planet e. - die Einzeldokus - Schwimmende Städte
- Umwelt
- Dokumentation
- hintergründig
- 06.11.2022
- ZDF
Der Meeresspiegel steigt. Um mehr als zwei Meter bis zum Jahr 2100. Dieser Anstieg ist durch die Klimaerwärmung unaufhaltbar und erfordert Maßnahmen, besonders für Städte an der Küste.
Malediven: Stadt mit 5.000 Häusern geplant
Der Niederländer Koen Olthuis hat die schwimmende Stadt auf den Malediven entworfen. Für Koen ist sie der nächste logische Schritt: Mit der Erfindung des Fahrstuhls wuchsen die Häuser der Städte in die Höhe. Jetzt sei es Zeit für die nächste Dimension: Die Städte expandieren auf dem Wasser. Um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, wird möglichst ressourcenschonend gebaut: Die Häuser werden mit kaltem Wasser gekühlt statt mit einer Klimaanlage, und die Fußwege filtern das Abwasser.
Schwimmende Siedlung in Amsterdam
Eine andere Frage ist, wie man schwimmende Städte möglichst "regional" mit Nahrung versorgen kann. Im Auftrag eines Innovationsprojekts der Uni Kiel forscht die Bioökologin Martina Mühl zur Kreislaufwirtschaft in deutschen Gewässern. Die Ostsee ist überfischt und von zu vielen Nährstoffen belastet. Algen und Muscheln nehmen jedoch die überflüssigen und damit schädlichen Nährstoffe auf und wandeln sie in Biomasse um, die auch noch schmeckt. So können beispielsweise Fisch- und Algenzucht austariert werden und so umweltschonend wie möglich Nahrung produzieren. Bei schwimmenden Städten ginge das sogar direkt vor der Haustür. So zeigen sich schwimmende Städte flexibler, sicherer als Städte auf dem Land.
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Team
Kamera: Sebastian Wagner / Boris Mahlau / Jonny Müller-Goldenstedt
Schnitt: Fabian Teichmann
Redaktion: Manfred Kessler
Leitung der Sendung: Cathérine Kipp