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Diagnose Dürrestress

Die Experten sind sich einig. Extrem trockene Sommer werden häufiger. Ursache: Klimawandel. Auch im Jahr 2020 wird Regen weiter ausbleiben. Gibt es Konzepte gegen den Wassermangel?

28 min
28 min
16.08.2020
16.08.2020
UT
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Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.08.2022

Vielerorts hat es bereits seit dem Frühjahr nicht mehr geregnet. Die Böden sind staubtrocken. Missernten drohen. Landwirte fürchten um ihre Existenz, Förster versuchen verzweifelt, den Wald an die Dürre anzupassen. Deutschland trocknet aus.

Magere Jahre

Thüringen ist bekannt für seine fruchtbaren Böden. Doch damit etwas darauf wachsen kann, braucht es auch hier Regen. Der fehlt seit März. Die Bauern rechnen mit immensen Ernteverlusten. Auch große Betriebe mit über 1000 Hektar Ackerfläche geraten nach drei durchgestandenen mageren Jahren in existenzielle Nöte. Wenn jetzt noch teure Bewässerungsanlagen angeschafft werden müssen, wird es eng.

Hilfe erhoffen sich die Bauern von der Wissenschaft. An der Technischen Universität München werden in großen Gewächshäusern verschiedenste Getreidesorten unter Dürrestress gesetzt, um zu sehen, welche am besten überlebt. Gleichzeitig wird versucht, über gentechnische Methoden Pflanzen so zu verändern, dass sie Dürrestress besser aushalten. Bis solche Sorten gefunden werden, kann es aber noch Jahre dauern.

Reduzierung des Wasserverbrauchs

Was auf Deutschlands Landwirtschaft vielleicht in Zukunft zukommt, kann man im Süden Portugals beobachten. Viele Bauern haben den Kampf gegen die Dürre aufgegeben. In einer der trockensten Gegenden Europas versteppen hier brachliegende Felder. Ganz anders eine Farm, die sich auf Weinbau, Korkeichen und Johannisbrotbäume spezialisiert hat. Mit einer ausgeklügelten Bewässerungstechnik wird kein Tropfen Wasser verschwendet. Steinwälle und Dämme zwischen den Weinreben halten das Wasser auf. So konnten die Landwirte den Wasserverbrauch in zehn Jahren um die Hälfte reduzieren.

Besonders betroffen von der Dürre sind die Wälder. Auf der Deutschlandkarte von Forstwissenschaftlern der TU München gibt es dort, wo Wälder sind, überwiegend rote Stellen. Rot steht für massive Trockenheit. Vor allem Kiefern und Fichten sind betroffen. Vielerorts rächt es sich nun, dass die Waldwirtschaft auf schnell wachsende Nadelbäume setzt.

"planet e." analysiert den Dürrestress und fragt auch, ob die Trinkwasserversorgung in Deutschland gefährdet ist.

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