenturverträge, Dauerleitungen), die Sendepauschalverträge und die produktionsbezogenen Fremdleistungen. Bei den produktionsbezogenen Fremdleistungen handelt es sich um Fremdkosten der Produktionsdirektion, u.a. für Fremdanmietungen von Produktionsequipment, Bühnen- und Ausstattungsbauten, Produktionspersonal auf Honorarbasis sowie Leihpersonal. Da diese Aufwendungen direkt der Programmerstellung dienen, werden sie beim Programmaufwand abgebildet. Die Anderen Programmaufwendungen liegen über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist vor allem auf veränderte Vergütungskonditionen bei den Sendepauschalverträgen sowie auf eine als Aufwand berücksichtigte, aber gesamtergebnisneutrale Programmbestandsminderung aus der Bewertung von Wiederholungsrechten zurückzuführen.
Die Aufwendungen für die Programmverteilung liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind insbesondere geringere Kosten bei der digital-terrestrischen Verbreitung aufgrund niedrigerer Energiekosten sowie rückläufige Einspeiseentgelte in der Kabelverbreitung infolge des Wegfalls des Nebenkostenprivilegs.
ZDF-Jahresabschluss 2025: Geschäftsaufwendungen: Die Geschäftsaufwendungen liegen 2025 bei 251,5 Millionen Euro. Gegenüber 2024 steigen sie um 0,6 Millionen Euro beziehungsweise 0,3 Prozent.
Quelle: ZDFDie Geschäftsaufwendungen liegen per Saldo geringfügig über dem Vorjahreswert. Höhere Aufwendungen haben sich vor allem für den Gebäudeunterhalt, für Ortskräfte in den Auslandstudios und IT-Entwicklungs- und Betreuungsleistungen ergeben. Geringere Aufwendungen als 2024 zeigen sich dagegen u. a. bei den Prozesskosten, den Aufwendungen für Werbeanzeigen, den Gutachter- und Beraterkosten, den Energiekosten und den Aufwendungen für freie Mitarbeit.
Die Anderen Aufwendungen umfassten bisher den Betrieblichen Steueraufwand, die Aufwendungen für den Beitragseinzug, die Zinsaufwendungen und die Sonstigen Anderen Aufwendungen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die an ARTE und KEF abzuführenden Beitragsanteile ab dem Jahr 2025 nicht mehr ertragsmindernd, sondern an dieser Stelle ausgewiesen werden (+98,7 Mio. Euro). Darüber hinaus schlagen sich im Vergleich zum Vorjahr auch höhere Rückdeckungsprämien sowie eine erforderlich gewordene Abschreibung einer Vorab-Gewinnausschüttung aufwandssteigernd nieder.
Finanzrechnung
In der Finanzrechnung werden die gesamten Veränderungen der langfristigen Vermögens- und Kapitalpositionen der Vermögensrechnung gezeigt. Ausgabe- und Beschaffungsreste werden berücksichtigt. Das Ergebnis der Ertrags- und Aufwandsrechnung wird derart in die Finanzrechnung integriert, dass ein Überschuss den Einnahmen und ein Fehlbetrag den Ausgaben zugeordnet wird. Als Differenzgröße zwischen Einnahmen (Mittelaufbringung) und Ausgaben (Mittelverwendung) ergibt sich das Gesamtergebnis.
Wesentliche Positionen auf der Einnahmenseite sind 2025 die Abschreibungen der Sachanlagen sowie die Kreditaufnahme für den Neubau des Bürogebäudes in Mainz. Gegenüber 2024 erfolgt keine Zuführung zur Versorgungsrückstellung und keine Verminderung des Versorgungsstocks. Das positive Ergebnis der Ertrags- und Aufwandsrechnung 2025 wird bei den Einnahmen 2025 ausgewiesen. Der Fehlbetrag 2024 wird auf der Ausgabeseite der Finanzrechnung berücksichtigt.
Die bedeutendsten mit höheren Ausgaben verbundenen Veränderungen zeigen sich bei den Programminvestitionen und bei der Zuweisung zum Versorgungsstock. Das Programmvermögen erhöht sich 2025 aufgrund von Anzahlungen für Sportrechte (u. a. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer, Olympische und Paralympische Winterspiele). Die Zuführung zum Versorgungsstock 2025 entspricht, wie von der KEF gefordert, der Anerkennung im 25. KEF-Bericht.
Bilanz (Vermögensrechnung)
Die Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent an.
Auf der Aktivseite der Bilanz ist das Anlagevermögen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Erhöhung ergibt sich aus der Zunahme der Finanzanlagen, der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände. Die Zunahme der Finanzanlagen ist maßgeblich durch die Erhöhung der Rückdeckungsansprüche gegen die ZDF-Pensionskasse und die Baden-Badener Pensionskasse bedingt. Hinzu kommt eine Zunahme des Versorgungsstocks/Beihilfe-Deckungsstocks. Der Buchwert der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie der Beteiligungen des ZDF liegt unter dem Vorjahr. Die Verminderung ist vorwiegend auf eine Beteiligungswertreduzierung am Ereignis- und Dokumentationskanal phoenix zurückzuführen, der unter anderem eine Beteiligungswerterhöhung am KiKA gegenübersteht.
Im Geschäftsjahr 2025 orientierten sich die Sachinvestitionen des ZDF weiterhin konsequent an den Zielen des Reformprozesses "Ein ZDF für alle". Im Fokus standen sowohl technische Maßnahmen zur Modernisierung, Modularisierung, Vernetzung und Konsolidierung der System- und Anwendungslandschaft als auch bauliche Maßnahmen. Schwerpunkte bildeten die Erweiterung der ZDF-Online-Angebote und der Informationstechnik sowie die Erneuerung der produktionstechnischen Infrastruktur. Zu den wesentlichen technischen Projekten zählten die "Weiterentwicklung der ZDFmediathek 2025", die "Weiterentwicklung der Online-Portale und Apps", die "Erhaltung und Weiterentwicklung des Publikationsmanagements", die "Teilerneuerung der Regien am Standort Mainz" sowie die "Erhaltung der Mobilen Produktionseinheiten (MPE)". Die Sachinvestitionen im Gebäudemanagement waren maßgeblich von dem Bau eines neuen Bürogebäudes und einer Multifunktionshalle geprägt.
Das Programmvermögen einschließlich der Wiederholungsrechte hat sich zum 31. Dezember 2025 erhöht. Ursächlich hierfür ist ein Anstieg des Programmvermögens in Arbeit, während die sendefähigen Produktionen und die Wiederholungsrechte gesunken sind.
Das Umlaufvermögen hat sich reduziert. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus einer Reduzierung des Postens Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten, gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und geringeren Forderungen aus Rundfunkbeiträgen. Hingegen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Sonstigen Vermögensgegenstände und die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen erhöht. Die Liquidität des ZDF war jederzeit sichergestellt.
Das Eigenkapital besteht per 31. Dezember 2025 aus der Gesamtergebnisrücklage und dem Anstaltskapital. Der Gesamtergebnisrücklage wird das Ergebnis der ZDF-Finanzrechnung entnommen. Dem Anstaltskapital wird das Ergebnis der ZDF-Finanzrechnung ohne handelsrechtliches Jahresergebnis zugeführt. Die Eigenkapitalquote beträgt 10,7 Prozent (Vorjahr: 9,3 Prozent). Das Eigenkapital deckt das langfristig gebundene Vermögen zu 13,8 Prozent (Vorjahr: 12,6 Prozent). Das Eigenkapital zuzüglich der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen deckt das langfristig gebundene Vermögen zu 93,7 Prozent (Vorjahr: 98,3 Prozent).
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der Posten enthält die Altersversorgungsrückstellungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZDF und die vergleichbaren Rückstellungen für Verpflichtungen des ZDF gegenüber den selbständigen und nichtselbständigen Gemeinschaftseinrichtungen. Die Steuerrückstellungen liegen über dem Vorjahreswert, die Sonstigen Rückstellungen unter dem Vorjahr. Die Verminderung der Sonstigen Rückstellungen ist maßgeblich auf Rückstellungsreduzierungen für Verwertungsgesellschaften, Lizenzen, noch nicht von ARTE abgerufene Mittel und Beihilfeverpflichtungen sowie den Verbrauch der im Vorjahr zurückgestellten Mittel für Einmalzahlungen entsprechend dem Vergütungstarifvertrag zurückzuführen. Gegenläufig wirken sich unter anderem gestiegene Mehrarbeitsrückstellungen aus.
Die Verbindlichkeiten sind zum Ende des Jahres 2025 gegenüber dem Vorjahresbetrag angestiegen. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die in Zusammenhang mit einem Gebäudeneubau stehen, aber auch auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber assoziierten Unternehmen und gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Hingegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erheblich gesunken, vorwiegend aufgrund des mit Jahresbeginn 2025 neu etablierten Prozesses zur Abbildung der Mittelverwendung durch phoenix.
Das Geschäftsjahr 2025 schließt in der Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Jahresüberschuss von 46,1 Mio. Euro ab, der auf einen Jahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von 6,5 Mio. Euro folgt.
Die deutliche Erhöhung der Erträge gegenüber dem Vorjahr ist vorwiegend auf gestiegene Rundfunkbeiträge, höhere Sonstige betriebliche Erträge und eine Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Produktionen zurückzuführen. Dementgegen stehen reduzierte Erträge aus Werbung und Sponsoring und gesunkene Sonstige Umsatzerlöse. Die Erhöhungen der Rundfunkbeiträge und der Sonstigen betrieblichen Erträge resultieren überwiegend aus einem geänderten Ertragsausweis: Ab dem Jahr 2025 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung auch die ZDF-Anteile der ARTE und KEF zustehenden Erlöse unter den Rundfunkbeiträgen ausgewiesen. Im Gegenzug erhöhen die Auszahlungen der Rundfunkbeiträge an ARTE und KEF die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Zudem werden bisher in den Rundfunkbeiträgen enthaltene Andere Erträge im Zusammenhang mit dem Rundfunkbeitragseinzug (im Wesentlichen Säumniszuschläge und Mahngebühren) unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Eine zusätzliche Erhöhung der Sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus periodenfremden Erträgen, vornehmlich aus Auflösungen von Rückstellungen und Mehrerlösen aus Anlagenabgängen.
Der Beschaffungs-/Programmaufwand liegt unter dem Vorjahreswert. Der geringere Beschaffungs-/Programmaufwand resultiert aus verminderten Aufwendungen für produktionsbezogene Fremdleistungen, Ausstrahlungskosten und Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen, denen gestiegene Aufwendungen für Urheber-, Leistungs- und Herstellervergütungen gegenüberstehen.
Der Personalaufwand fällt geringer aus als im Vorjahr. Hier wirken sich vor allem geringere Aufwendungen für die Altersversorgung aus. Im Jahr 2025 waren durchschnittlich 3.710 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Basis von Vollzeitäquivalenten im ZDF beschäftigt, im Vorjahr waren es 3.658. Der Anstieg resultiert vor allem aus Umschichtungen von Freier Mitarbeit zu festen Stellen zur Erlangung sachgerechter Beschäftigungsformen.
Der deutliche Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen steht in Verbindung mit der Anpassung des Ertragsausweises der Rundfunkbeiträge für ARTE und die KEF. Die Erträge aus Beteiligungen ergeben sich aus der Gewinnausschüttung der ZDF Werbefernsehen GmbH. Die ZDF Studios GmbH hat 2025 im Zusammenhang mit der Insolvenz einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft keine Ausschüttung vorgenommen. Nach Berücksichtigung von Zinserträgen und -aufwendungen, von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstiger Steuern ergibt sich das oben genannte Jahresergebnis.