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Kaiserspiel

Bismarcks Reichsgründung in Versailles

Die Proklamation des deutschen Kaiserreiches 1871 in Versailles markiert eine Zäsur in der Geschichte Europas. 150 Jahre danach blickt das Dokudrama "Kaiserspiel" hinter die Kulissen.

Videolänge:
88 min
Datum:
14.12.2021
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.12.2026

Erstmals wurden die Deutschen in einem Nationalstaat geeint. Das französische Kaisertum hingegen endete. Der 90-minütige Film folgt dem Reichsgründer Bismarck und Kaiser Napoleon III. beim Ringen um die Macht.

Dramatisches Ringen um Macht, Einheit und Freiheit

Vor 150 Jahren wurde im Spiegelsaal von Schloss Versailles das deutsche Kaiserreich proklamiert. Der Film rekonstruiert die dramatischen Wochen von September 1870 (Schlacht von Sedan) bis zum 18. Januar 1871, als der preußische König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen wurde. Das Dokudrama erzählt, wie zielstrebig Otto von Bismarck die Zustimmung der deutschen Fürsten zur Einigung Deutschlands erwirkte und führt vor Augen, wie das französische Kaiserreich unter Napoleon III. zusammenbrach. Während Napoleon als Gefangener in Kassel weilte, fand Bismarck in der französischen Anarchistin Louise Michel eine todesmutige Gegenspielerin im belagerten Paris. Der Zuschauer wird Zeuge eines dramatischen Ringens um Macht, Einheit und Freiheit und erlebt, wie große politische Entscheidungen ihren Lauf nahmen.

Die Spielhandlung des Dokudramas beleuchtet den historischen Wendepunkt aus mehreren Perspektiven (Thomas Thieme verkörpert Otto von Bismarck, Hubertus Hartmann spielt Napoleon III.), ergänzt durch dokumentarische Elemente. Den Erzählrahmen bildet ein szenischer Dialog: Auf Schloss Arenenberg in der Schweiz treffen sich Eugénie, die Witwe Kaiser Napoleons, und Luise von Baden, Tochter von Kaiser Wilhelm I. Vor dem Hintergrund der Verhandlungen zum Versailler Vertrag, der Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg besiegelt, blicken die beiden hochbetagten Frauen zurück auf die Zeit der Reichsgründung, ziehen ihre persönliche Bilanz zum Verhältnis der Deutschen und Franzosen, das im Spiegelsaal von Schloss Versailles 1871 und 1919 mit schweren Hypotheken belastet wurde.

Wilhelm I. (Peter Meinhardt) und Kronprinz Friedrich Wilhelm (Holger Daemgen) laufen nebeneinander her. Im Hintergrund mehrere Männer in Uniform.

Statements der Mitwirkenden

Der Sattler gegen den Kaiser

Zum 150. Jahrestag der Reichsgründung hat die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte zwei sehr unterschiedliche Filmbeiträge konzipiert, die einander ergänzen sollen:

"Streit ums Reich - Der Sattler gegen den Kaiser" am 12.12.2021  um 23:45 Uhr
"Kaiserspiel - Bismarcks Reichsgründung in Versailles" am 14.12.2021 um 20:15 Uhr

ZDF-History - Streit ums Reich  

Zwei Männer, wie sie gegensätzlicher kaum sein konnten: Kaiser Wilhelm II. und der Sattler Friedrich Ebert. In ihren Biografien spiegeln sich die Konflikte des Kaiserreichs.

Videolänge
44 min · Doku

Die Gründung des Deutschen Reiches im Feldlager von Versailles gehört bis heute zu den wichtigen Ereignissen der deutschen Geschichte, die im Geschichtsunterricht einen festen Platz hat. Dieser wird nicht (mehr) durch eine glorifizierende Betrachtung und Erinnerungskultur geprägt, wie bei den Sedansfeiern im Kaiserreich oder nach dem Zweiten Weltkrieg in der "Ablenkung" von den zurückliegenden Katastrophen, sondern von einer bewussten Wahrnehmung und kritisch-abwägenden Bewertung der Reichsgründung für die weitere deutsche und europäische Geschichte.

Aus didaktischer Perspektive eignet sich die Proklamation am 18. Januar 1871 als Nahaufnahme für einen fokussierten Unterricht: Das Feldlager im Schloss von Versailles, der Krieg mit Frankreich und die Frage nach einem Friedensschluss, die Militärs und Adligen als Protagonisten und schließlich die im Dokudrama nachgestellte und von Anton von Werner mehrfach gemalte Szene im Spiegelsaal von Versailles, aus der Schülerinnen und die Schüler eine "Reichsgründung von oben" gleichsam sehen können.

Diese Unterrichtsmaterialien wurden erarbeitet im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) und des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) von Dr. Helge Schröder (Hamburg).

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