Umfrageergebnisse:ZDFmitreden: Gemeinsame Fernsehabende
Einen Fernsehabend mit Familie oder Freunden genießen viele Menschen. Welche Sendungen am häufigsten gemeinsam geschaut werden und mit wem, hat ZDFmitreden nachgefragt.
Etwa zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten aus der ZDFmitreden-Community schauen mindestens mehrmals in der Woche gemeinsam mit anderen fern.
Quelle: Westend61/BonninstudioOb gemeinsames Jubeln beim WM-Finale, ein spannender Film mit der Partnerin oder das Sandmännchen mit den Kindern – Fernsehen kann auch ein Gemeinschaftserlebnis sein. ZDFmitreden wollte es genau wissen: Wie häufig und mit wem werden Sendungen gemeinsam geschaut? Und wie schwer ist es, sich auf etwas zu einigen? 15.830 Menschen aus der ZDFmitreden-Community haben die Umfrage beantwortet.
Vier von fünf Menschen schauen gemeinschaftlich fern
Insgesamt schauen 78 Prozent der Befragten Sendungen zumindest gelegentlich gemeinsam mit anderen. Fast zwei Drittel (64 Prozent) schauen mehrmals in der Woche oder häufiger gemeinsam fern. Jeweils rund ein Zehntel tut dies einmal in der Woche (12 Prozent), mehrmals im Monat (11 Prozent) oder seltener (13 Prozent).
Mit Abstand am häufigsten wird dabei gemeinsam mit der Partnerin oder dem Partner eingeschaltet (59 Prozent). Danach folgen Gäste, wie etwa Freunde oder Familie, die zu Besuch sind (23 Prozent). Andere schauen mit Kindern im eigenen Haushalt (16 Prozent) oder Eltern im eigenen Haushalt (13 Prozent) fern. Mit Mitbewohnerinnen oder Mitbewohnern schauen nur wenige Menschen (fünf Prozent) gemeinsam Sendungen.
Junge Menschen schauen vor allem mit Eltern oder Gästen fern
Die Verhaltensmuster ähneln sich dabei in fast allen Altersgruppen – mit einer Ausnahme: Menschen unter 25 Jahren haben beim gemeinsamen Fernsehen andere Gewohnheiten als der Rest. So schauen sie Sendungen deutlich seltener mit einem Partner (19 Prozent in dieser Altersgruppe gegenüber 59 Prozent allgemein) und dafür deutlich häufiger mit Eltern (66 Prozent in dieser Altersgruppe gegenüber 13 Prozent allgemein), Gästen (48 Prozent in dieser Altersgruppe gegenüber 23 Prozent allgemein) oder Mitbewohnern (15 Prozent in dieser Altersgruppe gegenüber fünf Prozent allgemein).
Sportereignisse sind für gemeinsame Fernsehabende besonders beliebt
Welche Inhalte werden als Anlass für einen gemeinsamen Fernsehabend genommen? Auch diese Frage hat ZDFmitreden gestellt. Das Ergebnis: Sportereignisse, aber auch Shows und Entertainment werden besonders häufig gemeinsam mit anderen geschaut. Danach folgen Filme, die noch etwas häufiger gemeinschaftlich geschaut werden als Serien. Am häufigsten alleine geschaut werden Nachrichtensendungen und Dokus.
Die wichtigsten Kriterien, damit sich eine Sendung für einen gemeinsamen Fernsehabend eignet, sind für die ZDFmitreden-Community Humor (45 Prozent), dass sie Gesprächsstoff bietet (45 Prozent) und dass sie für alle Generationen ansprechend ist (36 Prozent). Dazu passt, dass es der Mehrheit der Befragten (67 Prozent) wichtig ist, sich beim Schauen oder danach über die Sendung auszutauschen. Jungen Menschen ist der Austausch dabei tendenziell etwas wichtiger als Älteren.
Unterschiedliche Geschmäcker sind die größte Hürde
Es gibt jedoch auch Menschen, die Sendungen immer allein schauen. So sagen 22 Prozent der Befragten, dass sie nie mit anderen gemeinsam fernsehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Am häufigsten werden von der ZDFmitreden-Community unterschiedliche Geschmäcker (49 Prozent), wenig gemeinsame Zeit (38 Prozent) und räumliche Distanz zu Personen, mit denen man gerne schauen würde (25 Prozent), genannt.
Das sagt die Redaktion
Die Befragung zeigt die verbindende Kraft von gemeinsamen Medienmomenten – im linearen Programm wie im Streaming.
Torben Sudhop, Abteilung Portfoliomanagement beim ZDF
Bernhard Kessler aus der Abteilung Data & Analytics in der Medienforschung des ZDF ergänzt: "Aufrufe, Views und Nutzungszeit lassen sich technisch gut erfassen." Was vor dem Bildschirm passiere und wie Menschen bei gemeinsamer Mediennutzung miteinander interagieren, sei aber ebenfalls entscheidend. "Das Feedback aus der ZDFmitreden-Community gibt uns wichtige Erkenntnisse, um diese Wirkweisen besser zu verstehen", so Bernhard Kessler weiter. "Die wollen wir bei der Weiterentwicklung des ZDF-Portfolios berücksichtigen."
Die Befragung fand im Juli 2026 statt.
Quelle: ZDFmitreden; Daten anhand soziodemografischer Merkmale gewichtet für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren. Keine Zufallsstichprobe, daher nicht bevölkerungsrepräsentativ.