Umfrageergebnisse:ZDFmitreden: Die Lage im Sommer 2026
Im vermeintlichen Sommerloch 2026 zieht die ZDFmitreden-Community Bilanz: Wie steht es um die eigene Gefühlslage, die Lage im Land und die politische Berichterstattung?
Die Situation Ende Juli 2026: Die Fußball-WM der Männer ist vorbei, der Bundestag in der Sommerpause und vielerorts sind Sommerferien.
All das klingt nach Sommerloch, doch die Nachrichtenlage bleibt dynamisch.
ZDFmitreden hat daher die Community nach ihrer Bilanz zum Sommer 2026 gefragt.
Wie steht es um die eigene Gefühlslage, die Lage im Land und die politische Berichterstattung? 24.484 Menschen haben ihre Meinung mit uns geteilt.
Anspannung vor allem in mittleren Altersgruppen
Für einen ersten Eindruck zur persönlichen Gefühlslage haben wir die ZDFmitreden-Community gefragt, ob sie in diesem Sommer bereits Gelegenheit für längere Entspannungsphasen hatte und wie sie die eigene Lage im Vergleich zu den beiden Vorjahren beurteilt.
Hier fällt das Urteil der Mitglieder von 25 bis 45 Jahren im Vergleich zu den anderen Altersgruppen auf. Die Mehrheit dieser Altersgruppe hatte in diesem Sommer bislang keine längere Entspannungsphase (25 bis 34 Jahre: 61 Prozent; 35 bis 44 Jahre: 57 Prozent; 45 bis 45 Jahre: 53 Prozent) und gibt außerdem an, im Vergleich zu den beiden Vorjahren seltener entspannt zu sein (25 bis 34 Jahre: 64 Prozent; 35 bis 44 Jahre: 61 Prozent; 45 bis 45 Jahre: 53 Prozent).
Nachrichtennutzung schlägt auf die Stimmung
Die Nutzung von Nachrichten wirkt sich bei der Mehrheit der Befragten auf die eigene Stimmung aus (72 Prozent). Das führt bei den meisten Befragten allerdings nicht dazu, dass sie im Sommer Nachrichten vermeiden. 63 Prozent geben an, dass sie ihre Nachrichten- und Info-Nutzung im Sommer nicht verändern.
Gründe für weniger Nachrichtennutzung im Sommer
Befragte, die im Sommer weniger Nachrichten nutzen, nennen dafür am häufigsten einen der folgenden Gründe:
Schutz vor negativen Gefühlen
Viele Befragte sehen sich aufgrund der angespannten politischen (Welt)-Lage häufig mit Nachrichten konfrontiert, die negative Gefühle auslösen. Durch weniger Nachrichtennutzung möchten sie sich im Sommer vor zu viel negativen Gefühlen schützen.
Weniger Zeit zuhause
Im Sommer haben die Befragten oft mehr Freizeit und gehen dadurch auch mehr Aktivitäten außerhalb des Hauses nach. Sie haben daher schlicht "Besseres" zu tun als Nachrichten zu nutzen oder weniger Möglichkeiten dazu.
Digital Detox
Push-Nachrichten, Social-Media-Apps und Ähnliches lösen bei vielen Befragten Stress und Reizüberflutung aus. Um im Sommer einmal richtig zur Ruhe zu kommen, reduzieren sie daher bewusst ihren Nachrichten- und Medienkonsum.
Probleme des Landes im Sommerprogramm häufiger aufgreifen
Grundsätzlich findet die Mehrheit der Befragten (59 Prozent), dass das ZDF genug über die wichtigsten Probleme in Deutschland berichtet. Trotzdem gibt es den Wunsch in der Community, im Sommer Probleme im Land durch die Berichterstattung häufiger aufzugreifen. Dieser Meinung ist eine Mehrheit von 69 Prozent.
Meinungen zur Neubesetzung in der Bundesregierung
Die Neubesetzung von Spitzenämtern in der Bundesregierung stößt auf geteilte Resonanz.
Die Befürworter einigen sich weitgehend darauf, dass vor allem der Rücktritt von Jens Spahn notwendig und positiv gewesen sei. Sie sehen in den personellen Veränderungen eine Chance für neue Impulse, wenngleich die Art und Weise der Umsetzung und Kommunikation durch den Bundeskanzler oft kritisiert wird.
In diesem Punkt sind sich die Befürworter großteils mit den Kritikern des Vorgangs einig. Letztere bemängeln darüber hinaus oftmals nicht den Wechsel an sich, sondern die Wahl des neuen Personals sowie den Zeitverlust, der mit der Einarbeitung neuer Köpfe einhergehe und Reformen verzögere.
Die Befragung fand im Juli/August 2026 statt.
Quelle: ZDFmitreden; Daten anhand soziodemografischer Merkmale gewichtet für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren. Keine Zufallsstichprobe, daher nicht bevölkerungsrepräsentativ.