planet e. - die Einzeldokus - Landwirtschaft in Krisenzeiten
- Umwelt
- Dokumentation
- aufschlussreich
- 11.06.2023
- ZDF
Der Klimawandel, anfällige Handelsketten und jetzt der Krieg in der Ukraine – jede Krise verstärkt den Hunger in der Welt. Hat die globale Landwirtschaft ihre Grenzen erreicht?
Wachsender Druck auf die Landwirtschaft
Ein Grund: Im Kampf gegen Russland braucht das Militär weitere Soldaten. Die ukrainische Regierung sieht sich gezwungen, nun auch die Arbeiter aus der Landwirtschaft für den Fronteinsatz einzuziehen. Für den deutschen Landwirt Torben Reelfs ist das eine Katastrophe. Er beackert gut 1000 Hektar in der Ukraine. "Die Ernte ohne einen Teil meiner Mitarbeiter einzufahren, wird schwer", sagt er. "Aber viel schlimmer ist, dass ich bestimmen muss, welche meiner Leute ich für das Militär und damit zum Fronteinsatz freistelle."
Zunehmende Krisen, wachsender Hunger
Ein Grund für die seit Kriegsbeginn ungewöhnlich stark schwankenden Preise könnten Finanzspekulationen sein. Beobachter wie der Wissenschaftler Lukas Kornher von der Universität Bonn fordern, die Wetten auf steigende oder fallende Lebensmittelpreise durch Finanzjongleure stärker zu regulieren. Strengere Regeln könnten dazu führen, dass die Preisschwankungen nicht mehr so extrem ausfallen. Ein Ansatz, den Hunger weltweit zu bekämpfen, ist die Förderung von Kleinbauern. In der Nähe des Turkana-Sees hat das "World Food Programme" ein Bewässerungsprojekt gestartet, das den Einwohnern den Anbau von Getreide ermöglicht. Über 500 Familien leben von dem Projekt. Statt dem in Kenia beliebten Mais oder Weizen bauen sie traditionelle Hirse an und erzielen gute Erträge.
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Team
Kamera: Dominik van Alst, Bastian Baumöller, Moses Obuye, Axel Thiede
Schnitt: Sven Voß, Berndt Burghardt
Redaktion: Nadja Kaltwasser
Leitung der Sendung: Cathérine Kipp