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Kampf gegen Hunger

Wenn ihr hungrig seid, öffnet ihr den Kühlschrank und holt euch etwas. Doch für knapp 700 Millionen Menschen ist das nicht so einfach: Sie leiden Hunger. Darauf macht der Welternährungstag am Freitag aufmerksam.

Datum:
Geflüchtete Kinder essen
Viele Kinder in einigen afrikanischen Ländern haben nicht genug zu essen.
Quelle: reuters

Jedes Jahr am 16. Oktober soll der Welternährungstag darauf aufmerksam machen, dass Millionen Menschen noch immer Hunger leiden müssen. Zu diesem Termin gibt die Organisation Welthungerhilfe auch das Ergebnis einer Untersuchung bekannt - den sogenannten Welthunger-Index. In dem Bericht steht, wie viele Menschen auf der Welt Hunger leiden und wo. Jetzt wurden die Ergebnisse für 2020 vorgestellt. Und die zeigen: In vielen Ländern ist die Hungersnot noch schlimmer als 2012.

Ende 2019 waren etwa 690 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die meisten davon leben in Ländern in Afrika und Asien. Besonders ernst ist die Lage zum Beispiel im Tschad, auf Madagaskar, in Burundi, in Somalia, Südsudan, Syrien und im Jemen.

Auch Millionen Kinder haben nicht ausreichend zu essen und zu trinken. In einigen Fällen sterben Kinder, weil der Hunger sie ganz schwach macht und ihr Körper deshalb nicht richtig wachsen oder sich gegen Krankheiten wehren kann. So sind 2018 5,3 Millionen Kinder weltweit vor ihrem fünften Geburtstag an Unterernährung gestorben.

Gründe für den Hunger

  • Die Experten des Welthunger-Index nennen mehrere Dinge, die den Hunger auf der Welt verursachen. Gefahren seien zum Beispiel Konflikte, Armut oder der Klimawandel. Durch den Klimawandel ist es in einigen Regionen zum Beispiel häufiger sehr lange sehr heiß. Dadurch werden Ernten zerstört. Kühe, Ziegen und andere Tiere bekommen nur noch wenig Futter, weil die Wiesen ausgetrocknet sind. Dadurch haben die Menschen weniger zu essen.
  • Außerdem hat in den Jahren 2019 und 2020 eine schlimme Heuschreckenplage in Teilen von Ostafrika und Südasien zu einer großen Hungersnot geführt. Denn die Insekten haben ganze Felder kahl gefressen, auf denen die Menschen ihr Essen angebaut hatten.
  • Zwar hat der aktuelle Welthunger-Index die Auswirkungen des Coronavirus auf den weltweiten Hunger noch nicht mit eingerechnet. Aber die Autorinnen und Autoren vermuten, dass wegen der Corona-Pandemie die Zahl an hungernden Menschen in diesem Jahr stark steigen könnte.
Erklärstück: Hunger

logo! - Probleme beim Kampf gegen Hunger 

Immer noch gibt es viele Menschen, die nicht genug zu essen haben.

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Hilfe gegen den Hunger

Es gibt aber auch Hoffnung: Denn andere Studien sagen, dass eine Welt ohne Hunger möglich ist, wenn reiche Länder bis 2030 viel Geld in Entwicklungsmaßnahmen stecken, um ärmeren Ländern und hungernden Menschen zu helfen. Aber auch die ärmeren Länder müssten einen Teil dazu beitragen. Insgesamt wären jährlich rund 28 Milliarden Euro nötig.

Eine Möglichkeit wäre, mit dem Geld kleine Landbauern in ärmeren Ländern oder Hilfsprojekte vor Ort zu unterstützen. So könnte man den Bauern zum Beispiel zeigen, was sie beim Ackerbau verbessern können, um eine bessere Ernte einzufahren. Oder es könnten Bewässerungsanlagen in trockenen Gebieten gebaut werden.

Ein anderes großes Problem: sauberes Trinkwasser. Hier könnten reichere Länder dafür sorgen, dass mehr Wasser in Tanklastern dorthin geliefert wird oder mehr Brunnen vor Ort gebaut werden. Es gibt viele Hilfsorganisationen, die weltweit versuchen, hungernden Menschen auf diese Weise zu helfen. Der Welthunger-Index aber zeigt, dass es noch viel mehr Hilfe geben muss, um den Hunger auf der Welt zu bekämpfen.  

Diesen Text haben Katrin H. und Lisa geschrieben.

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