Sie sind hier:

Was tun gegen Internetsucht?

Wer zu oft und zu lange Computer spielt oder im Internet surft, kann süchtig werden. Die Sucht nach Online-Spielen ist jetzt auch offiziell eine Krankheit.

Datum:

Viele von euch spielen gerne Computer oder surfen im Internet. Schließlich macht das Spaß - gar keine Frage. Doch wer das zu oft und zu lange macht, kann auch süchtig danach werden. Das nennt man Computer- und Internetsucht. Mit diesem Problem beschäftigen sich seit ein paar Jahren auch immer mehr Experten. Untersuchungen zeigen, dass immer mehr Kinder süchtig nach Computerspielen sind oder täglich mehrere Stunden online sind. Die Experten sind sich darin einig, dass es wichtig ist, Betroffenen schnell zu helfen, damit sie immer süchtiger werden.

Süchtig nach Computerspielen
Computerspiele können zur Sucht werden. Quelle: dpa

Beliebte Rollenspiele

Psychologen sagen, dass besonders Online-Rollenspiele süchtig machen können. Die Spieler leben dabei in zwei Welten - in der Spielwelt und in der wirklichen Welt. Es kann vorkommen, dass Spieler sich nicht mehr entscheiden können, welche Aufgaben sie zuerst lösen: die aus der Spielwelt oder zum Beispiel die Schulaufgaben aus der wirklichen Welt. Das kann zum Problem werden.

logo! erklärt

ZDFtivi | logo! - Die Krankheit Online-Spielsucht

Seit Montag gilt die Online-Spielsucht offiziell als Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sie auf die Liste der offiziellen Krankheiten gesetzt. Was bedeutet das? Und was spricht dafür und was dagegen? logo! erklärt es euch.

Videolänge:
1 min
Datum:

Anzeichen für eine Sucht

Es gibt Anzeichen dafür, dass jemand süchtig nach Online-Spielen sein könnte.

  • Wenn jemand sich ohne das Spiel nicht mehr wohl fühlt und ganz nervös wird.
  • Wenn jemand nicht mehr weiß, wie lange er/sie am Computer sitzt und die Nächte durchspielt.
  • Wenn jemand immer wieder mit dem Handy oder Tablet im Internet unterwegs ist und deshalb in der Schule immer schlechter wird.
  • Wenn jemand kaum noch Kontakt zu seinen/ihren Freunden hat und ihm/ihr die Mitspieler stattdessen wichtiger sind.
  • Wenn jemand nicht mehr auf sich und seine Gesundheit achtet, also verwahrlost, könnte das ein Zeichen für eine Computer- oder Internetsucht sein.

Tipps von logo!

Wenn ihr etwas tun wollt, um es nicht so weit kommen zu lassen, haben wir ein paar Tipps für euch:

  • Richtet euch selbst computer- und onlinefreie Zeiten ein und haltet euch daran. Beispiele: Das Handy beim Essen immer ausschalten oder es sogar erst nach der Schule einschalten. Oder jeden Nachmittag das Handy drei Stunden ausschalten oder abends direkt nach dem Essen weglegen.
  • Vereinbart innerhalb der Familie gemeinsam onlinefreie Zeiten, die für alle gelten. Denn auch viele Eltern hängen ganz schön oft an Handy, Tablet und Co.
  • Überprüft immer wieder selbst: Gehe ich meinen Hobbys weniger nach, weil ich so viel Zeit mit dem Handy, Computer und Co. verbringe?

Hilfe ist möglich

Ganz wichtig ist: Computer- und Internetsüchtigen kann geholfen werden. Wenn ihr selbst das Gefühl habt, süchtig zu sein, solltet ihr versuchen, mit Freunden, Eltern oder Lehrern über euer Problem zu reden. Hilfe gibt es auch bei Beratungsstellen und bei speziellen Psychologen. Wenn ihr das Gefühl habt, ein Freund oder eine Freundin ist computer- oder internetsüchtig, dann solltet ihr ihn/sie offen darauf ansprechen, ohne aber Vorwürfe zu machen.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!